Obst und Gemüse einmachen

Tipps von Ernährungsexpertin Brigitte Bäuerlein

Verbraucher | Volle Kanne - Obst und Gemüse einmachen

Bevor der Herbst beginnt, hat das Einmachen Hochkonjunktur. So kann man die Früchte und das Gemüse des Sommers für die kalten Tage konservieren. Brigitte Bäuerlein zeigt, worauf es dabei ankommt.

Beitragslänge:
7 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 16.09.2017, 14:00

Konservierung macht Lebensmittel länger haltbar und erleichtert deren Aufbewahrung. Zum Ende des Sommers hat das Einmachen Hochkonjunktur. Ernährungsexpertin Brigitte Bäuerlein liefert nützliche Tipps und verrät Rezepte.

Obst und Gemüse eignen sich besonders für das Einmachen im Glas, aber auch Soßen oder besondere Zubereitungen mit Fleisch oder Fisch können auf diese Weise konserviert werden. Das Einmachgut erhält seine Haltbarkeit durch das luftdichte Verschließen und anschließende Kochen in zuvor sterilisierten Gläsern. Aber auch das Einfüllen von vorher erhitzten Speisen in sterile Gläser mit nachfolgendem Auskühlen ist eine Form des Einmachens. Luftdicht abgeschlossene und im Glas erhitzte Lebensmittel können nicht mehr von Bakterien oder Schimmelpilz befallen werden.

Einmachgut und Gefäß

Bei der Wahl des Einmachgutes sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt. Durch die Zugabe von Alkohol, Essig, Kräutern, Gewürzen oder Süßungsmitteln entstehen leckere Köstlichkeiten ohne Geschmacksverstärker und künstliche Zusatzstoffe. Heiß abgefüllte Marmeladen, Konfitüren und Gelees können nach dem Kochen mit einem Schuss Likör oder Rum verfeinert werden. Bei geringen Mengen (bis drei Esslöffel) wird die Gelierung davon nicht behindert. Außerdem trägt der Alkohol zu einer längeren Haltbarkeit bei. Die Zugabe von nicht mitgekochten Kräutern oder fetthaltigen Zutatenwie Nüssen oder Kokosflocken verkürzt dagegen die Haltbarkeit. „Man sollte immer kleinere Mengen einkochen“, rät Ernährungsexpertin Brigitte Bäuerlein. Größere Mengen benötigen längere Kochzeiten. Das führt zu Vitaminverlust und beeinträchtigt Farbe und Konsistenz der Lebensmittel.

Zum Einmachen können Twist-Off-Gläser (Gläser mit Schraubverschluss) oder spezielle Einmachgläser mit Gummiring, Glasdeckel und Klammer verwendet werden. Bei der Verwendung von Twist-Off-Gläsern sollte man nach dem Abkühlen den Deckel kontrollieren. Dieser sollte sich in der Mitte leicht eingezogen haben und nur mit Kraft zu öffnen sein. Brigitte Bäuerlein: „Beim Öffnen muss ein deutliches ‚Plopp‘-Geräusch zu hören sein, ansonsten war der Deckel nicht luftdicht verschlossen.“ Verwendet man Einmachgläser, sollte der Gummiring in kochendem Wasser sterilisiert und der Glasdeckel vor dem Einkochen mit einer Klammer fixiert werden.

Richtige Aufbewahrung

Eingemachtes sollte man an einem dunklen und kühlen Ort aufbewahren. „Dunkelheit unterstützt die Gelierung im Glas. Tageslicht und Wärme können Farbe und Konsistenz verändern“, weiß die Ernährungsexpertin.

Fertig gelagerte Einmachgläser sollte man regelmäßig kontrollieren. „Sollte der Deckel nicht gut verschlossen sein oder sich leicht lösen, den Inhalt bitte unbedingt entsorgen, denn in nicht mehr sterilen Gläsern können sich krankmachende Keime entwickeln“, gibt Brigitte Bäuerlein zu bedenken. Die geöffneten Gläser unbedingt im Kühlschrank aufbewahren und rasch verzehren.

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