Akupunktur

Fauler Zauber oder hilfreiche Therapie?

Beim Thema Akupunktur gehen die Meinungen seit jeher auseinander. Fakt ist: Für viele ist sie zum Mittel der Wahl geworden und die Krankenkassen haben sie als Therapieverfahren bei bestimmten Beschwerden akzeptiert.

Beitragslänge:
1 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 13.10.2020

Die Akupunktur ist eine Behandlungsmethode der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM). Mithilfe feiner Nadeln, die an einzelnen Akupunkturpunkten in die Haut gestochen werden, soll blockierte Lebensenergie, auch Chi genannt, wieder in Fluss gebracht werden.

Anwendungsgebiete

Die Akupunktur spielt mittlerweile auch in der westlichen Welt, vor allem in der Schmerztherapie, eine bedeutende Rolle. Zahlreiche Kopfschmerz- oder Arthrose-Patienten werden mit Akupunktur schon behandelt. Auch bei Nackenschmerzen, Tennisarm, Rückenschmerzen oder Gelenkrheuma wird akupunktiert.

Das fernöstliche Verfahren wird außerdem bei Atemwegserkrankungen, Allergien und gynäkologischen Beschwerden angewandt. Selbst bei Drogenabhängigkeit wird Akupunktur gelegentlich eingesetzt.

Diagnose

Vor der Behandlung sollte eine ausführliche Diagnostik unter schulmedizinischen Gesichtspunkten erfolgen. Der Behandelnde sollte außerdem die individuellen Lebensgewohnheiten erfassen. Denn dem persönlichen Wesen des Patienten wird in der traditionellen Akupunktur-Lehre große Bedeutung beigemessen.

Eine Zungen- und Pulsdiagnostik gehört dabei ebenfalls zur Untersuchung, denn die Beschaffenheit der Zunge und der Rhythmus des Pulses können einem erfahrenen Akupunkteur bereits Hinweise auf mögliche Krankheiten geben.

Rauchende Akupunkturnadeln in einer Hand
Akupunktur ist mittlerweile auch in westlichen Ländern als Heilmethode anerkannt. Mit Erhitzen der Nadeln versucht man die Wirkung zu verstärken.
Quelle: imago

Wie läuft eine Behandlung ab?

Zur Akupunktur werden dünne sterile Einweg-Stahlnadeln gesetzt. Sie werden in unterschiedlichen Winkeln angesetzt und unterschiedlich tief eingestochen. Manche Akupunkteure wenden dabei Verfahren an, die über Erhitzen der Nadeln oder mit elektrischem Strom die Wirkung verstärken sollen. Das Drehen, Heben und Senken der Nadel stimuliert den Akupunkturpunkt zusätzlich.

Der Stich ist meist nur wenig schmerzhaft. Einige Patienten berichten sogar, gar nichts zu verspüren. Die Nadeln bleiben 15 bis 30 Minuten in der Haut und können mehrmals stimuliert werden. Bei der Reizung eines Akupunkturpunktes soll durch einen Nadelstich Energie zugeführt oder abgezogen werden, um das blockierte Chi wieder zum Fließen zu bringen. Die Behandlung wird dabei im Abstand von einigen Tagen wiederholt und umfasst in der Regel 10 bis 20 Sitzungen.

Akupunktur ist Kassenleistung

Seit 2007 zahlen auch die gesetzlichen Kassen Akupunkturbehandlungen, vor allem bei chronischen Schmerzen der Lendenwirbelsäule und des Kniegelenks. Denn bei diesen Schmerzen, so haben Studien ergeben, ist sie besonders erfolgreich.

Voraussetzung: Die Schmerzen im Knie oder der Lendenwirbelsäule müssen mindestens seit sechs Monaten bestehen. Die Akupunktur muss außerdem von einem Arzt mit entsprechender Qualifikation durchgeführt werden. Es lohnt sich aber auch bei anderweitigen Schmerzen bei der Krankenkasse nachzuhaken. Denn über ihre Bonusprogramme bezuschussen oder zahlen viele gesetzliche Kassen auch Akupunkturbehandlungen bei anderen Krankheiten.

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