Bitcoins - Das kleine Einmaleins der Kryptowährung

Verbraucher | Volle Kanne - Bitcoins - Das kleine Einmaleins der Kryptowährung

Wer rechtzeitig in Bitcoins investiert hat, kann sich über deutliche Gewinne freuen, denn der Kurs der Kryptowährung ist in den letzten Monaten explodiert. Volle Kanne erklärt, was es mit Bitcoins auf sich hat und wie das System der Währung funktioniert.

Beitragslänge:
8 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 21.12.2018, 09:05

Bitcoin ist eine digitale Währung, die anhand eines Programms im Netz generiert wird. Um einen Bitcoin zu erzeugen, muss der Rechenprozess in ein bestimmtes Schema passen. Durch die Programmierung ist die Anzahl der Bitcoins auf 21 Millionen begrenzt. Diese Art von Währung nennt man Kryptowährung. Der Bitcoin war der erste seiner Art. Inzwischen gibt es eine Menge anderer Kryptowährungen, beispielsweise Ethereum oder Litecoin.

Der Erfinder ist angeblich ein Satoshi Nakamoto. Das ist ein Pseudonym und bis heute ist nicht bekannt, wer dahinter steckt. Der Grundgedanke ist die Vision einer Welt, in der man die Banken nicht mehr braucht, in der auch die Notenbanken überflüssig sind und Geld unabhängig von Staatsmacht und Politik ist. Basis dieses Gedankens sind die Erfahrungen aus der Finanzkrise 2008, die viele Menschen in Not und Elend gestürzt hat.

 Durch Knappheit attraktiv

Es klingt paradox: Mit Bitcoins kann man nur wenig kaufen, der Wert steigt jedoch kontinuierlich. Wie jede Währung basiert der Bitcoin auf einem gesellschaftlichen Konsens: Solange genügend Menschen einer Tauscheinheit einen gewissen Wert beimessen, ist sie werthaltig. Entscheidend ist dabei das Vertrauen in die Währung. In Zeiten ungebremster Geldschöpfung der Zentralbanken mit Niedrigzinsen erscheint der Bitcoin durch seine systemimmanente Knappheit als attraktiv. Deswegen ist zum Beispiel auch in Ländern mit unstabilen Landeswährungen, etwa in Venezuela oder Indien, eine besonders hohe Nachfrage zu beobachten.

Der Wert des Bitcoins hat sich in den letzten Jahren extrem gesteigert, allein in diesem Jahr um das 20-fache. Inzwischen wird die Kryptowährung auch an der Börse gehandelt. Ginge die Wertsteigerung in diesem Tempo weiter, würde ein Bitcoin Ende 2018 einen Wert von 400.000 Dollar haben – eine Entwicklung, die zwangsläufig irgendwann enden muss. Durch den Hype ist der Bitcoin zu einem Spekulationsobjekt geworden und von der anfänglichen Vision ist nur wenig geblieben.

Nicht gerade umweltschonend

Die Generierung der Bitcoins erfordert eine immense Rechnerleistung, die wiederum nur durch große Mengen an Strom möglich ist. Einem Bitcoin allein stehen im Moment Stromkosten von etwa 1000 Euro gegenüber. Es gibt riesige Minerfarmen, etwa in China oder Island – das sind Häuser und Hallen, bis obenhin mit Servern gefüllt, die allein der Generierung von Bitcoins dienen.  

Interessanterweise sind Bitcoins etwa in China und Russland nicht als Zahlungsmittel anerkannt. Das sind Länder, in denen die Währung staatlich festgesetzt wird. Eine Kryptowährung würde die staatliche Macht untergraben.

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