Brustkrebs bei Männern

Brustkrebs bei Männern ist zwar deutlich seltener als bei Frauen - aber auch gefährlicher. Häufig wird bei Männern die Diagnose erst dann gestellt, wenn es schon zu spät ist. Doch wann sollte "Mann" zum Arzt gehen?

Beitragslänge:
4 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 01.04.2020

Brustkrebs bei Männern ist extrem selten, denn jährlich gibt es deutschlandweit nur ca. 600 Neuerkrankungen. Im Vergleich dazu tritt Brustkrebs bei ca. 70.000 Frauen auf. In den meisten Fällen wird Brustkrebs bei Männern deutlich später diagnostiziert als bei Frauen, da viele der Betroffenen überhaupt nicht wissen, dass es Brustkrebs bei Männern gibt und deswegen mit Veränderungen oder Schmerzen an ihrer Brust häufig nicht sofort zum Arzt gehen. Viele Männer ignorieren die Symptome zunächst, sodass bei ihnen die Brustkrebs-Diagnose oft erst dann gestellt wird, wenn der Krebs bereits vorangeschritten ist und sich bereits Metastasen gebildet haben. Außerdem gibt es keine empfohlene Vorsorgeuntersuchung wie bei Frauen. Entsprechend ungünstig ist bei vielen der betroffenen Männer die Prognose.

Ursachen

Wie auch bei Frauen kennen Mediziner bis heute keine konkreten Ursachen, die zu einer Brustkrebserkrankung führen. Allerdings gibt es ein erhöhtes Risiko bei Männern in deren Familien Brustkrebs aufgetreten ist.

Symptome

Typisch für eine Brustkrebserkrankung beim Mann ist ein einseitiger, schmerzloser nicht verschiebbarer Knoten in der Brust. Dieser ist bereits zu Beginn der Erkrankung tastbar. Außerdem kommt es häufig zu einer einseitigen Veränderung an der Brustwarze, die ihre Form und Größe verändert und sich oft auch einzieht. Weitere Symptome sind ein Ausfluss aus der Brustwarze, der klar, blutig oder eitrig sein kann sowie Schorf oder dauerhafte Entzündungen der Brustwarze.

Diagnose

Die Diagnose Brustkrebs lässt sich durch eine Ultraschalluntersuchung - und auch bei Männern durch eine Mammografie - stellen. Auch bei geringem Brustdrüsengewebe lässt sich die Untersuchung durchführen. Mit hundertprozentiger Sicherheit lässt sich die Diagnose Brustkrebs jedoch erst durch eine Biopsie stellen. Bei einem positiven Befund werden weitere Untersuchungen durchgeführt, die Aufschluss darüber geben, ob sich der Brustkrebs bereits ausgebreitet und in anderen Organen Metastasen gebildet hat.

Therapie

Es gibt keine pauschale Behandlung der Brustkrebserkrankung, da diese von den Veränderungen der Erbsubstanz in den Zellen des Brustdrüsengewebes abhängig ist. Die Therapie ist daher von Patient zu Patient unterschiedlich. Prinzipiell steht aber die chirurgische Entfernung des Tumors an erster Stelle, damit sich bösartige Zellen im Körper nicht weiter ausbreiten können. Im Anschluss ist gegebenenfalls eine Bestrahlung erforderlich, um das lokale Widerauftreten eines Tumors zu verhindern. Auch wenn sich keine Metastasen nachweisen lassen, ist es möglich, dass sich bereits Krebszellen im Körper verbreitet haben. Häufig wird vor einer Operation eine sogenannte adjuvante Therapie empfohlen.

Prognose

Die Prognose beim Brustkrebs bei Männern ist gut, wenn er frühzeitig erkannt und behandelt werden kann. Deutlich schlechter ist die Prognose, wenn sich bereits Metastasen in anderen Organen gebildet haben.

Weitere Gesundheitsthemen

Frau schläft am Arbeitsplatz

Verbraucher | Volle Kanne - Schlaflose Gesellschaft

Mediziner Dr. Weeß erläutert, woher die Schlaflosigkeit kommt.

Videolänge:
9 min
Mädchen schaut auf ein Handy.

Verbraucher | Volle Kanne - Kurzsichtigkeit nimmt zu

Derzeit ist circa ein Drittel der Deutschen kurzsichtig - Tendenz steigend

Videolänge:
4 min
Dr. Yael Adler

Verbraucher | Volle Kanne - Tabuthema Menstruation

Dr. Yael Adler klärt über Tabuthemen aus dem Bereich Medizin auf.

Videolänge:
10 min
Fieber, junge Frau krank im Bett

Verbraucher | Volle Kanne - Pfeiffersches Drüsenfieber

Ein Herpesvirus, der vor allem Jugendliche und junge Erwachsene trifft.

Videolänge:
5 min
Gemerkt auf Mein ZDF! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Abonniert auf Mein ZDF! Abo beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert.
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen des ZDF.

Die Website verwendet Cookies, um Ihnen ein bestmögliches Angebot zu präsentieren. Nähere Informationen und die Möglichkeit, die Verwendung von Cookies einzuschränken finden Sie hier.

Um Sendungen mit einer Altersbeschränkung zu jeder Tageszeit anzuschauen, können Sie jetzt eine Altersprüfung durchführen. Dafür benötigen Sie Ihr Ausweisdokument.

Sie wechseln in den Kinderbereich und bewegen sich mit Ihrem Kinderprofil weiter.