Cholesterin im Griff

Herzinfarkte oder Schlaganfälle können durch einen zu hohen Cholesteringehalt im Blut ausgelöst werden. Ein gesunder Lebensstil kann sie positiv beeinflussen.

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5 min
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24.06.2020
Video verfügbar bis 24.06.2021

Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind die häufigste Todesursache weltweit. Alleine in Deutschland sind im Jahr 2019 mehr als dreihunderttausend Menschen an Krankheiten wie Herzinfarkt oder Schlaganfall verstorben. Eine häufige Ursache ist Verkalkung in den Gefäßen (Plaque). In der Kombination mit einigen anderen Risikofaktoren wie Bewegungsmangel, Rauchen, Diabetes mellitus, genetischer Veranlagung, hohem Blutdruck, Stress und ungesunder Ernährung spielen dabei auch die Cholesterinwerte im Blut oft eine wichtige Rolle. Leider ist vielen Menschen die Bedeutung dieser Blutwerte nicht bewusst. Viele wissen auch nicht, dass man seine Cholesterinwerte (auf Empfehlung vieler Kardiologen und Endokrinologen) bereits ab dem 35ten Lebensjahr überprüfen lassen sollte.

Ursachen und Symptome

Der Stoff Cholesterin besitzt eigentlich eine lebenswichtige Funktion im Körper. Es wird zum einen vom Körper selbst gebildet, zum anderen nehmen wir es auch über die Nahrung auf. Es trägt unter anderem zur Bildung der Zellmembran, von Hormonen oder auch Vitaminen bei. Man unterscheidet allerdings zwei unterschiedliche Formen: „gutes“ Cholesterin (HDL) und „schlechtes“ Cholesterin (LDL).

Damit das Cholesterin von der Leber an die Zellen kommt, braucht es Transporthilfen. Diese bestehen aus Eiweiß und Fett. Die sogenannten LDL Transporter bringen das Cholesterin dorthin, wo es benötigt wird. HDL Transporter holen das überschüssige Cholesterin wieder ab, bringen es zur Leber zurück. Dort wird es dann abgebaut. Damit sich überschüssiges Cholesterin nicht in den Gefäßwänden absetzen kann, ist es also wichtig, dass genügend HDL Transporter in der Blutbahn unterwegs sind. Viele bezeichnen daher HDL als das gute und LDL als das böse Cholesterin.  LDL-Moleküle lagern sich, so die Theorie, auch an vorgeschädigten Gefäßwänden an und fördern dort Entzündungsreaktionen. Wenn es an den Gefäßwänden dann zu Ablagerungen wie den so genannten Plaques kommt, spricht man von Arteriosklerose (Arterienverkalkung). Dieser Prozess ist in Kombination mit den genannten vielen möglichen Ursachen oft begleitet von körperlichen Warnzeichen wie Kurzatmigkeit, Luftnot, Schlafstörungen, Übergewicht oder innerer Unruhe. Die Bewertung der Obergrenzen für LDL-Cholesterin ist abhängig von den individuellen kardiovaskulären Risikofaktoren. Die Bewertung des HDL-Cholesterin-Werts erfolgt immer in Abhängigkeit vom LDL-Wert.

Diagnose und Therapie

Experten zum Thema sind Kardiologen, Angiologen und Endokrinologen, also Spezialisten für Herz-Kreislauf-, Gefäß- oder Stoffwechselerkrankungen. Die Cholesterinwerte lassen sich einfach über eine Blutentnahme bestimmen. Oft ist die Kombination mit Blutzuckerwerten oder Triglyceriden wichtig. Außerdem werden nach einem ausführlichen Gespräch über Erkrankungen in der Familie und die Lebensgewohnheiten diverse Untersuchungen durchgeführt, um den Zustand von Herz und Gefäßen zu überprüfen.

Hierbei ist zunächst die Messung von Blutdruck und Puls wichtig. Zusätzlich können ein EKG in Ruhe und Belastung durchgeführt werden. Mögliche Ablagerungen in den Gefäßen können bei einer Ultraschall-Untersuchung (zum Beispiel der Halsschlagadern oder des Herzens) gut aufgezeigt werden.

Selbsthilfe

Für viele Betroffene gibt es Möglichkeiten, die Cholesterinwerte positiv zu beeinflussen und körperliche Gegebenheiten zu verbessern. Das gilt natürlich auch für andere Faktoren, die das Gefäßsystem beeinflussen. Wichtig ist der Verzicht auf das Rauchen. Außerdem spielen Stressreduktion, Entspannungsübungen und Bewegung eine wichtige Rolle. Mit Blick auf die richtige Balance der Cholesterinwerte wird dabei Ausdauersport (zum Beispiel Jogging oder Nordic Walking) wichtig, da sich damit „schlechtes“ Cholesterin reduzieren und „gutes“ Cholesterin stärken lässt. Regelmäßigkeit ist allerdings wichtig. Diätetische Maßnahmen im Rahmen einer Ernährungsumstellung sind für eine Reduktion der „schlechten“ Cholesterinwerte elementar. Betroffene sollten möglichst weitesgehend auf Zucker und Fett verzichten (und in der Kombination mit erhöhtem Blutzucker auch auf Kohlenhydrate).

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