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Mercedes auch in Barcelona nicht zu schlagen

Formel 1: Großer Preis von Spanien

In der Formel 1 hält die silberne Dominanz an. Zum Europa-Auftakt in Barcelona gewann Lewis Hamilton im Mercedes den Großen Preis von Spanien vor seinem Teamgefährten Valtteri Bottas. Sebastian Vettel im Ferrari hatte mit Rang vier wieder einmal das Nachsehen.

Lewis Hamilton am 12.05.19 in Barcelona
Lewis Hamilton fährt über die Ziellinie
Quelle: imago images / Motorsport Images

Es war im fünften Rennen der Saison der fünfte Doppelsieg für die Silberpfeile. Den dritten Platz sicherte sich der Niederländer Max Verstappen im Aston Martin Red Bull.

Titelverteidiger Hamilton fuhr überlegen seinen dritten Barcelona-Sieg nacheinander ein und nahm Bottas die WM-Führung ab. Damit wartet Vettel weiter auf den ersten Saisonsieg und hechelt im WM-Klassement nach dem fünften von 21 Saisonrennen hinterher. Vor dem Klassiker in zwei Wochen in Monaco hat Vettel bereits 48 Punkte Rückstand auf Hamilton. Ärgerlich für Vettel war zudem, dass Ferrari taktisch mehrfach unklug agierte und ihn sowie seinen Stallrivalen Charles Leclerc in unnötige Scharmützel miteinander schickte. Am Ende kam der junge Monegasse als Fünfter hinter dem Deutschen an.

Chance am Start verpasst

Sebastian Vettel am 12.05.19 in Barcelona
Die Ferrari-Botschaft auf dem Helm von Sebastian Vettel ist klar. Nur umsetzen ließ sie sich nicht.
Quelle: imago images / LaPresse

Auf dem Kurs, auf dem Ferrari die Wintertests dominiert und Hoffnungen auf eine so ersehnte Triumphsaison gemacht hatte, blieb Vettel praktisch nur eine Chance, die beiden Mercedes mit einem Manöver zu attackieren und zu überholen. Beim Start. Also versuchte es der Hesse genau das. Er erwischte einen sehr guten Start, Problem nur, dass Hamilton noch schneller auf Touren kam. Der Brite zog innen an Bottas vorbei, Vettel wagte es außen, war vor der ersten Kurve sogar minimal vor beiden Mercedes-Piloten. Es wurde aber zu eng, er musste mit dem Ferrari über die Randsteine ausweichen.

Der Versuch, sich mit dem Manöver auf Rangs eins zu befördern, schlug fehl, Vettel reihte sich letztlich auf Rang vier ein hinter Hamilton, Bottas und Verstappen. Doch auch den konnte Vettel nicht lange halten. Die Anfangsattacke forderte weiteren Tribut. Er hatte heftig bremsen müssen und damit den rechten Vorderreifen ramponiert. Vettel klagte über Vibrationen. Der hinter ihm fahrende Leclerc machte Druck, schließlich ließ Vettel den Monegassen vorbeiziehen. Ein weiteres Rennen zum Vergessen drohte.

Hamilton zieht einsam seine Runden

Hamilton fuhr ein einsames Rennen. Binnen kürzester Zeit setzte er sich vom aufbegehrenden Bottas ab, der als WM-Führender mit einem Punkt Vorsprung in das fünfte Saisonrennen gestartet war. Brenzlig zwischen den beiden wurde es nicht wirklich auf dem Kurs, auf dem vor drei Jahren das Stallduell zwischen Hamilton und seinem damaligen deutschen Kollegen Nico Rosberg eskaliert war, als sich beide gegenseitig von der Strecke geräumt hatten.

Zur Rennhälfte des möglicherweise erstmal letzten Grand Prix auf dem Circuit de Catalunya führte Hamilton mit rund acht Sekunden. Zwischen den Silberpfeilen und den Ferraris drehte Verstappen recht ungestört seine Runden. Vettel mühte sich nun erstmal wieder an Leclerc vorbeizukommen, den das Team in den vier Rennen zuvor bereits zweimal zugunsten von Vettel eingebremst hatte. Auf Teamgeheiß zog Vettel, der noch ein weiteres Mal die Reifen wechseln musste, in der 36. von 66 Runden außen an Leclerc vorbei.

Kurze Hoffnung nach Safety-Car-Phase

Mit dem frischen Satz Reifen startete Vettel noch mal durch, Bottas bekam auch neu Gummis, ehe ein Crash von Lando Norris im McLaren und Lance Stroll für eine Safety-Car-Phase sorgte. Ideal für Hamilton: Nun ließ auch er neu Reifen aufziehen, die alten warfen schon Blasen. Das Feld rückte zum Neustart eng zusammen, Hamilton zog das Tempo geschickt vor einer Schikane an, nachdem das Safety Car wieder in die Box gefahren war. Letztlich hielten die Topfahrer vorne ihre Positionen, der zweite Deutsche Nico Hülkenberg kam in seinem Renault als 13. ins Ziel.

mit Material von dpa/sid

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