Blütenpracht mit Hortensien

Gartentipps von Elmar Mai

Verbraucher | Volle Kanne - Blütenpracht mit Hortensien

Sie sind eine Zierde für jeden Garten. Elmar Mai gibt Tipps, wie Hortensien gut gedeihen.

Beitragslänge:
7 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 21.06.2017, 14:00

Um den Garten mit frischen Farbtupfern zu verschönern, eignen sich besonders Hortensien. Berücksichtigt man den richtigen Schnittzeitpunkt, hat man viel Freude an der Blütenpracht. Gartenexperte Elmar Mai gibt Tipps, worauf Sie beim Düngen und dem Standort achten sollten.

Hortensien sind Sommerblüher und schmücken den Garten zwischen Juli und September. Sie kommen in Asien und in den östlichen Teilen Amerikas in etwa 80 verschiedenen Arten im gemäßigten Klima vor. Sie blühen mit großen Blütenständen in Weiß, Blau und allen Rot- und Rosatönen bis hin zum dunklen Violett jeweils an den Enden der im Vorjahr gebildeten Neutriebe. Daher ist der richtige Schnittzeitpunkt für eine reiche Blüte besonders wichtig. Je nach Art werden Hortensien unterschiedlich stark und zu einem unterschiedlichen Zeitpunkt zurückgeschnitten.


Standort und Boden

Hortensien mögen keine kalkhaltigen Böden und auch keine trockenen Standorte. "Schließlich setzt sich der botanische Name Hydrangea aus ‚hydro‘ für Wasser und ‚angeion‘ für Kelch zusammen, was auf einen großen Durst schließen lässt", erläutert Gartenexperte Elmar Mai und warnt: "Allerdings vertragen diese Pflanzen keine Staunässe." Hortensien können mit vielen Stauden wie Eisenhut oder Rittersporn kombiniert werden. Es sollten aber Großstauden sein, sonst wirken sie nicht, so der Experte. Die meisten Hortensien gedeihen am besten im Halbschatten, es gibt aber auch Sorten, die sich für sonnige Standorte eignen. Hortensien mögen nahrhafte, tiefgründige, lehmig-humose und saure Böden mit genügend Feuchtigkeit. Schließlich wachsen in ihrer Heimat viele Arten im Bereich der Flussläufe, weiß Experte Mai.

Blaue Hortensien
Blaue Hortensie

Hortensien halten sich blühend an einem hellen Standort mehrere Wochen auch im Zimmer und können nach dem Abblühen wie Gartenpflanzen ins Freie gesetzt werden. Dort entwickeln sie sich ganz normal weiter. Sie können in Kübeln auf der Terrasse oder dem Balkon weiter kultiviert werden. Rispenhortensien sind dabei beispielsweise robuster als Bauernhortensien. Letztere vertrocknen leicht bei Frost im Winter – müssen also auch im Winter regelmäßig gegossen werden.

Richtig Düngen

Blaue Hortensien sind beim Düngen ein Spezialfall. Damit sie ihre Farbe beibehalten, brauchen sie einen speziellen Dünger: Hortensienblau, das Aluminiumsalze enthält. Bekommt eine blaue Hortensie diese Aluminiumsalze nicht, so zeigt sie irgendwann das ursprüngliche Rosa. Für alle anderen Hortensien reicht ein gewöhnlicher „Volldünger“ oder organischer Dünger aus. Bei der Dosierung sollte auf die Angaben des Herstellers geachtet werden.

Farbenfrohe Sortenvielfalt

Man unterscheidet Teller- und Ballhortensien, je nachdem, ob der Blütenstand eher flach und tellerartig oder eher kugelig ausgebildet ist.

Hydrangea arborescens (Waldhortensie): ein Strauch aus Nordamerika mit auffallend großen, weißen und flachen Blütenbällen. Er zeichnet sich durch sehr große Laubblätter und eine rote Herbstfärbung aus.
Hydrangea paniculata (Rispenhortensie): ein kleiner Strauch für sonnige Standorte. Sie ist spät blühend und daher besonders wertvoll für den Garten. Die Blüten zeigen sich in pyramidenartigen Rispen. Ein starker Rückschnitt im zeitigen Frühjahr ist erforderlich.
• Die Unterart Hydrangea paniculata sargentiana (Samthortensie) breitet sich durch Ausläufer aus und weicht im Wuchs und in der Blütenform etwas ab. Die Blüte ist deutlich früher, von Juni bis August. Sie eignet sich für feuchte Standorte, in der Sonne drohen Verbrennungen.
Hydrangea aspera ‚Macrophylla’ (Riesenblatt-Hortensie): stammt aus dem Himalaya und bildet imposante Sträucher für den Gartenhintergrund und hat sehr große Schirmrispen. Die sehr großen, rauen Laubblätter fallen im Herbst ab.
Hydrangea macrophylla (Japan- oder Bauernhortensie): stammt aus Japan und war dort lange Zeit dem Kaiser vorbehalten. Es ist die am meisten verbreitete aller Hortensien mit den meisten Sorten. Die Blütenformen sind sehr unterschiedlich - von ballförmig bis scheibenförmig mit sehr großen Randblüten.
Hydrangea petiolaris (Kletterhortensie): sehr schattenverträgliche Kletterpflanze mit selbst kletternden Haftwurzeln. Weiße Tellerblüten sind von kurzer Dauer im Juli.
Hydrangea quercifolia (Eichenblatt-Hortensie): eine botanische Rarität mit ungewöhnlichen Blättern und einer berauschenden Herbstfärbung. Die Blüte ist eher unscheinbar.

Um unser Web-Angebot optimal zu präsentieren und zu verbessern, verwendet das ZDF Cookies. Durch die weitere Nutzung des Web-Angebots stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Näheres dazu erfahren Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Gemerkt! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Abonniert! Abo beendet