Das ändert sich 2016

Neuerungen in den Bereichen Umwelt & Kommunikation

Verbraucher | Volle Kanne - Das ändert sich 2016

Was ändert sich 2016? "Volle Kanne" zeigt, was im neuen Jahr in den Bereichen Umwelt, Energie und Kommunikation auf die Verbraucher zukommt.

Beitragslänge:
10 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 30.12.2016, 14:00

Das neue Jahr bringt eine ganze Reihe von Änderungen mit sich. „Volle Kanne“ zeigt, was sich 2016 für Verbraucher in den Bereichen Umwelt, Energie und Kommunikation ändert.

Wie schon in den vergangenen Jahren erhöht die Post auch 2016 die Preise. Ein Standardbrief kostet ab dem 1. Januar 2016 70 Cent; davor waren es 62 Cent. Das Porto für einen Maxibrief erhöht sich von 2,40 Euro auf 2,60 Euro. Ein Einschreiben wird um 35 Cent teurer und kostet nun 2,50 Euro, auch ein Einwurfeinschreiben verteuert sich um 35 Cent auf 2,15 Euro. Briefe und Postkarten ins Ausland werden ebenfalls teurer und kosten nun 90 Cent.

Die geänderten Preise sollen für die nächsten drei Jahre stabil bleiben. Wie bei den letzten Portoerhöhungen bietet die Post auch dieses Mal wieder Ergänzungsmarken an.

Neues Effizienzlabel

Was bereits für neue Heizungsanlagen gilt, gilt jetzt auch für alte: Sie brauchen ein nationales Effizienzlabel. Schritt für Schritt sollen alle Heizungsanlagen, die älter als 15 Jahre sind, damit gekennzeichnet werden. „Das Label gibt Auskunft darüber, ob meine Anlage eventuell zu viel Öl oder Gas verbraucht – und es vielleicht besser wäre, das alte Gerät gegen ein neues auszutauschen“, erklärt Mechthild Winkelmann von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Die Ersparnis durch neue, optimierte Pumpen könne beträchtlich sein: Alte Modelle verbrauchten in der Regel etwa 30 Prozent mehr als neue Modelle, so Winkelmann.

Das Label wird von Heizungsinstallateuren, Schornsteinfegern oder Energieberatern kostenfrei ausgegeben. „Wenn der Schornsteinfeger seine vorgeschriebene Abgasmessung macht, wird er das Label anbringen“, erklärt die Verbraucherschützerin. Er werde in der Regel auch Angebote zu individuellen Heizungschecks und Vor-Ort-Beratungen machen, etwa, um den Verbrauch der Heizungsanlage zu ermitteln.

Rücknahme von Elektroschrott

Ab dem 24. Juli 2016 müssen große Geschäfte alte Elektro- und Elektronikgeräte zurücknehmen. Bisher mussten Verbraucher diese bei kommunalen Sammelstellen abgeben, denn sie dürfen nicht über den Hausmüll entsorgt werden. Nach dem neuen Gesetz müssen große Läden alte Geräte aber nur dann zurücknehmen, wenn Kunden ein gleichwertiges neues Gerät kaufen. Kleine Geräte bis 25 Zentimeter Kantenlänge wie Smartphones oder Toaster müssen auch ohne Neukauf angenommen werden, sofern das Geschäft ähnliche Produkte führt. Manche Geschäfte bieten zur Entsorgung auch einen Abholservice an, der allerdings kostenpflichtig ist.

„Bei Onlinehändlern gibt es noch keine konkreten Hinweise darauf, wie der Austausch geregelt werden soll“, erklärt die Verbraucherschützerin und ergänzt, dass es auch weiterhin die Möglichkeit gebe, die Elektrogeräte bei den kommunalen Sammelstellen abzugeben. Nähere Informationen dazu gebe es bei der Stadtverwaltung oder dem örtlichen Umweltamt.

Sinkende Mobilfunkkosten

Ab dem 30. April 2016 wird das Telefonieren und Surfen im EU-Ausland billiger. Die jetzigen Preisobergrenzen werden dann von Höchstaufschlägen abgelöst, die zum individuellen Heimtarif hinzukommen. Telefonate aus dem EU-Ausland nach Deutschland dürfen dann nur noch höchstens fünf Cent pro Minute zusätzlich zum Inlandspreis kosten, SMS zwei Cent; für jedes Megabyte Datenvolumen beim Surfen dürfen die Firmen höchstens fünf Cent mehr berechnen. Beim Grenzübertritt werden Kunden weiterhin per SMS informiert, wieviel das Roaming kostet. „Ab dem 15. Juni 2017 sollen dann gar keine Roamingkosten mehr anfallen. Dann wird das mobile Telefonieren im EU-Ausland genauso teuer sein wie im Inland“, sagt Mechthild Winkelmann.

Der Bundestag hat einen Gesetzentwurf auf den Weg gebracht, mit dem es künftig möglich sein soll, den Router für das Surfen in den eigenen vier Wänden, frei auszuwählen. „Bisher musste man oft den Router nehmen, der vom Netzbetreiber vorgegeben wurde“, so Winkelmann. Als Grund dafür sei von den Netzbetreibern die automatische Konfiguration angegeben worden. Künftig jedoch müssen sie ihren Kunden alle Zugangsdaten mitteilen, damit diese ihre eigene Hardware einrichten können.

Um unser Web-Angebot optimal zu präsentieren und zu verbessern, verwendet das ZDF Cookies. Durch die weitere Nutzung des Web-Angebots stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Näheres dazu erfahren Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Gemerkt! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Abonniert! Abo beendet