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Brustverkleinerung - Kosten und Risiken

Frau misst ihre Oberweite

Manche Frauen sehnen sich nach einer größeren Oberweite, anderen kann diese schon in jungen Jahren zu einer schweren Last werden. Doch wer übernimmt die Kosten bei einer Brustverkleinerung und welche Risiken birgt sie?

03.05.2017
03.05.2017
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Die Gründe, das Leben mit sehr großer Oberweite als problematisch zu empfinden, können sowohl körperlicher als auch psychischer Natur sein. Betroffene leiden häufig unter Rückenschmerzen, Atembeschwerden, offenen Scheuerstellen auf der Haut oder pilzartigen Ausschlägen.

Darüber hinaus leiden viele Frauen daran, aufgrund ihrer großen Brust häufig angestarrt oder sogar gehänselt zu werden. Eine große Oberweite kann mit sozialer Ausgrenzung verbunden sein, weil die Betroffenen am Sport nur eingeschränkt teilnehmen können. Hinzu kommt: BHs in großen Körbchengrößen sind oft sehr teuer und Bikinis können nicht getragen werden, weil sie die übergroße Brust nicht ausreichend stützen.

Voraussetzungen für eine Operation

Frauenärzte raten dazu, eine Brustverkleinerung erst dann durchführen zu lassen, wenn das Wachstum von Körper und Busen endgültig abgeschlossen ist, da sonst weitere Operationen notwendig werden könnten. Dies ist in der Regel in einem Alter von 20 Jahren der Fall. Wer eine Brustverkleinerung von einem plastischen Chirurgen durchführen lassen möchte, muss diese grundsätzlich selbst bezahlen. Der Eingriff kostet etwa zwischen 5000 und 8000 Euro. Die Alternative ist eine Brustverkleinerung in einem Brustzentrum oder von einem niedergelassenen Arzt mit Kassenzulassung.

Damit die Krankenkasse die Kosten übernimmt, muss vorab ein medizinisches Gutachten vom behandelnden Arzt eingereicht werden. Entscheidend für eine Übernahme der Kosten ist eine Funktionseinschränkung durch die große Oberweite, also zum Beispiel Einschränkungen beim Sport, starke körperliche Beschwerden, Haltungsschäden durch das Gewicht oder Einschränkungen bei der Berufswahl. Psychischer Leidensdruck spielt bei der Bewertung der Gutachten in der Regel eine untergeordnete Rolle. Oft werden die Gutachten sowohl von gesetzlichen als auch von privaten Krankenkassen erstmal abgelehnt.

Ablauf der Operation und Nachsorge

Im Allgemeinen werden bei der Brustverkleinerung unter Vollnarkose die Brustwarzen nach oben verlagert und überschüssiges Gewebe sowohl innen als auch außen entfernt. Dadurch entsteht auf beiden Seiten eine deutlich straffere Brust. Der Gewichtsverlust der einzelnen Brüste kann ein Kilo oder mehr betragen. Die Narben werden bei der Operation möglichst in die Brustunterfalte gelegt, auch aus optischen Gründen. Im Anschluss müssen die meisten Patientinnen noch etwa fünf Tage lang im Krankenhaus bleiben. Mögliche auftretende Schmerzen können mit Schmerzmitteln und die Narben mit Pflastern oder Salben behandelt werden.

Die Patientinnen müssen im Anschluss einen Kompressions-BH und danach sechs Wochen lang einen Sport-BH tragen. Ausschlusskriterien für die Operation gibt es kaum. Allerdings ist die Brustverkleinerung mit einigen Risiken wie zum Beispiel möglichen Nachblutungen, Infektionen und Wundheilungsstörungen verbunden. Zudem kann es zu Sensibilitätsstörungen im Bereich der Brust und zum Verlust der Stillfähigkeit kommen.

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