Herbstliche Balkonbepflanzung

Tipps von Gartenexperte Elmar Mai

Herbstblumen

Verbraucher | Volle Kanne - Herbstliche Balkonbepflanzung

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Auch nach dem Sommer kann man Balkon und Terrasse noch mit schönen Pflanzen schmücken. Für Kübel und Kästen bietet sich eine Kombination aus spätblühenden Stauden und Miniaturgehölzen an. Gartenexperte Elmar Mai gibt Tipps rund um Pflanzung und Pflege.

Pflanzen für den Herbst haben keinen großen Zuwachs. Deshalb sollten sie dichter gesetzt werden als im Sommer. Da die attraktiven Blütenpflanzen schon beim ersten starken Frost leiden, ist es sinnvoll, farbige Gräser oder kleine Gehölze mit leuchtendem Beerenschmuck zu integrieren, die noch bis weit in den Winter hinein schön bleiben.

Die Erde in Kübeln oder Balkonkästen muss nach dem Sommer unbedingt ausgewechselt und durch hochwertige Qualitätserde ersetzt werden. Es gibt seit einigen Jahren auch torffreie Erde. Sie schont nicht nur die Ressourcen, sondern sie schrumpft und sackt außerdem nicht zusammen und hat aufgrund ihrer Konsistenz eine gute Wurzeleigenschaft. Allerdings gibt es auch einen Nachteil: Torffreie Erde verbraucht viele Nährstoffe und muss daher auch im Winter gedüngt werden. Bei der Herbstbepflanzung bietet sich ein organischer Langzeitdünger an. Man sollte die halbe Dünger-Dosis der angegebenen Menge einmal bei der Pflanzung dazugeben.

Farbige Gräser

Seggen
Verschiedene Arten der Segge eignen sich auch zur Balkonbepflanzung. Quelle: imago/Liedle

Fehlende Farbe im Balkonkasten lässt sich durch farbige Gräser ersetzen. Sie haben nicht nur eine lange Haltbarkeit bis in den späten Winter hinein. Es gibt auch Sorten mit gestreiften Blättern in gelb-grün oder weiß-grün. Sie verleihen dem Kasten einen schönen Kontrast, besonders wenn daneben ein weißbefilztes Blatt von Senecio zum Einsatz kommt.

Gräser wirken anmutig und verleihen der Balkonbepflanzung Leichtigkeit. Kombinationen von unterschiedlichen Blattmustern, -farben und Wuchsformen oder hängenden Pflanzen wie Pfennigkraut, Günsel, Efeu-Sorten oder Muehlenbeckia eignen sich gut, um die Balkonkästen zu verstecken.

Dekorativer Beerenschmuck

Viele Pflanzen tragen im Herbst einen dekorativen Beerenschmuck. Dazu gehören die Skimmia mit leuchtend roten Beeren, Pernettya in rosa oder weiß und die Gaultheria mit dunkelroten Beeren. Sehr spät und lang blühende Pflanzen wie Cyclamen (Mini-Alpenveilchen) oder Heide bringen noch lange Farbe in die Kästen – wenn der Frost spät einsetzt, fast bis Weihnachten. Von der Heide gibt es sogenannte Knospenblüher und Winterheiden, die lange blühen und noch Farbe bekennen, wenn schon längst Schnee liegt. Dazu gehören Orostachys (Chinesische Narrenkappe), Prunella (Rosenkugel), Abelia (Tausendblütenstrauch) und Ajuga (Kriechende Günsel).

Chrysanthemen
Chrysanthemen sorgen für Farbakzente.

Auch grünes und buntes Laub verleihen dem Herbst Farbe, wie verschiedene Heuchera oder Santolina (Heiligenkraut) sowie Calocephalus (Stacheldrahtpflanze), Houttuynia, Salbei, Thymian und Polstersedum. Herbstblüher wie Chrysanthemen, Astern oder Herbstzeitlose warten ebenfalls auf kurze Tage und erfreuen mit Farbakzenten.

Richtige Wasserversorgung

Bei Kälte verdunstet genauso viel Wasser wie bei Hitze. Daher muss auch im Herbst und Winter regelmäßig gegossen werden. „Besonders bei Frost gehen viele Pflanzen ein, nicht weil sie erfrieren, sondern weil sie vertrocknen“, erklärt Elmar Mai. Wenn die Erde im Kasten gefroren ist, können die Wurzeln kein Wasser aufnehmen. Die Blätter betreiben in der dunklen Zeit weiterhin Stoffwechsel und verbrauchen viel Wasser. Der Gartenexperte verrät einen Trick: „Besprühen Sie die Pflanzen bei Frost, um die Blätter mit einer Eisschicht vor dem Vertrocknen zu schützen.“

Hygiene ist wichtig: Vor der Winterruhe sollten alle verwelkten Blüten und Blätter sorgfältig abgesammelt, herausgeschnitten und alle noch so kleinen abgestorbenen Ästchen entfernt werden. Dieser Schnitt schützt die Pflanzen vor Pilzinfektionen im Winter.

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