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Darmkrebs - Früherkennung rettet Leben!

Jährlich erkranken in Deutschland rund 61.000 Menschen neu an Darmkrebs und immer noch sterben etwas mehr als 24.000 Menschen an den Folgen der Erkrankung. Die meisten Betroffenen hätten gerettet werden können, wäre der Krebs frühzeitig entdeckt worden.

5 min
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02.03.2020
02.03.2020
Video verfügbar bis 02.03.2021

Die Wahrscheinlichkeit an Darmkrebs zu erkranken, nimmt in der Regel mit dem Alter zu. Männer sind etwas früher, Frauen dagegen etwas häufiger betroffen. Aber auch jüngere Menschen können daran erkranken, z.B. wenn in ihrer Familie Darmkrebs gehäuft auftritt.

Organisiertes Darmkrebs-Screening

Seit Inkrafttreten des Krebsfrüherkennungs- und -registergesetzes am 1. Juli 2019 laden die gesetzlichen und privaten Krankenkassen alle Versicherten ab dem 50. Lebensjahr zur Teilnahme am Darmkrebs-Screening mit einem persönlichen Brief ein. Eine solche Einladung erfolgt alle fünf Jahre, das heißt mit Erreichen des Alters von 50, 55, 60 und 65 Jahren, sofern der Versicherte den Folgeeinladungen nicht widerspricht. Zudem erhalten Frauen und Männer mit der Einladung jeweils eine eigene Versicherteninformation, die die Entscheidung über eine Teilnahme zur Darmkrebsfrüherkennung erleichtern soll. Die Broschüre beinhaltet allgemeine Informationen zu Darmkrebs und dessen Vorbeugung, Informationen zu Ablauf sowie Nutzen, Risiken und Grenzen von Stuhltest und Darmspiegelung und Informationen zu Organisation und Ablauf des Krebsfrüherkennungsprogramms.

Welche Untersuchungsangebote umfasst das Darmkrebs-Screening?

- Frauen und Männer können im Alter von 50 bis 54 Jahren jährlich einen immunologischen Test (iFOBT) auf nicht sichtbares (occultes) Blut im Stuhl durchführen lassen.

- Männer haben im Vergleich zu Frauen ein höheres Darmkrebsrisiko. Daher haben sie jetzt schon ab einem Alter von 50 Jahren statt wie bisher 55 Jahren Anspruch auf zwei Früherkennungskoloskopien (Darmspiegelungen) im Mindestabstand von zehn Jahren. Wird das Angebot erst ab dem Alter von 65 Jahren wahrgenommen, hat man Anspruch auf eine Früherkennungskoloskopie.

- Frauen haben ab einem Alter von 55 Jahren Anspruch auf zwei Früherkennungskoloskopien im Mindestabstand von zehn Jahren. Wird das Angebot erst ab dem Alter von 65 Jahren wahrgenommen, besteht der Anspruch auf eine Früherkennungskoloskopie.

- Ab einem Alter von 55 Jahren haben Frauen und Männer alle zwei Jahre Anspruch auf einen immunologischen Test (iFOBT), solange noch keine Früherkennungskoloskopie in Anspruch genommen wurde. Bei auffälligen Stuhltests besteht der Anspruch auf eine Abklärungskoloskopie.

Experten-Interview

Verbraucher | Volle Kanne -
Darmkrebs - Fragen und Antworten
 

Prof. Dr. Achim Heintz und Priv. Doz. Dr. Dirk Hartmann im Gespräch

Videolänge
4 min


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