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Besondere Herbstfrüchte

Pflegetipps von Anja Koenzen

Quittenbaum

Viele fast in Vergessenheit geratene Herbstfrüchte wie Quitten, Maronen, Mispeln oder Aronia erfreuen sich hierzulande wieder wachsender Beliebtheit. Damit sie auch im heimischen Garten gedeihen, gibt Pflanzenexpertin Anja Koenzen wertvolle Pflegetipps.

18.10.2018
18.10.2018
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Quitten

Quitten sind eine eigenständige Gattung und gehören wie Apfel und Birne zur Familie der Rosengewächse. Unterschieden wird meist zwischen Apfelquitten und Birnenquitten. Zu den empfehlenswerten Sorten zählt beispielsweise ‚Cydora Robusta‘, deren Früchte bei zu später Ernte allerdings zur Fleischbräune neigen. ‚Cydopom‘ ist ebenfalls robust und ihre toll duftenden Früchte sind recht früh reif. Am besten erntet man sie, wenn die Farbe von Hellgrün auf Hellgelb umschlägt. ‚Cydora‘ gehört ebenfalls zu den frühen Sorten und sollte geerntet werden, wenn die Farbe der Früchte auf Gelb umschlägt.

Edelkastanien oder Maronen

Maronenbaum
Maronenbaum
Quelle: imago/blickwinkel

Edelkastanien werden auch Esskastanien oder Maronen genannt. Botanisch betrachtet gehören Maronen wie die namensgebenden Rotbuchen zur Familie der Rotbuchengewächse (Fagaceae), bleiben jedoch etwas kleiner. Sie werden hierzulande nur in klimatisch günstigen Lagen bis zu 30 Meter hoch und bilden bei freiem Stand ausladende, bis zu 20 Meter breite Kronen. Für den Hausgarten sind Fruchtsorten wie ‚Marigoule’, ‚Bouche Rouge’ und ‚Bouche de Bétizac‘ aus Frankreich geeignet oder auch ‚Tisenser’ und ‚Ecker’ aus Österreich. Veredelte Fruchtsorten liefern meist schon nach drei oder vier Jahren die ersten Früchte, worauf man bei Wildformen hingegen viele Jahre warten muss.

Mispeln

Japanmispel
Japanmispel
Quelle: imago/blickwinkel

Auch wenn der botanische Name ‚Mespilus germanica‘ heißt, stammen Mispeln ursprünglich aus dem asiatischen Raum. Die Mispel gehört zur Familie der Rosengewächse und kann 70 Jahre und älter werden. Im Mai und Juni erscheinen Blüten, gegen Ende Oktober reifen die Früchte. Geerntet werden sie nach dem ersten Frost, denn erst durch  diesen entwickeln sie ihre Süße. Erst wenn die Früchte dunkle Flecken auf der Schale zeigen, sollten sie gepflückt werden. Mispeln sollte man vor dem Verzehr am besten einige Zeit lagern, dadurch wird das Fruchtfleisch weicher und aromatischer.

Aronia

Aronia
Aronia
Quelle: imago/Science Photo Library

Die Aronia (‚Aronia melanocarpa‘ – auch Schwarze oder Kahle Apfelbeere genannt) ist gesund und wird nun wieder neu entdeckt. Die Beeren der Wildobstart enthalten reichlich Vitamine, viel Folsäure, Eisen, Jod und vor allem Anthocyane. Beheimatet ist die Pflanze in Nordamerika. Es gibt verschiedene Sorten, am bekanntesten sind in Deutschland die Sorten ‚Viking‘ und ‚Nero‘.

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