Cola selbst gemacht

Was steckt im Erfrischungsgetränk?

Verbraucher | Volle Kanne - Cola selbst gemacht

Cola ist ein beliebtes Erfrischungsgetränk, enthält aber viel Zucker. Wer sie selbst herstellt, kann den Zuckeranteil und die Inhaltsstoffe selbst bestimmen. Sebastian Lege verrät seine Rezepte.

Beitragslänge:
10 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 31.05.2017, 14:00

Cola enthält Zucker, Farbstoff und Phosphorsäure – Inhaltsstoffe die möglicherweise krebserregend sind und in größeren Mengen Herz-Kreislauf-Problemen begünstigen. Sebastian Lege verrät, wie Sie das beliebte Erfrischungsgetränk ohne Farbstoff und Phosphorsäure schnell selbst herstellen können.

Zutaten
1 Glas Mineralwasser
2 EL Zucker
Spritzer Zitronensaft (Menge je nach Geschmack)
2 EL Vanille-Aroma
wenig Zimt

Zubereitung
Mineralwasser mit zwei Esslöffeln Zucker mischen. Etwa vier Spritzer Zitronensäure und
Vanillearoma ins Glas geben. Anschließend das Getränk mit ein wenig Zimt versehen.
Möchte man eine Light-Version herstellen, ersetzt man den Zucker durch Süßstoffe wie Stevia oder Aspartam.

Geschmackliche Alternative: Cola-Sirup

Cola im Glas mit Zitrone
Mit den Rezepten von Sebastian Lege können Sie Cola selbst herstellen.

Zutaten
abgeriebene Schale von 2 unbehandelten Orangen
abgeriebene Schale von 1 unbehandelten Zitrone
abgeriebene Schale von 1 unbehandelten Limette
1/8 TL gemahlener Zimt
1/8 TL gemahlene Muskatnuss
2 TL frischer Ingwer, gerieben oder fein gehackt
3 cm Vanilleschote, längs halbiert
220 g Zucker
1 1/2 EL Rohrzucker

Zubereitung
Einen halben Liter Wasser mit den Zitrusschalen, Zimt, Muskatnuss, Ingwer und Vanille zum Köcheln bringen, dann die Hitze reduzieren und 20 Minuten ganz leicht köcheln lassen. Ein Sieb mit Küchenpapier ausschlagen und die Mischung abseihen, das Tuch gut ausdrücken. Den Topf ausspülen, dann die Flüssigkeit zurückgießen und Zucker und Rohrzucker dazugeben. Bei geringer Hitze rühren bis sich der Zucker vollständig aufgelöst hat. Abkühlen lassen und in eine Flasche oder ein Glas abfüllen. Für ein Glas Cola drei bis vier Esslöffel Sirup mit gekühltem Mineralwasser und eventuell Eiswürfeln aufgießen und genießen.

Wer will, kann einen dreiviertel Teelöffel Zuckerkulör dazugeben. Dies ist optional für die dunkle Farbe. Stiftung Warentest warnt allerdings vor möglichen Schadstoffen.

Cola in Stiftung Warentest

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Stiftung Warentest hat verschiedene Produkte getestet. Quelle: ZDF

Aktuell hat Stiftung Warentest 29 Colas mit Zucker und zuckerfreie Varianten mit Süßstoff sowie Stevia getestet. Beurteilt wurden Geschmack, Geruch, die chemische Qualität, Zuckergehalt und die Deklaration. Insgesamt stellten die Tester fest, dass viele Produkte zu viel Zucker und gesundheitlich bedenkliche Stoffe wie Chlorat, Phosphorsäure und Schadstoffe aus Zuckerlukör beinhalten: Chlorat kann aus Reinigungs- und Desinfektionsmitteln stammen. Phosphorsäure verhilft Cola zu ihrem säuerlich, spritzigen Geschmack, steht aber im Verdacht das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen zu erhöhen. Zuckerkulör ist für das typische Braun in Cola verantwortlich. Bei der Herstellung des Farbstoffes Ammonsulfit-Zuckerkulör entsteht 4-Methylimidazol (4-MEI). Diese Substanz soll krebserregend sein.

Zu viel Zucker wurde ebenfalls negativ bewertet: Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt Erwachsenen 50 Gramm Zucker am Tag. Diese Menge enthält bereits ein Glas Cola. Testsieger sind daher vier zuckerfreie Varianten: Mit der Note „gut“ wurden „Coca Cola Light“, „Coca Cola Zero“, „Freeway Cola Light“ (Lidl) und „River Cola 0% Zucker“ (Aldi Nord) bewertet. Nicht überzeugen konnten hingegen „Club Cola Original“ und „Pepsi light“. Beide Produkte wurden als „mangelhaft“ bewertet, da gesundheitlich bedenkliche Stoffe nachgewiesen wurden.

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