Betrug beim Onlineshopping

Vorsicht vor betrügerischen Händlern und Fake-Shops

Verbraucher | Volle Kanne - Betrug beim Onlineshopping

Eine neue Masche von Betrügern im Onlinehandel ist es, sich im Umfeld seriöser Shopping-Portale zu tummeln. Ulrike Brunswicker-Hoffmann erklärt, wie Sie sich vor Betrügern schützen können.

Beitragslänge:
6 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 03.05.2017, 14:00

Der Einkauf im Internet wird immer beliebter – und damit wird es auch für Betrüger immer interessanter, beim Onlineshoppen Kasse zu machen. Ihr Masche: Sie nutzen ein seriöses Umfeld für ihre Betrugsversuche. Mehr denn je sollten Nutzer beim Einkauf im Internet kritisch sein.

Wer Elektrogeräte online kaufen will, landet fast immer auf den Seiten großer Online-Shops. Auf einigen Portalen bieten nicht nur der Betreiber selbst, sondern auch Einzelhändler ihre Waren an. Immer wieder gelingt es Betrügern in diesem Umfeld Fallen zu stellen: Als Lockangebote stellen sie hochwertige Elektrogeräte zu sagenhaften Preisen ein. Die Abwicklung des Kaufs soll aber plötzlich nicht über das Portal laufen, sondern das Geld direkt an den Händler überwiesen werden. Wer zahlt, kann eine böse Überraschung erleben: Die Ware wird nie verschickt – das Geld ist futsch.

Zwischen Schnäppchen und Falle zu unterscheiden, kann mitunter schwierig sein – vor allem, wenn sich unseriöse Händler mit der Präsenz auf einem bekannten Shopping-Portal einen seriösen Anstrich verpassen wollen. „Ein Indiz für ein unseriöses Angebot könnte sein, dass der Preis weit unter dem Ladenpreis liegt, Vorkasse verlangt wird und das Geld ins Ausland überwiesen werden soll“, warnt Ulrike Brunswicker-Hoffmann von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Kommen alle diese drei Kriterien zusammen, rät sie, lieber die Finger von dem Kauf zu lassen.

Vorsicht, Fake-Shops!

Ein weiteres Ärgernis beim Onlineshopping sind sogenannte Fake-Shops: Auf den ersten Blick sehen die Seiten wie seriöse Einkaufsseiten aus. Doch in Wirklichkeit bekommen die zahlenden Kunden niemals ihre bestellten Waren geliefert – schließlich existiert der Shop nur, um an das Geld der Nutzer zu gelangen. Auch Fake-Shops könne man daran erkennen, dass sie mit extrem niedrigen Preisen auf Kundenfang gehen und man Vorkasse leisten müsse, sagt die Verbraucherschützerin. Hinzu komme, dass es nur wenige oder gar keine Informationen über den Betreiber der Seite gebe oder im Impressum eine obskure ausländische Adresse als Firmensitz angegeben sei.

Ulrike Brunswicker-Hoffmann rät vor dem Kauf in einem unbekannten Onlineshop darauf zu achten, dass die Identität des Anbieters eindeutig angeben ist und Angaben zum Widerrufs- und Rückgaberecht leicht auffindbar und klar verständlich formuliert sind, etwa im Impressum. Zudem sei eine Recherche in Verbraucherforen oft hilfreich: Häufen sich Beschwerden über einen bestimmten Anbieter, solle man lieber von einem Kauf absehen. Einen wichtigen Anhaltspunkt über die Seriosität eines Händlers liefern auch Gütesiegel. Wer auf einen betrügerischen Onlineshop hereingefallen ist, sollte umgehend Strafanzeige bei der Polizei stellen – und unbedingt seine Passwörter ändern, wenn zur Anmeldung im Shop ein Passwort verwendet wurde, das noch auf anderen Seiten in Gebrauch ist.

Um unser Web-Angebot optimal zu präsentieren und zu verbessern, verwendet das ZDF Cookies. Durch die weitere Nutzung des Web-Angebots stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Näheres dazu erfahren Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Gemerkt! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Abonniert! Abo beendet