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Corona oder Heuschnupfen?

Trotz kaltem Winter: Erle und Hasel blühen schon wieder und machen Pollenallergikern das Leben schwer, hinzu kommt die Maskenpflicht. Was müssen Pollenallergiker jetzt beachten? Und wie unterscheidet man Heuschnupfen von einer Covid-19-Erkrankung?

Videolänge:
4 min
Datum:
03.04.2020
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 25.02.2022

Rund 25 Millionen Deutsche haben eine Allergie. Viele leiden besonders jetzt im Frühling, wenn die Pollen fliegen. Sie haben es in diesen Wochen besonders schwer. Denn in Zeiten, in denen die Corona-Infektion grassiert, sind selbst langjährige Pollenallergiker und Asthma-Patienten verunsichert. Aufgrund der Ähnlichkeit der Symptome befürchten viele von ihnen, dass sie an Covid-19 erkrankt sein könnten. Tatsächlich können unterschiedliche entzündliche Atemwegserkrankungen wie Allergien und Virusinfektionen ähnliche Beschwerden hervorrufen.

Symptome

Eine Abgrenzung der Symptome zu einer Ansteckung mit dem Coronavirus scheint auf den ersten Blick nicht immer einfach. Es gibt jedoch klare klinische Unterscheidungsmerkmale.

Während eine symptomatische Covid-19-Erkrankung in der Regel mit Fieber und trockenem Husten einhergeht, weisen Allergiker kein Fieber auf. Sie leiden hingegen oft an juckenden Augen- und Nasenschleimhäuten sowie tränenden Augen, Niesreiz und Schnupfen. Trockener Husten und Atemnot sind wiederum Krankheitszeichen, die sowohl bei Atemwegserkrankungen als auch bei Covid-19-Infektionen auftreten können.

Risiko

Viele Allergiker und insbesondere Asthmatiker fürchten im Falle einer Covid-19-Infektion besonders schwer zu erkranken. Jedoch gibt es laut Experten zumindest für Allergiker, die einen reinen Heuschnupfen haben und bei denen sich die Symptome auf Augen und Nase beschränken, keine Hinweise darauf, dass ein schwerer Verlauf zu erwarten ist.

Ein Mann mit Heuschnupfen. Symbolbild
Tränenden Augen, Niesreiz und Schnupfen sind Symptome für Heuschnupfen.
Quelle: Angelika Warmuth/dpa

Zur Risikogruppe zählen jedoch Betroffene mit einer bestehenden Atemwegsentzündung beziehungsweise einer bestehenden Atemwegsschädigung. Hierzu zählen eine chronische Bronchitis, andere Lungenerkrankungen wie COPD, aber auch eine unzureichend behandelte Asthma-Erkrankung. Nicht selten führt eine schlecht behandelte oder unbehandelte Allergie zu einem sogenannten Etagenwechsel, bei dem dann auch die Lunge betroffen ist und es zu Asthma kommt. In diesem Zusammenhang ist es wichtig, dass Betroffene ihre verordneten Medikamente unbedingt konsequent und regelmäßig einnehmen. Schlecht kontrollierte Allergiker haben ein erheblich höheres Risiko, an einer schweren Verlaufsform von Covid-19 zu erkranken.

Therapie und Medikamente

Ärzte empfehlen Allergikern und Asthmatikern, ihre Therapie fortzusetzen. Eine allergenspezifische Immuntherapie, die De- bzw. Hyposensibilisierung, kann sogar zu einer dauerhaften Verbesserung führen. Es gibt keine Hinweise darauf, dass antiallergisch wirksame Medikamente wie beispielsweise Antihistaminika, die gegen das Juckreiz auslösende Histamin wirken, oder auch die präventiv einzunehmende Cromoglicinsäure bei Covid-19 einen schlechteren Verlauf hervorrufen würden. Auch die Nutzung von kortisonhaltigen Nasen- und Bronchialsprays sowie Inhalatoren bleiben unbedenklich. Experten raten sogar explizit dazu, diese Medikamente weiter zu verwenden, da die Behandlung der allergischen Entzündung oder asthmatischen Reaktion eine in Hinblick auf die Infektionsgefahr wichtige Schutzwirkung darstellt.

Dennoch stehen im Zuge der aktuellen Infektionsgefahr Kortison-Präparate in der Diskussion, da sie das Immunsystem schwächen sollen. Experten sehen dieses Risiko jedoch nur bei Betroffenen, die Kortison-Präparate systemisch in Form von Tabletten- oder in Spritzenform über einen längeren Zeitraum und in hohen Dosierungen einnehmen. Hier gilt die Empfehlung, unbedingt Rücksprache mit dem behandelnden Arzt zu halten.

Ansteckungsgefahr und Prävention

Im Gegensatz zur saisonalen Allergie ist das Coronavirus hochansteckend. Es verbreitet sich hauptsächlich durch direkten Kontakt von Mensch zu Mensch über Tröpfcheninfektion, verursacht durch Husten und Niesen infizierter Personen. Eine Allergie hingegen ist nicht ansteckend. Zum Schutz vor einer Covid-19-Infektion wird zu einer guten und regelmäßigen Händehygiene, zur Husten- und Nies-Etikette sowie zum Abstandhalten geraten.

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