Mythen rund um das Auge

Über die Augen nehmen wir rund 80 Prozent unserer Informationen aus der Umgebung auf. Man kann auch sagen: 10 Millionen Informationen pro Sekunde. Kein Wunder, dass sich viele Mythen um das Auge ranken. Wir klären fünf der bekanntesten Mythen.

5 min
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28.08.2020
28.08.2020
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 28.08.2021

Mythos 1: Möhren sind gut für die Sehkraft

Möhren enthalten Betacarotin, das der Körper in Vitamin A umwandeln kann. Und Vitamin A ist wichtig und notwendig für den Sehprozess. Aber: Wir können unsere Sehkraft nicht verbessern, indem wir viele Karotten essen, denn das Auge ist in der Lage das Vitamin A, das es für den Sehprozess benötigt, zum größten Teil zu recyclen. Es benötigt daher keinen ständigen Nachschub.

Überschüssiges Vitamin A wird vom Körper ausgeschieden, er kann es nicht speichern. Möhren zu essen, um die Sehkraft zu fördern, ist daher ein absoluter Mythos und falsch!

Mythos 2: Brillen verschlechtern die Sehkraft

Da muss man unterscheiden. Personen, die eine Brille tragen, weil sie fehlsichtig sind, verschlechtern durch ihre Brille nicht ihre Sehkraft. Anders ist es bei Alterssichtigkeit: Wer hier zu früh mit einer Brille korrigiert, der nimmt den Augen mit der Zeit immer mehr die Fähigkeit, selbst noch scharf stellen zu können. Die Brille übernimmt die ganze Arbeit, die Fähigkeit der Augen lässt dann immer mehr nach. Folge ist, dass man irgendwann nur noch mit einer Brille wirklich scharf sehen kann.

Bei Alterssichtigkeit nicht zu früh und nicht zu viel die Brille einsetzen.

Mythos 3: Wer extra schielt, dem bleiben die Augen stehen

Der Spruch gehört definitiv ins Reich der Mythen. Es gibt keinen nachgewiesenen Fall, in dem so etwas jemals passiert wäre. Wir bewegen unsere Augen mithilfe von Muskeln aktiv in die Schielstellung. Wenn wir die Augen nicht mehr bewusst nach innen bewegen, dann gehen sie wieder in die Ausgangsstellung zurück.

Mythos 4: Kontaktlinsen können hinter das Auge rutschen

Das stimmt definitiv nicht. Kontaktlinsen können beim Einsetzen nicht aus Versehen hinter das Auge rutschen. Aber sie können durchaus mal unter das Oberlid geraten. Der Betreffende bemerkt es, da er schlechter sieht und auch ein Fremdkörpergefühl empfindet. Die Kontaktlinse lässt sich wieder leicht entfernen, indem man nach unten blickt und durch Anheben des Lids die Linsen wieder herausnimmt.

Mythos 5: Erblinden - nicht in die Sonne schauen

Tatsächlich kann der direkte Blick in die Sonne zu erheblichem Schaden führen. Denn die extrem hohe Lichtenergie der Sonnenstrahlen wird in Wärme umgesetzt, was zu Verbrennungen an der Netzhaut führen kann. Die Wirkung ist letztlich wie ein Laserstrahl, der die hochempfindliche Stelle des schärfsten Sehens verbrennt. Die Netzhaut kann dabei so stark geschädigt werden, dass die Folge eine bis zu 90-prozentige Reduktion der Sehschärfe sein kann. Der Betroffene empfindet das als komplette Erblindung. Solche Schäden sind irreversibel. Daher grundsätzlich niemals direkt in die Sonne blicken!

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