Leben ohne Plastik

Tipps für den Alltag von Anneliese Bunk

Verbraucher | Volle Kanne - Leben ohne Plastik

Plastikverpackungen enthalten oft Weichmacher, die in die Lebensmittel gelangen können - und von dort in den menschlichen Körper. Auch deshalb versucht Anneliese Bunk auf Plastik zu verzichten.

Beitragslänge:
11 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 30.09.2017, 14:00

Kann man ohne Plastik leben? Designerin Anneliese Bunk versucht das in ihrem Alltag konsequent umzusetzen. Dafür kauft sie nicht nur loses Obst und Gemüse, sondern stellt viele Produkte – wie Kosmetik und Waschmittel – selbst her.

Plastik wird zunehmend zum Problem. Der WWF etwa warnt davor, dass unsere Ozeane im Plastikmüll versinken. Kritisch für Umwelt und Gesundheit ist auch Mikroplastik, das von der Kosmetikindustrie als Schleif- oder Bindemittel eingesetzt wird. Die millimetergroßen Plastikpartikel gelangen ins Abwasser und schließlich wieder in den Wasserkreislauf –
denn gefiltert werden können sie nicht. Um starres Plastik biegsamer zu machen, werden bei der Herstellung Weichmacher eingesetzt. Die Weichmacher sind überall: in Spielzeug, Vorhängen, Fußböden und Lebensmittelverpackungen.

Knabberzeug wird im Bioladen in Tüten gefüllt.
Knabberzeug im Bioladen Quelle: dpa

Ein Alltag ohne Plastik: Das scheint unmöglich. Anneliese Bunk versucht es trotzdem. Den Anstoß für ihr plastikfreies Leben bekam sie durch den Kino-Dokumentarfilm „Plastic Planet“, der die Gefahren von Plastik und synthetischen Kunststoffen thematisiert. Anneliese Bunk kauft plastikfrei ein. Die Designerin hat einen Stoffbeutel entworfen, der die Plastiktüten von Obst, Gemüse und Brot beim Supermarkt-Einkauf ersetzt. Zusammen mit der Journalistin Nadine Schubert hat sie ein Buch geschrieben, in dem sie alltagstaugliche Tipps gibt, wie man Plastik vermeiden kann.

Plastik im Alltag vermeiden

Wer Plastik vermeiden möchte, muss vor allem seine Einkäufe bewusster planen: zum Beispiel Obst und Gemüse lose kaufen und in einer Stofftasche transportieren. Immer mehr Läden stellen sich darauf ein und verkaufen nur unverpackte Produkte. „Auch in konventionellen Läden gibt es Waren, die die nicht in Plastik verpackt sind. Man muss einfach bewusster einkaufen, sich fragen, ob man das wirklich braucht. Dann wandern eben Dinge wie eine Chipstüte nicht mehr in den Einkaufswagen“, sagt Bunk. Auch wenn das einzelne Produkt – gerade aus dem Bioladen – etwas teuer sei: „Durch das bewusste Einkaufen kauft man weniger und gibt weniger Geld aus, das man dann in loses Obst und Gemüse investieren kann. Wir zu Hause sparen eher Geld.“
Auch im Bad findet sich normalerweise sehr viel Plastik – anders bei Anneliese Bunk: Sie verwendet Seife statt Duschgel, festes Shampoo und Deo, Zahnbürsten aus Holz, Zahnputztabletten und selbstgemachte Bodylotion. Auch Reinigungs- und Waschmittel stellt sie selbst her.

Um unser Web-Angebot optimal zu präsentieren und zu verbessern, verwendet das ZDF Cookies. Durch die weitere Nutzung des Web-Angebots stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Näheres dazu erfahren Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Gemerkt! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Abonniert! Abo beendet