Asthma erfolgreich behandeln

Nicht heilbar, aber zu lindern

Verbraucher | Volle Kanne - Asthma erfolgreich behandeln

Asthma ist bis heute zwar nicht heilbar, kann aber mit Medikamenten in den meisten Fällen gut behandelt werden.

Beitragslänge:
4 min
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Video verfügbar bis 02.05.2017, 10:05

Asthma wird durch einen entzündlichen Prozess in den Schleimhäuten der Bronchien ausgelöst, wodurch sich diese verkrampfen. Die Folge ist Atemnot, die sich bis zu einem regelrechten Erstickungsanfall entwickeln kann. Asthma ist bis heute zwar nicht heilbar, kann aber mit Medikamenten in den meisten Fällen gut behandelt werden.

Der Begriff Asthma bezeichnet verschiedene Formen von chronisch entzündlichen Erkrankungen der Atemwege. Unterschieden wird dabei zwischen allergischem und nicht allergischem Asthma sowie Mischformen dieser beiden Typen.

Überreaktion des Immunsystems

Bei allergischem Asthma kommt es zu einer Überreaktion des Immunsystems auf bestimmte Reize. Dies können Pollen, Gräser, Katzen- oder Hundehaare aber auch Hausstaubmilben sein. Typischerweise entsteht allergisches Asthma bereits bei Kindern. Das nicht allergische Asthma tritt dagegen meist erst im Erwachsenenalter auf. Es entsteht etwa durch eine verschleppte Lungenentzündung, durch Medikamente, giftige Stoffe oder durch Rauchen.

Zudem gibt es zahlreiche Mischformen, die auf unterschiedliche Defekte des Immunsystems zurückzuführen sind. Gleich ist allen Asthmaformen, dass es zu einem entzündlichen Prozess in den Schleimhäuten der Bronchien kommt, wodurch sich diese verkrampfen. Die Folge ist Atemnot, die sich bis zu einem regelrechten Erstickungsanfall entwickeln kann.

Eine gefürchtete Komplikation ist ein lebensbedrohlicher Asthmaanfall, der sich auch nicht mit Medikamenten durchbrechen lässt: der Status asthmaticus. Er kann 24 Stunden und länger anhalten und für den Patienten tödlich verlaufen.

Spezielle Tests für sichere Diagnose

Die Diagnose einer Asthmaerkrankung ist nicht immer leicht, da die beschriebenen Symptome auch bei anderen Lungenerkrankungen, wie beispielsweise COPD oder Lungentumoren auftreten können. Deswegen gibt es zur Asthmadiagnose spezielle Tests:
- Hierzu zählen der Lungenfunktionstest,

- der Provokationstest

- sowie der Bronchospasmolyse-Test.

Bei Verdacht auf ein allergisches Asthma wird darüber hinaus ein Allergietest durchgeführt. Außerdem werden spezielle Blutuntersuchungen durchgeführt, die Aufschluss über bestimmte Antikörper geben können, die bei vielen Asthmatikern erhöht sind. Dies ist insbesondere deshalb von großer Bedeutung, da sie Aussagen über die mögliche Wirkung moderner Therapieansätze mit speziellen Entzündungshemmern liefern.

Nicht heilbar, aber mit Medikamenten zu lindern

Asthma ist bis heute zwar nicht heilbar, kann aber mit Medikamenten in den meisten Fällen gut behandelt werden. Bei vielen Asthmatikern, die an leichtem Asthma leiden, reicht die tägliche Gabe kortisonhaltiger Sprays zur Behandlung aus, um ohne Atembeschwerden über den Tag zu kommen. Dies führt zu einer lokalen Entzündungshemmung und damit zu einer besseren Belüftung der Bronchien.

Bei Patienten, die unter mittlerem oder schwerem Asthma leiden, ist neben der Inhalationstherapie mit Cortison die zusätzliche Gabe von entzündungshemmenden Medikamenten erforderlich, die eine Langzeitwirkung haben. Hierzu gehören in erster Wahl so genannte Betamimetika, sowie in zweiter Wahl Leukotrienantagonisten, Anticholinergika, Theophyllin und Kortisontabletten. Zusätzlich erhalten alle Patienten als Notfallspray ein schnell wirksames Betamimetikum, das im Bedarfsfall bei akuter Atemnot eingesetzt werden kann.

Biologische Therapie bei chronischem Asthma

Für schwerstkranke Patienten, die seit Jahren an allergischem Asthma leiden, und die mit der bisherigen Therapie nicht ausreichend behandelt werden können, stehen seit einigen Jahren spezielle Medikamente zur Verfügung: so genannte Biologica.

Dabei handelt es sich um spezielle Antikörper gegen die allergische Reaktion des körpereigenen Immunsystems. Sie zeigen zum Teil eine sehr gute Wirkung. Allerdings können die Behandlungskosten ca. 24.000 Euro pro Jahr betragen. Daher ist es für die behandelnden Ärzte eine verantwortungsvolle Aufgabe herauszufinden, welche Patienten von einer solchen Behandlung profitieren. Außerdem können diese Medikamente auch Nebenwirkungen bis zum allergischen Schock haben.

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