Last-Minute-Pflanzen für den Gabentisch

Geschenktipps von Pflanzenexperte Elmar Mai

Verbraucher | Volle Kanne - Last-Minute-Pflanzen für den Gabentisch

Nur noch zwei Tage bis Weihnachten und Ihnen fehlt noch ein Geschenk? Wie wäre es mit einer originellen Pflanze? Elmar Mai stellt fünf Besonderheiten vor, über die sich jeder Pflanzenfreund freuen wird.

Beitragslänge:
7 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 22.12.2017, 09:05

Glücksklee - Dieses Jahr vielleicht Mangelware

Glücksklee
Der vierblättrige Klee gilt als Glücksklee. Richtig gepflegt hält er sich jahrelang. Quelle: imago

Der vierblättrige Glücksklee soll eigentlich Glück bringen, aber in Holland ist dieses Jahr etwas schief gelaufen: 70 Prozent des europäischen Bedarfs sind dort in einem Kühlhaus in diesem Sommer verbrannt. Der beliebte Glücksbringer wird dieses Jahr im Handel sicherlich knapp und vermutlich auch teuer werden. Unser Tipp: schnell noch besorgen. Glücksklee hat kleine Zwiebelchen und wenn er im Winter einzieht, sollte man ihn nicht entsorgen, sondern kühl und dunkel aufbewahren. Im Frühjahr kann er nach draußen in einen Topf gepflanzt werden. Er vermehrt sich über Brutzwiebeln und bereitet dann über viele Jahrzehnte Freude.

Amaryllis - Geschenk mit Zeitverzögerung

Amaryllis
Die rot blühende Amaryllis ist an Weihnachten der Klassiker schlechthin. Warum nicht mal die weiß blühende verschenken? Quelle: imago

Ebenso wie der Glücksklee ist auch die Amaryllis ein Zwiebelgewächs, im Gegensatz zu ihm liefert sie allerdings imposante Blüten. Wer unter dem Weihnachtsbaum eine Knolle als Geschenk vorfindet, ist möglicherweise enttäuscht. Doch die Freude ist umso größer, wenn Weihnachten vorbei ist und sie zu blühen beginnt. Im Handel gibt es in Wachs eingetauchte Amarylliszwiebeln, die ganz ohne Erde auf dem Tisch oder der Fensterbank zum Blühen kommen. Sie müssen nach der Blüte entsorgt werden. Klassisch werden Amarylliszwiebeln in Töpfe gepflanzt. Sie bilden dann Wurzeln und sind auf Dauer als Zimmerpflanzen haltbar.

Monstera – Retropflanze der 50er Jahre

Monstera
Die Monstera ist wieder in Mode gekommen. Vielleicht liegt es an ihren außergewöhnlichen Blättern. Quelle: imago

Die imposanten Blätter der Monstera sind gelocht (daher der deutsche Name Fensterblatt) und sehr dekorativ. Monstera ist äußerst pflegeleicht und bietet "viel Pflanze für wenig Geld", das heisst, sie wird recht üppig. In den Tropen klettert sie an Bäumen hoch und bildet in den Baumwipfeln riesige "Nester". Der botanische Name „Monstera deliciosa“ weist darauf hin, dass die Blüten eßbar sind und ausgezeichnet schmecken. Das ist ungewöhnlich, denn fast alle Verwandten der Aronstabgewächse, zu denen Monstera zählt, sind entweder giftig oder zumindest ungenießbar.

Plumeria/Frangipani – Auch Tempelbaum genannt

Plumeria
Plumeria begeistert mit imposanten und herrlich duftenden Blüten. Quelle: imago

Jeder Asienreisende kennt die imposanten Tempelanlagen der buddhistischen Mönche mit den klassischen Tempelbäumen. Da liegt es nahe, Plumeria als asiatische Art einzustufen. Doch ihre Heimat ist die Karibik. Nur wenige der insgesamt rund 20 Arten kommen auf dem südamerikanischen Festland vor. Die Blüten duften und sind sehr imposant. In den Tropen gibt es eine Regenzeit und im Winter eine Trockenzeit. Daher werfen die Pflanzen im Winter auch bei uns ihre Blätter ab. In dieser Zeit darf man sie keinesfalls gießen. Diese Ruhezeit bei vergleichsweise kühlen Raumtemperaturen ermöglicht, dass die Pflanze im kommenden Jahr wieder blüht.

Medinilla – Lieblingspflanze des belgischen Königs

Medinilla
Die Medinilla ist ein Gewächs mit edlem Charme. Quelle: imago

Medinilla ist eine wenig bekannte Schönheit. Als sie auf den Philippinen um 1850 entdeckt wurde, war sie extrem teuer. Schnell wurde sie die Lieblingsblume des belgischen Königshauses und noch heute ist sie ein Prunkstück in den Gewächshäusern des belgischen Palastes, der einmal im Jahr für ein paar Tage öffentlich zugänglich ist. Obwohl die Pflanze ursprünglich von den Philippinen stammt, mag sie es eher kühl. 20 Grad reichen ihr vollkommen aus. Die Pflanze ist recht pflegeleicht, darf aber nicht zu stark gegossen oder zu sehr der Sonne ausgesetzt werden.

Um unser Web-Angebot optimal zu präsentieren und zu verbessern, verwendet das ZDF Cookies. Durch die weitere Nutzung des Web-Angebots stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Näheres dazu erfahren Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Gemerkt auf Mein ZDF! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Abonniert auf Mein ZDF! Abo beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert

Sie wechseln in den Kinderbereich und bewegen sich mit Ihrem Kinderprofil weiter.