Frühchen in der Pandemie

Deutschlandweit werden jährlich ca. 62.000 Kinder zu früh geboren. Demnach ist eines von elf Neugeborenen ein Frühchen. Wie geht es der größten Kinderpatientengruppe Deutschlands in Zeiten von Corona?

5 min
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17.11.2020
17.11.2020
Video verfügbar bis 17.11.2021

Einer der größten Einschnitte durch das Coronavirus für Frühchen und deren Eltern ist wohl diese: Während der Pandemie können nicht beide Eltern gleichzeitig bei ihrem Frühgeborenen im Krankenhaus sein. Auf den Frühchen-Stationen herrschen seit jeder bereits strengste Hygienevorschriften. Im Zuge der Corona-Regeln veschärfen sich diese nochmal.

Eltern von Frühchen sowie auch andere werdende Eltern beschäftigen durch die Pandemie viele Fragen und Unsicherheiten.

Wie gefährdet sind Frühchen und andere Babys durch das Coronavirus? 

Diese Frage kann man noch gar nicht so genau beantworten, da die Tatsache bisher zu wenig erforscht ist.

Bei einer Vielzahl an Untersuchungen von Schwangeren, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden oder an Covid-19 erkrankt waren, wurde eine eher geringe Zahl von Übertragungen in der Schwangerschaft oder bei der Geburt festgestellt.

Man hat jedoch noch keine Kenntnis, wie die Ansteckungsfähigkeit bei Frühgeborenen nach der Geburt ist.

Unsicherheit in der Geburtsvorbereitung

Auch wenn werdende Mütter keinem höheren Risiko einer Infektion oder für die Erkrankung an Covid-19 ausgesetzt sind, haben sie durch die Pandemie Nachteile. Die Mütter können sich schlechter auf die Geburt vorbereiten, Kurse finden nicht oder nur online statt. Es fehlen Gelegenheiten des Treffens und des Austauschs. Dass der Vater während oder direkt nach der Geburt nicht immer anwesend sein darf, ängstigt und sorgt viele Familien.

Erschwerte Bedingungen auf Kinderstationen

Vor allen Dingen ist es die Sorge wegen Restriktionen im Bereich des Personals, die Ärzten und werdende Eltern belasten. Wenn Personal erkrankt oder in Quarantäne muss, dann könnte es zu Engpässen in der Frühchen-Versorgung kommen.

Ärzte und Krankenschwestern am 22.04.2020 in einem Krankenhaus in Barcelona

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