Blühendes Balkonien

Gartenbauexpertin Diana Helbig über Pflanzgefäße

Verbraucher | Volle Kanne - Blühendes Balkonien

Die Balkonsaison startet wieder und es wird Zeit für eine abwechslungsreiche Bepflanzung. Pflanzenexpertin Diana Helbig gibt Tipps zu Balkonkästen und den geeigneten Substraten.

Beitragslänge:
9 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 27.04.2017, 10:09

Um auf Balkon oder Terrasse Pflanzen zu kultivieren, braucht man Gefäße. Gartenbauexpertin Diana Helbig erklärt, worauf man dabei achten sollte.

Ob Tontöpfe oder Kunststoffkästen – das Bestücken von Pflanzgefäßen folgt im Wesentlichen immer dem gleichen Schema. Gartenbauexpertin Diana Helbig: „Wenn keine Löcher im Boden vorhanden sind, sollte man welche bohren.“ Das gelte natürlich nicht für Kästen mit integriertem Wasserspeicher, die bräuchten wegen ihres Überlaufs keine Löcher.

Blähton und Blumenerde

Als unterste Schicht solle man Blähton in die Pflanzgefäße füllen: „Anschließend gibt man hochwertige Blumenerde hinzu, setzt die Pflanzen ein, füllt die Lücken mit Erde aus und gießt an.“ Zum Thema „Qualitätserde“ sagt Helbig: „Die enthält eine Grunddüngung, die für vier bis sechs Wochen ausreicht. Der pH-Wert sollte zwischen 5,5 und 6,5 liegen, wobei der durch das Gießen mit Leitungswasser ansteigen kann. Außerdem ist ein hohes Porenvolumen wichtig, das die Durchlüftung fördert.“ In jedem Fall müsse die verwendete Erde frei von „Unkräutern, Schädlingen und Krankheiten“ sein.

Wenn man gebrauchte Pflanzgefäße neu bestücken will, sollte man sie vorher gründlich reinigen, um so etwaige Sporen von Pilzen zu beseitigen. Die Innenwände kann man mit einer Bürste ausschrubben, Kalkränder mit Essigessenz lösen – abschließend mit klarem Wasser gründlich ausspülen.

Vollsonnig, halbschattig, vollschattig

Elfensporn
Elfensporn liebt die Südlage.

Bei der Auswahl der Pflanzen sei neben optischen Kriterien, wie Größe, Form und Farbe, vor allem der Standort des Pflanzgefäßes entscheidend. Für sogenannte Sonnenkästen, die in Südlage (vollsonnig, halbschattig) angebracht sind, seien unter anderem Elfensporn (geringer Wasserbedarf), Strauchmargeriten (mittlerer Wasserbedarf) und Petunien (hoher Wasserbedarf) geeignet. Für Schattenkästen in Nordlagen (vollschattig) empfiehlt Helbig unter anderem Fuchsien und Begonien (mittlerer Wasserbedarf).

Beim Gießen der Pflanzen müsse man sich natürlich an der Wetterlage orientieren: „Nicht so häufig, wenn es kühl und feucht ist. Aber bei heißem Wetter oder starkem Wind auf Vorrat wässern.“ Generell dürfe die Erde nicht vollständig austrocknen. Der beste Zeitpunkt zum Gießen seien die frühen Morgenstunden: „Die Pflanzen stärken sich für den Tag und können gut abtrocknen, was Krankheiten und Schädlingen vorbeugt.“ Am Ende des Sommers solle man den Pflanzen insgesamt mehr Wasser geben: „Der Kasten ist gefüllt mit Pflanzen und vielen Wurzeln, so dass die Speicherfähigkeit des Substrats abnimmt.“

Trockenkästen

Menschen, die viel unterwegs sind, können sich einen sogenannten Pendler- oder Trockenkasten anlegen. Der enthält Pflanzen, die kürzere Trockenphasen überleben können. Dazu zählen unter anderem Hängende-, Stehende- und Duftpelargonien.

Damit die Pflanzen „üppig und schön“ werden, bräuchten sie „viele Nährstoffe in einem ausgewogenen Verhältnis“ – insbesondere Stickstoff (N), Phosphor (P), Kalium (K) und Spurenelemente, wie sie in den sogenannten NPK-Düngern enthalten sind. Bei richtiger Anwendung – also weder zu hoch noch zu niedrig dosiert – könne man mit derartigen Düngern „das Wachstum von Trieben, Blättern und Blüten fördern“.

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