Wenn das Sandmännchen versagt

Schlafstörungen bei Kindern

Wenn Kinder an Schlafstörungen leiden, kann sich das auf die Tagesaktivität und das Leben der ganzen Familie auswirken. Es ist jedoch meist nicht einfach, normale Schlafprobleme von Schlafstörungen zu unterscheiden. Kommt es zu unklaren Verzögerungen in der Entwicklung, Unruhe oder geringer Konzentrationsfähigkeit, kann dies Anzeichen für eine Schlafstörung sein.

Schlafstörungen können in sehr verschiedenen Formen vorliegen. Neben körperlichen Ursachen sind die häufigsten Auslöser psychische Belastungen. So können familiäre oder schulische Probleme, Überforderung und sonstige Stresssituationen zu Schlafstörungen führen.

Allen Schlafstörungen gemein ist, dass sie sich massiv auf die gesamte Verfassung des Kindes wie auch die der übrigen Familienmitglieder auswirken können. Abgeschlagenheit und Müdigkeit am Tag, Abnahme der Konzentrationsfähigkeit, leichte Reizbarkeit und Nervosität, Kreislaufprobleme, Kopfschmerzen und Übellaunigkeit sind mögliche Folgen. Schlafmangel wirkt sich zudem auch auf das Immunsystem aus: Es wird geschwächt und ist anfälliger für Infektionen.

Alles durchleuchten

Wenn Eltern Schlafschwierigkeiten der Kinder auffallen, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Mit Hilfe eines Schlafprotokolls kann festgestellt werden, wann welche Schlafstörungen auftreten und wie viel Schlaf das Kind braucht. Auch körperliche Untersuchungen werden durchgeführt und helfen, mögliche organische Ursachen festzustellen.

Weiterhin wird das Kind zu Gefühlslage, Konflikten und Sorgen befragt. Zusätzlich kann eine Untersuchung im Schlaflabor über das genaue Schlafverhalten des Kindes Aufschluss geben.

Rituale helfen

Sind organische Ursachen ausgeschlossen, erfolgt die Behandlung meist verhaltenstherapeutisch. Wichtig ist in jedem Fall ein konstanter Rhythmus mit festen Zubettgeh- und Aufstehzeiten. Auch feste Rituale, die das Kind beim Zubettgehen begleiten (maximal 30 Minuten lang), können helfen, wie zum Beispiel Gutenachtgeschichten, Schlaflieder und leise Musik. Außerdem sollte vor dem Zubettgehen Ruhe einkehren, also laute Umgebungsgeräusche, Reize wie Fernsehen oder Computerspiele minimieren.

Gibt es Konflikte, sollte das Kind in gewissem zeitlichen Abstand vor dem Schlafengehen die Möglichkeit haben, diese mit den Eltern zu besprechen, um den persönlichen Stress zu reduzieren und sich zu entspannen. In schweren Fällen kann der Arzt auch auf eine medikamentöse Therapie zurückgreifen, die allerdings gut abgewogen werden muss.

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