An Weihnachten verreisen

So sind Sie günstig, schnell und flexibel unterwegs

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Verbraucher | Volle Kanne - An Weihnachten verreisen

Egal ob auf Straße oder Schiene: An Weihnachten herrscht reger Reiseverkehr. Melanie Schliebener von der Schlichtungsstelle Nahverkehr erklärt, wie man schnell, günstig und flexibel unterwegs ist.

Beitragslänge:
5 min
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Video verfügbar bis 09.12.2016, 09:59

Jedes Jahr vor Weihnachten rollt die Reisewelle über Deutschland. Egal, ob man sich für das eigene Auto, die Bahn oder den Fernbus entscheidet – voll wird es auf alle Fälle. Doch mit welchem Verkehrsmittel ist man am günstigsten, schnellsten und flexibelsten unterwegs?

Am 13. Dezember tritt der neue Fahrplan der Bahn in Kraft. „Die gute Nachricht ist, dass sich die Preise im Fernverkehr überwiegend nicht verändern“, berichtet Melanie Schliebener von der Schlichtungsstelle Nahverkehr in Nordrhein-Westfalen. Die Normalpreise und auch die Kosten für die Bahncard blieben stabil. Allerdings: „Im Nahverkehr erhöhen sich die Preise im Durchschnitt um zwei Prozent.“

Auch das Preissystem der Bahn bleibe erhalten, jedoch ändere sich der Name für den Normalpreis – der werde künftig „Flexpreis“ genannt, ermöglicht aber auch weiterhin die Fahrt ohne Zugbindung. Mit einem Ticket zum Sparpreis muss sich der Reisende auch künftig an einen bestimmten Zug binden. Verpasst man ihn, muss ein neues Ticket gekauft werden. „Neu ist, dass bei Sparpreisen die Vorverkaufsfrist entfällt. Je nach Verfügbarkeit kann ein Sparpreis auch noch kurz vor der Abfahrt gebucht werden“, erklärt Melanie Schliebener.

Günstige Reisen mit dem Fernbus

Reisebus
Der Trend zur Reise mit dem Fernbus ist ungebrochen. Quelle: dpa

Die Fernbusse machen der Bahn zunehmend Konkurrenz – und dank niedriger Preise ist der Trend ungebrochen: Laut dem Berliner Forschungsinstitut Iges ist die Zahl der Fernbuslinien im Zeitraum von Oktober 2014 bis Oktober 2015 um 74 auf insgesamt 326 Verbindungen gestiegen. Das entspricht einem Plus von 29 Prozent. Allein im vergangenen Jahr sind in Deutschland 16 Millionen Menschen mit dem Fernbus verreist. „Der Zulauf erklärt sich hauptsächlich durch den im Vergleich zur Bahn geringeren Fahrpreis“, erklärt Schliebener. Die Bahn habe bereits darauf reagiert und setze inzwischen den eigenen IC-Bus ein, den sie selbst als „kleinen Bruder“ der Bahn bewerbe. „Auch damit sind die Fahrten schon günstiger als mit der Bahn“, sagt die Expertin. Zwar gebe es immer mehr Fernbus-Anbieter, die auch kleinere Städte anfahren, die meisten Verbindungen gebe es aber nach wie vor zwischen Großstädten. In diesem Punkt hat wiederum die Bahn die Nase vorn, da man mit ihr auch kleine Orte in Deutschland erreichen kann.

Für Wirbel sorgte die Entscheidung, Fernbusse aus der Kölner Innenstadt zu verbannen. Des einen Leid ist des anderen Freud: „Seitdem sie den Kölner Hauptbahnhof nicht mehr anfahren dürfen, fahren die Fernbusse beispielswiese in Leverkusen los“, erklärt die Expertin. Sie rät deshalb dazu, im Internet auch nach Haltestellen in der Nähe des eigentlichen Abfahrts- oder Zielorts zu suchen.

Mit dem Auto flexibel unterwegs

Angesichts der sehr niedrigen Preise für den Fernbus, ist das Auto zwar noch immer das flexibelste Verkehrsmittel, die günstigste Variante, um von A nach B zu kommen, ist es aber nicht immer. Da lohnt es sich vor allem auf den Benzinpreis zu achten. „Wer sicher zu einem günstigen Preis tanken möchte, sollte die Tankstelle seiner Wahl beobachten, um herauszufinden, wann die Preise erhöht werden“, rät Melanie Schliebener. Die freien Tankstellen seien immer noch ein wenig günstiger als die der großen Konzerne. Letztendlich müsse aber jeder selbst für sich entscheiden, wie viel Aufwand man für eine möglichst günstige Tankfüllung betreiben möchte.

Für eine Autofahrt vor den Feiertagen rät Melanie Schliebener dazu, auf jeden Fall die Stauprognosen und den Wetterbericht zu beobachten. Zu empfehlen seien Winterreifen und Schneeketten, je nachdem wo man hinfahre. „Für längere Reisen sollten heiße Getränke und Proviant eigepackt werden. Der Kofferraum sollte so gepackt werden, dass man schnell an Dinge herankommt, die man während der Fahrt brauchen könnte. Unbedingt eine Decke einpacken“, rät sie und ergänzt, dass man speziell vor den Feiertagen immer mit einer längeren Reisezeit als geplant rechnen müsse – egal für welches Verkehrsmittel man sich entscheide.

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