Datenverbrauch unter Kontrolle

So können Sie mobiles Datenvolumen einsparen

Verbraucher | Volle Kanne - Datenverbrauch unter Kontrolle

Wenn das Datenvolumen des Smartphones aufgebraucht ist, wird es entweder kostenpflichtig aufgestockt oder die Geschwindigkeit wird gedrosselt. Beides ist ärgerlich.

Beitragslänge:
6 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 04.03.2017, 09:34

Wer viel mobil im Internet unterwegs ist, kennt das Problem: Ist das Inklusiv-Datenvolumen für das Smartphone aufgebraucht, wird meist die Geschwindigkeit gedrosselt. Manche Tarife sind allerdings so gestaltet, dass automatisch Datenvolumen nachgebucht wird. Diese Tarife mit einer sogenannten „Datenautomatik“ stehen in der Kritik: Das automatische Nachbuchen ist teuer und lässt sich meist nicht verhindern. Da hilft nur eins: Das eigene Surfverhalten beobachten und Daten einsparen.

Vor allem die günstigen Mobilfunkanbieter haben Tarife mit Datenautomatik im Programm: Ist das Inklusiv-Volumen aufgebraucht, wird automatisch Datenvolumen nachgebucht. Was zunächst praktisch klingt, kann ziemlich teuer werden: Im Extremfall wird sogar bis zu dreimal Datenvolumen nachgebucht, bevor der neue Abrechnungsmonat beginnt. Hinzu kommt, dass die Datenautomatik ein fester Bestandteil des Vertrags ist und in der Regel weder ausgesetzt noch gekündigt werden kann.

Ein Blick ins Kleingedruckte des Vertrages oder ein hartnäckiger Anruf bei der Hotline des Providers könne Aufschluss darüber geben, ob der eigene Tarif eine Datenautomatik beinhaltet oder ob eine Möglichkeit besteht, diese zu kündigen, rät Computerexperte Marko Bagic. In den meisten Fällen wird man aber nicht umhin kommen, den eigenen Datenverbrauch stärker unter die Lupe zu nehmen, um ein „Auslösen“ der Datenautomatik zu verhindern.

Verbrauch individuell

„Viele Smartphones und Tablets bieten in den Einstellungen unter dem Punkt ‚Datenverbrauch‘ oder ‚Mobile Daten‘ eine grobe Statistik darüber, wie viel Megabyte man inzwischen verbraucht hat“, sagt Bagic. Die meisten Mobilfunkanbieter haben Apps im Programm, mit denen der Stand der Datennutzung abgefragt werden kann. Andere wiederum versenden SMS, die davor warnen, dass das Inklusiv-Volumen zur Neige geht.

Welches Datenvolumen benötigt wird, ist individuell sehr unterschiedlich und hängt vom eigenen mobilen Surfverhalten ab. Wer unterwegs viele Videos anschaut, permanent in sozialen Netzwerken surft, dort viele (Video-)Inhalte teilt oder Musikstreaming-Dienste auch mobil nutzt, verbraucht mehr Datenvolumen als jemand, der unterwegs nur ab und an seine E-Mails abruft. „500 Megabyte sind für tägliches Surfen im Internet und gelegentliche Video-Streams eine gute Basis“, sagt Marko Bagic. Dennoch solle man in regelmäßigen Abständen einen Blick in die Einstellungen des Smartphones oder auf die Anbieter-App werfen, um den Datenverbrauch im Auge zu behalten, rät er.

Datenvolumen einsparen

Schild "Free Wifi"
Wifi-Hotspots zu nutzen, schont das mobile Datenvolumen.

Wer mobiles Datenvolumen einsparen möchte, sollte zunächst die App-Einstellungen überprüfen. „Viele Apps aktualisieren sich im Hintergrund automatisch, damit zum Beispiel Wetterdaten immer auf dem neuesten Stand sind, E-Mails automatisch angezeigt werden oder Sportergebnisse in Echtzeit abrufbar sind“, erklärt Bagic. Diese Einstellungen kann man ändern. So kann man beispielweise einstellen, dass Apps sich nur dann aktualisieren, wenn man dies ausdrücklich veranlasst – oder aber man entzieht ihnen gänzlich die Möglichkeit, sich ohne WLAN zu aktualisieren. Software-Updates von Apps sollte man ohnehin nur erlauben, wenn man sich im WLAN befindet.

Bei E-Mails rät Marko Bagic, Anhänge nicht mobil zu laden, sondern erst, wenn WLAN verfügbar ist. „Wer viel surft, sollte sich den Link zu der abgespeckten mobilen Version der Seite im Browser speichern“, ergänzt er. Ohnehin rät Bagic, WLAN zu nutzen, wann immer es möglich ist. So könne man nicht nur mobiles Datenvolumen sparen, sondern auch Empfangsprobleme umgehen – vorausgesetzt, es befindet sich ein WLAN-Hotspot in der Nähe.

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