Zwiebeln pflanzen und Kompostieren

Elmar Mais Gartentipps für den September

Verbraucher | Volle Kanne - Zwiebeln pflanzen und Kompostieren

Warum man Blumenzwiebeln schon jetzt pflanzen sollte und wie man Gartenabfälle richtig nutzen kann, erklärt Pflanzenexperte Elmar Mai.

Beitragslänge:
7 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 31.08.2017, 14:00

Damit Balkon und Garten im Frühjahr in bunter Blütenpracht erstrahlen, sollte man bereits im September mit dem Pflanzen von Blumenzwiebeln beginnen. Gartenexperte Elmar Mai erklärt, was man dabei beachten muss. Außerdem gibt er Tipps zum Kompostieren und zeigt, wie man Gartenabfälle richtig nutzen kann, um hochwertigen Dünger herzustellen.

Blumenzwiebeln sind im September optimal ausgereift. Je früher sie gepflanzt werden, desto schneller können sie sich einwurzeln und den Winter unbeschadet überstehen. Im Oktober hat der Boden noch milde Temperaturen. Dadurch wird die Wurzelbildung gefördert. Jetzt beginnt auch schon der Stoffwechsel. So sind sie robuster als Blumenzwiebeln, die später gesetzt werden.

Zwiebel- und Standortwahl

Die Zwiebeln sollten eine intakte Schale haben und fest sein. Außerdem sollten sie nicht von Schimmelpilz befallen sein. Wichtig beim Einpflanzen ist die Pflanztiefe. Diese sollte immer die doppelte Höhe der Zwiebel haben. Je größer die Zwiebeln, umso besser blühen sie. Elmar Mais Tipp: „Bei Narzissen die ‚Nasen‘ zählen, denn sie bilden Tochterzwiebeln. Drei Nasen sind optimal.“

Blumenzwiebeln lassen sich sowohl im Balkonkasten oder Kübel als auch im Gartenbeet kultivieren. Im Garten sollten sie am besten unter Laubbäume gepflanzt werden, weil sie dort genau die Bedingungen vorfinden, die sie aus ihrer Heimat kennen (kalte, feuchte Winter und heiße, trockene Sommer).

Richtig Kompostieren

Mit dem beginnenden Herbst stehen im Garten viele Arbeiten ein, bei denen erhebliche Mengen organischer Abfälle anfallen: Gehölzschnitt, erstes Herbstlaub oder Abfälle vom Gemüsebeet. Auch die ersten Blumenkästen werden unansehnlich und können mitsamt der Erde auf dem Kompost entsorgt werden. Kompost im Garten hat viele Vorteile, vor allem bietet er dem Pflanzenboden eine optimale Nährstoffversorgung.

Als Grundlage benötigt man einen Komposter. Speziell mit Rasenschnitt vermischt, rottet der Kompost erstaunlich schnell und kann dann sogar in einem frühen Stadium zwischen Stauden, unter Sträuchern oder Bäumen ausgebracht werden. Regenwürmer freuen sich über so viel Nahrung und danken es mit einem lockeren und fruchtbaren Boden. Diese Technik nennt sich Flächenkompostierung und hat viele positive Eigenschaften für den Boden. Der Kompost sollte genügend Zeit zum Ausreifen haben. Kompost ist in seinem Nährstoffgehalt nicht einheitlich, aber auf jeden Fall sind Spurenelemente vorhanden. Enthält der Kompost viel Grasschnitt, ist er stickstoffhaltig, ist viel Laub oder gehäckseltes Holz enthalten, ist er eher stickstoffarm. In diesem Fall sollte man zur besseren Verrottung Hornspäne oder Mist zusetzen.

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