Farbenrausch im Spätsommer

Die Dahlie – Königin des Herbstes

Verbraucher | Volle Kanne - Farbenrausch im Spätsommer

Mit Dahlien lässt sich die Freiluftsaison auf Balkon, Terrasse und im Garten prächtig verlängern. Mit der richtigen Pflege sorgen die üppigen Dauerblüher im Spätsommer noch lange für Farbe – Pflanzenexpertin Anja Koenzen weiß wie.

Beitragslänge:
6 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 29.08.2018, 09:05

Es gibt sie in allen nur erdenklichen Farben und Formen –  Dahlien, auch „Königin des Herbstes“ genannt. Denn, so erklärt Gartenexpertin Anja Koenzen: „Wenn man Dahlien hegt und pflegt, dann bescheren sie bis in den Herbst hinein ein monatelanges, schönes Blütenmeer. Je mehr man ausschneidet und ausputzt, umso mehr treiben neue Blüten nach bis weit in den Herbst hinein.“

Dahlien gehören in die Familie der Korbblütler. Ihr Blütenstand ist als Körbchen ausgebildet. Es gibt unzählbar viele Dahliensorten und jährlich kommen Neuzüchtungen hinzu. Dahlien variieren erheblich in Form und Größe der Blüten. „Es gibt zum Beispiel kaktusblütige, anemonenblütige, halskrausenblütige oder pomponblütige als auch die niedrigen, einfachblühenden Mignon-Typen. Es gibt aber auch Riesenexemplare mit einem Blütendurchmeser von 30 Zentimetern und mehr. In den letzten Jahren sind vor allem Dahlien mit dunklem Blattwerk sehr im Trend. Es heißt, diese würden nicht so gerne von Schnecken gefressen werden“, so Pflanzenexpertin Koenzen. Empfehlung: Wählen Sie vorwiegend einfache Blütenformen, da Schmetterlinge und Insekten aus diesen viel mehr Nahrung gewinnen können als aus komplett gefüllten Blüten.

Standort und Pflege

Im Garten sind Dahlien nur bedingt pflegeleicht, sie brauchen den richtigen Standort. Geeignet sind normale, gut wasserdurchlässige Böden in sonniger Lage. „Dahlien vertragen jedoch keine Staunässe, wie sie bei Tonböden vorkommen kann. Außerdem dürfen sie nicht unter Bäume oder Sträucher gepflanzt werden“, warnt Koenzen.

Tipps der Expertin: „Schneiden Sie die verwelkten Blüten Ihrer Dahlien laufend über dem ersten oder zweiten Blatt unterhalb des Blütenstands ab, denn dann bringen die Stängel so lange neue Knospen hervor, bis der erste Nachtfrost dem Blütenschauspiel ein Ende bereitet. Für die Vase sollten Sie nur voll erblühte Blütenstängel schneiden – am besten frühmorgens. Lassen Sie nur so viele Blätter an den Stängeln, wie aus ästhetischen Gründen unbedingt nötig ist, denn zu viele Blätter verringern die Haltbarkeit in der Vase.“

Düngen und Überwintern

Im Juni und Juli werden Dahlien mit einem guten Volldünger gedüngt – nicht zu reichlich, sonst werden die Pflanzen anfällig für Krankheiten. Auch organischer Dünger wie zum Beispiel Horn-, Knochenmehl oder getrockneter Hühnermist ist empfehlenswert. Ab Mitte September ist eine Düngung nicht mehr ratsam, da sonst die Knollen nicht ausreifen und im Lager faulen können.

Dahlien sollten so lang wie möglich im Beet bleiben, denn so haben die Pflanzen mehr Zeit, die wertvollen Nährstoffe in ihre Knollen einzulagern. Die oberirdischen Teile sterben bereits bei leichten Nachtfrösten ab, die Knollen dagegen sind da deutlich robuster. „Warten Sie ruhig die ersten Fröste ab. Vor strengen Frösten im Winter aber müssen Dahlienknollen geschützt werden“, warnt Koenzen.

Neue Blüten im Herbst

Wer jetzt im Herbst seinen Garten noch aufblühen lassen möchte, für den sind herbstblühende Zwiebelpflanzen wie Herbstzeitlose (Colchicum), Herbstkrokusse und die herbstblühenden Gartenalpenveilchen (Cyclamen hederifolium) perfekt. Sie werden im September gepflanzt und kommen schon ab Oktober zur Blüte. Sogenannte Herbstzeitlose blühen kurz nach der Pflanzung im Spätsommer und bilden erst im nächsten Frühjahr ihre großen Blätter aus. „Man sollte ihnen bei der Pflanzung genügend Platz verschaffen, damit die Blattmasse im nächsten Frühjahr andere Pflanzen nicht unterdrückt. Geeignet ist ein gut drainierter, eher lehmiger Boden. In Europa sind die Herbstzeitlosen in feuchteren Wiesen heimisch“, so die Pflanzenexpertin. Nachteil: Alle Pflanzenteile der Herbstzeitlosen sind giftig.

Als Faustregel gilt: Zwiebeln doppelt so tief in die Erde setzen wie die Zwiebel dick ist. Pflanzen Sie Blumenzwiebeln in ein Gemisch aus Sand und Erde im Verhältnis ein Drittel zu zwei Dritteln, denn die Zwiebeln mögen keinerlei Staunässe. Pflanzen Sie die Blumenzwiebeln in zwei Lagen übereinander, das ergibt später bei der Blüte ein natürlicheres Bild.

Herbstblühende Krokusse und Alpenveilchen

Krokusse leuchten nicht nur im Frühjahr im Garten, es gibt auch einige Arten, die sich auf den Herbst spezialisiert haben und ab September bis weit in den Oktober hinein erblühen. Dazu gehört auch der Safran-Krokus, aus dessen Staubfäden das edle Gewürz hergestellt wird. Tipp von Anja Koenzen: „Bei der Pflanzung ist es nicht nötig, jede einzelne Krokuszwiebel mit der Spitze nach oben auszurichten, denn die kleinen Zwiebeln richten sich selbstständig in der Erde aus.“

Gartenalpenveilchen fühlen sich am wohlsten an halbschattigen bis schattigen Plätzen, die im Sommer eher trocken sind. Dann versamen sie sich und bilden mit der Zeit immer größere Bestände. Die herbstblühenden Alpenveilchen (Cyclamen hederifolium) lassen ihr Laub bis in den Frühsommer stehen und sind mit Schneeglöckchen zu kombinieren.

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