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Bottas siegt - Vettel Dritter

Formel 1 | GP von Aserbaidschan

Valtteri Bottas hat den Großen Preis von Aserbaidschan vor seinem Mercedes-Teamkollegen Lewis Hamilton gewonnen. Ferrari-Pilot Sebastian Vettel wurde in Baku Dritter.

Formel 1 Start am 28.04.19 in Aserbaidschan
Formel 1
Quelle: reuters

In den Häuserschluchten von Baku musste sich Sebastian Vettel erneut der Übermacht von Mercedes beugen und verliert den fünften Formel-1-Titel schon früh aus den Augen. Im vierten Saisonlauf gelang den Silberpfeilen der vierte Doppelerfolg. Diesmal entschied der Finne Valtteri Bottas das Team-Duell mit Weltmeister Lewis Hamilton knapp für sich und holte sich so die WM-Führung zurück. Der mit großen Hoffnungen nach Baku gereiste Vettel kam als Dritter ins Ziel und liegt nun schon 35 Punkte hinter dem Gesamt-Spitzenreiter.

"In dieser Saison waren wir bisher nicht auf der Höhe, wir können nicht mehr als Favoriten gelten", sagte ein ernüchterter Vettel: "Vor uns liegt noch jede Menge Arbeit, weil wir nicht da sind, wo wir hinwollen. Wir müssen Mercedes jagen."

Ferrari kommt nicht ran

Für den von der Pole Position gestarteten Bottas war der fünfte Grand-Prix-Erfolg auch etwas Genugtuung nach dem Pech der Vorsaison, als ihn eine Reifenpanne kurz vor Schluss in Baku den Sieg kostete. Mit einer fehlerfreien Vorstellung holte er sich nach dem Auftaktsieg in Melbourne zum zweiten Mal in diesem Jahr Platz eins und stockte sein Konto auf 87 WM-Zähler auf. Hamilton hat als Zweiter einen Punkt weniger, Vettel ist mit 52 Punkten nun Dritter.

Nach den Enttäuschungen in den ersten drei Saisonrennen verlief auch das vierte Grand-Prix-Wochenende für die Scuderia wieder alles andere als nach Plan. Neuzugang Charles Leclerc, der im Training noch der Schnellste gewesen war, vergab durch einen Unfall in der Qualifikation die erhoffte Pole Position. Die schnellste Rennrunde und ein Zusatzzähler für die WM war da nur ein kleiner Trost für den am Ende fünftplatzierten Monegassen. Vettel musste sich mit Startplatz drei begnügen, weil das Mercedes-Duo auch dank geschickter Windschatten-Strategie die erste Reihe eroberte.

Wieder einmal war von der vermeintlichen Überlegenheit des Ferrari-Motors nicht viel zu sehen. Auch am Start war für Vettel kein Vorbeikommen an den Silberpfeilen. Bottas verteidigte geschickt Platz eins vor Hamilton und fuhr schnell ein kleines Polster auf den Briten heraus. Auf Vettel betrug der Vorsprung des Finnen nach zehn Runden bereits satte zehn Sekunden.

Taktik geht nicht auf

Zwei der zuvor drei Rennen am Kaspischen Meer hatte das Werksteam gewonnen. 2016 siegte Nico Rosberg auf dem Weg zu seinem WM-Titel, im Vorjahr profitierte Lewis Hamilton vom Pech seiner Rivalen und gewann. Ferrari und Vettel verbinden eher Frust-Erlebnisse mit Baku. 2017 entlud sich der Ärger des Hessen sogar in einem Rammstoß gegen Hamilton.

Wir müssen Mercedes jagen.
Sebastian Vettel

Auch diesmal ging die Ferrari-Taktik nicht auf. Nach 31 Runden zog Bottas an Leclerc vorbei, eine Runde später gelang dies auch Hamilton. Immerhin hatte Vettel durch die Scharmützel an der Spitze ein wenig Boden auf die Mercedes gut gemacht, als auch er in der 34. Runde Leclerc überholte. In einem lange spannungsarmen Rennen brachte eine Panne am Red Bull des Franzosen Pierre Gasly zum Ende noch etwas Nervenkitzel. Die Rennleitung bremste das Feld zunächst mit einem virtuellen Saftey-Car ein. Als das Rennen wieder freigegeben war, nahm Vettel noch einmal Schwung für die Jagd auf Hamilton. Doch gegen die Mercedes war für den 33-Jährigen einmal mehr nichts auszurichten.

mit Material von dpa, sid

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