Auf die Kanaren reisen

Gran Canaria, Teneriffa, La Gomera und La Palma

Mildes Klima, Traumstände, ursprüngliche Natur und einheimische Märkte – wer Urlaub auf den Kanaren macht, den erwarten Erholung und faszinierende Eindrücke. „Volle Kanne“ stellt zwei große und zwei kleine kanarische Inseln vor und gibt Tipps für Ihren nächsten Urlaub.

Nahezu alle großen Charter- und Liniengesellschaften bieten mehrmals wöchentlich Flüge auf die Kanaren an. Besondere Genehmigungen für die Reise sind nicht erforderlich. Die Inseln gehören zu Spanien und es gelten die gleichen Pass- und Meldegesetze wie auf dem spanischen Festland. Deswegen genügt für EU-Staatsbürger zur Einreise der Personalausweis, alternativ ein gültiger Reisepass.

Strandurlaub auf Gran Canaria

Gran Canaria beheimatet alle Kontinente – mit ewigem Frühling und europäischem Komfort, mit orientalischem Flair und kosmopolitischem Treiben – und dies alles nur wenige Flugstunden von der Heimat entfernt. Die großen Touristenzentren bieten dem Urlauber jeden erdenklichen Komfort und Zeitvertreib. Doch trotz des Massentourismus hat sich die Insel ihre Ursprünglichkeit bewahrt. Die Insel selbst erkundet man am besten mit dem Mietwagen. Die interessanteste Route führt den Besucher einmal rund um die Insel. Wer fotografieren will, sollte die Tour am besten gegen den Uhrzeigersinn fahren. Dann steht die Sonne morgens und abends genau richtig für gute Aufnahmen. Im Süden von Gran Canaria liegt der Wasserpark „Aqualand Maspalomas". Er gehört zu den größten auf den Kanarischen Inseln und ist ein Erlebnisbad für Groß und Klein mit vielen Wasserrutschen.

Ein weiteres Highlight ist die „Rumfabrik von Arucas". Sie liegt etwa 15 Kilometer westlich von Las Palmas und ist die schönste Sehenswürdigkeit der Stadt. Sie gilt als Wahrzeichen für die kanarische Wirtschaftsgeschichte. 1884 wurde die Destille gegründet – in einer Zeit, als der Zuckerrohranbau auf Gran Canaria seine zweite Blütezeit erlebte. Der Fabrik ist ein Rum-Museum angegliedert. Hier erfahren Sie alles über die Geschichte und Technik der Schnapsbrennerei. Etliche Prominente, die hier zu Gast waren, haben sich auf den alten Holzfässern verewigt, wie zum Beispiel der ehemalige spanische König Juan Carlos.


Aktivurlaub auf Teneriffa

Vulkan Teide auf Teneriffa
Vulkan Teide auf Teneriffa Quelle: ZDF / Michael Bopp

Teneriffa ist die größte der kanarischen Inseln im Atlantik. Viele Urlauber schätzen das mediterrane Klima und genießen die Sonne an Strand und Meer. Teneriffa hat viel zu bieten: Neben dem höchsten Berg Spaniens und vielen windigen Küsten gibt es auch einzigartige vulkanische Landschaften zu entdecken. Während des ganzen Jahres gibt es zahlreiche kulturelle Feste, auf denen man kanarische Traditionen und Gastfreundschaft miterleben kann. Santa Cruz de Tenerife ist die Hauptstadt von Teneriffa. Die im Nordosten der Insel gelegene Stadt verfügt über eine eigene Stierkampfarena. Nachdem der Stierkampf aber vor einigen Jahren verboten wurde, wird sie nun vor allem für Konzerte und Aufführungen genutzt. Im Herzen der Stadt, gleich neben der Arena, befindet sich die Rambla de Santa Cruz. Die Flaniermeile bietet neben gewaltigen Bäumen und diversen Sitzmöglichkeiten auch eine Vielzahl an Cafés und ist bei Touristen wie Einheimischen gleichermaßen beliebt. Wer genug entspannt hat, kann auf der Calle Castillo nach Herzenslust shoppen. Auch der Turm der Kirche „Iglesia de Nuestra Señora de la Concepción", eines der Wahrzeichen von Santa Cruz, ist einen Abstecher wert.

