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Geld zahlen für den Klimaschutz

Mit CO2-Ausgleich den ökologischen Fußabdruck verringern

Verbraucher | Volle Kanne - Geld zahlen für den Klimaschutz

Der zunehmende CO2-Ausstoß wirkt sich negativ auf das Klima aus. Einen Teil des Schadens, den der eigene ökologische Fußabdruck anrichtet, kann man in Form einer CO2-Kompensation wieder ausgleichen. Stiftung Warentest hat sechs Anbieter geprüft.

Beitragslänge:
7 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 01.03.2019, 09:05

In den Urlaub fliegen, mit dem Auto fahren, heizen und Fleisch essen: Modernes Leben kann dem Klima schaden. Besonders schädlich für das Klima sind Flugreisen. Allein bei einem Hin- und Rückflug von Deutschland auf die Kanaren werden pro Urlauber 1,9 Tonnen CO2 in die Atmosphäre geblasen. Das Treibhausgas Kohlendioxd trägt wesentlich zum Klimawandel bei. In Deutschland ist jeder Einzelne im Schnitt für einen Ausstoß von rund elf Tonnen Treibhausgasen pro Jahr verantwortlich – klimaverträglich wären ein bis zwei .

Projekte für den Klimaschutz unterstützen

„Am besten ist es, das CO2 erst gar nicht zu verbrauchen, also zum Beispiel nicht zu fliegen oder nicht so stark zu heizen. Denn auch eine Kompensation kann den CO2-Ausstoß, der dadurch entsteht, nicht ungeschehen machen“, sagt Karin Baur von Stiftung Warentest. Allerdings lohne es sich natürlich, ein Klimaschutzprojekt zu unterstützen, das dabei hilft, an anderer Stelle CO2 einzusparen. „Da sich die Projekte in der Regel in Entwicklungsländern befinden, unterstützt man mit seinem Beitrag auch die Menschen vor Ort“, erklärt sie weiter.

Das Prinzip ist simpel: Der Kunde, der etwa eine Flugreise gebucht hat, bekommt angezeigt, wie viel CO2 durch die Reise erzeugt wird. Er kann dann an einen Anbieter Geld überweisen, der das Geld in eigene zertifizierte Klimaschutzprojekte steckt oder damit Zertifikate anderer Projektentwickler kauft. „Die meisten Projekte befinden sich in Entwicklungsländern. Unterstützt wird zum Beispiel die Aufforstung, aber auch Projekte mit erneuerbaren Energien wie Biogas- und Solaranlagen sowie Projekte zur Energieeffizienz, zum Beispiel energiesparende Öfen, die das Kochen auf offenem Feuer ersetzen“, erklärt Karin Baur.

Transparentes Arbeiten wichtig

Stiftung Warentest hat sich sechs Organisationen näher angeschaut, die solch eine CO2-Kompensation gegen Geld für Privatleute anbieten. Aus Sicht der Tester ist es wichtig, dass die Anbieter ihre Arbeit transparent machen und umfassend über Aktivitäten und Projekte informieren. „Außerdem ist es wichtig, wie die Anbieter organisiert sind“, sagt Karin Baur. „Sie sollten verhindern, dass Geld veruntreut wird, etwa durch das Vier-Augen-Prinzip oder eine externe Wirtschaftsprüfung.

Von sechs Anbietern, die Stiftung Warentest unter die Lupe genommen hat, schnitten drei sehr gut ab, ein weiterer mit „gut“. Zwei bekamen nur das Qualitätsurteil „ausreichend“, weil die Qualität der Kompensation nicht zufriedenstellend ist und die Transparenz mit „mangelhaft“ bewertet wurde. 

Eigenen CO2-Fußabdruck berechnen

Der Markt der Firmen zur CO2-Kompensation ist noch relativ klein. Im Jahr 2016 haben die sechs getesteten Anbieter zusammen im Geschäft mit Privatkunden 170.000 Tonnen CO2 kompensiert – ein winziger Bruchteil der Gesamtemissionen. „Wir haben nur die Kompensationsangebote untersucht, die sich an private Verbraucher richten. Auf Unternehmensebene passiert da schon deutlich mehr“, sagt Karin Baur. 

Wer seinen persönlichen CO2-Fußabdruck ausrechnen möchte, kann dazu zum Beispiel den vom Umweltbundesamt zusammen mit Klimaktiv entwickelten CO2-Rechner nutzen. Auch die Kompensations-Anbieter stellen auf ihren Seiten Rechner zur Verfügung. „Ebenso kann es sein, dass Kunden bei der Reisebuchung auf Rechner stoßen. Die Rechner kalkulieren zum Teil mit unterschiedlich starken Auswirkungen von Flügen auf das Klima. Ein Vergleich kann daher sinnvoll sein“, rät Karin Baur.

Mit Material von ZDF & Stiftung Warentest

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