Im Herzen Teneriffas liegt der Parque Nacional Del Teide. Der dortige Pico del Teide ist mit seinen 3718 Metern der höchste Berg Spaniens und gehört zu den mächtigsten Vulkanen der Welt. Wer gut zu Fuß ist, kann den circa dreistündigen Aufstieg ohne Hilfsmittel in Angriff nehmen. Aber auch ohne große körperliche Anstrengungen gibt es die Möglichkeit, in den Genuss des Vulkans zu kommen: Eine Seilbahn fährt mehrmals täglich bis nach La Rambleta, von dort sind es nur noch 200 Meter bis zur Spitze. Eine der beliebtesten traditionellen Sportarten auf Teneriffa ist der Ringkampf, Lucha Canaria. Dieser finden das ganze Jahr über auf der Insel statt.

Naturerlebnis La Gomera

Die kleineren Kanaren-Inseln La Palma und La Gomera sind von der ganz großen Touristenwelle bislang verschont geblieben. Hier findet der Urlauber noch unberührte Natur und ganzjährig milde Temperaturen. Wie ein Felsklotz ragt La Gomera aus dem Meer. Die Kanareninsel ist das ideale Ziel für Naturliebhaber.

La Gomera Strand
Küste auf La Gomera

Auf 900 Metern Höhe präsentiert sich der nebelverhangene Nationalpark Garanjonay – ein Millionen Jahre alter Wald, Unesco Weltnaturerbe und beliebtes Ziel für Wanderer. Am besten schließt man sich einer geführten Tour an. Im Valle Gran Rey gibt es viele Agenturen, die Touren in deutscher Sprache anbieten. In den 70er-Jahren wurde La Gomera vor allem als Aussteiger- und Hippie-Insel bekannt. Viele junge Menschen versuchten hier ihr Glück in einem alternativen Lebensstil zu finden. Übrig geblieben ist eine große deutsche Gemeinde. Ihr Ritual, beim abendlichen Sit-in am Strand von Valle Gran Rey in den Sonnenuntergang hinein zu trommeln, ist längst legendär. Lohnenswert ist ein Abstecher in das abgelegene Tal Vallehermoso im Nordwesten der Insel. Eine Inselrundreise mit einem Besuch des Wochenmarktes der Hauptstadt San Sebastián sollten Sie nicht versäumen.

Wandern und relaxen auf La Palma

La Palma Luftaufnahme
Luftaufnahme von La Palma Quelle: imago/imagebroker

„La isla verde" - die grüne Insel, so wird La Palma oft genannt. Auf rund 850 Kilometern Wanderwegen hat La Palma abwechslungsreiche Landschaften zu bieten, so auch rund um den Vulkankrater Caldera de Taburiente. Mit rund 30 Kilometern Umfang ist dies einer der größten Vulkankrater der Erde. Ausgangspunkt einer Wanderung ist das Örtchen Los Brecitos. Nach etwa zwei Stunden erreicht man das Bachbett des Río Taburiente. Wer früh am Morgen aufbricht, kann so größeren Wandergruppen entkommen. Auf jeden Fall sollten Sie zwischendurch genügend Pausen einlegen. Auch ein Ausflug zum höchsten Berg der Insel, den Roque de los Muchachos, ist lohnenswert. Dort befindet sich auf rund 2400 Metern Höhe die größte Sternwarte Europas.

La Palma ist mit rund 700 Quadratkilometern zwar eine Insel der kurzen Wege. Da öffentliche Verkehrsmittel aber nur unregelmäßig die wichtigsten Punkte der Insel bedienen, empfiehlt es sich, ein Auto zu mieten. Gleiches gilt für La Gomera. Egal ob Aktiv- oder Erholungsurlaub: Auf La Palma lässt es sich auch hervorragend relaxen. Vor allem im Westen von La Palma gibt es eine große Auswahl an Stränden, wie etwa den schwarzen Sandstrand Puerto Naos. Vor allem im Winter sind die Strände wegen der hohen Wellen ideal für Surfer. Von den vorherrschenden Luftströmen profitieren Gleitschirm- und Drachenflieger. Viele sehen in der Hauptstadt von La Palma, Santa Cruz, die schönste Stadt auf den Kanarischen Inseln. Seit 1990 steht der alte Ortskern unter Denkmalschutz. Im 16. Jahrhundert war die Stadt drittgrößter Handelshafen des spanischen Weltreichs.

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