Diagnose Brustkrebs

Im Gespräch mit Jutta Hübner

Verbraucher | Volle Kanne - Diagnose Brustkrebs

Jutta Hübner, Vorsitzende der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG), klärt darüber auf, was nach der Diagnose die nächsten Schritte sind.

Beitragslänge:
8 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 01.02.2019, 09:05

Bei der Diagnose Brustkrebs kommt den meisten sofort der eine Gedanke: Wie geht es jetzt weiter? Muss ich sterben? Viele Frauen stehen dann mit großer Sorge vor einem riesigen Fragezeichen.

Brustkrebs ist kein Todesurteil

Zuerst einmal: Brustkrebs ist kein Todesurteil mehr. Obwohl die Erkrankungszahlen durch die Früherkennung deutlich gestiegen sind, sterben weit weniger Frauen an Brustkrebs als noch vor 20 Jahren. Die Therapien sind so weit fortgeschritten, dass sich die Chancen deutlich gebessert haben. 81 Prozent der Frauen überleben die wichtige 5-Jahres-Hürde. 

Brustkrebs ist keine akute Notfalldiagnose

Jede Betroffene hat Zeit, nachzudenken, sich zu informieren, zu entscheiden. Die Therapien für Brustkrebs sind sehr individuell: Operation, Chemotherapie, Bestrahlung, Hormonersatztherapie, Antikörper – inwiefern welche Therapie zum Einsatz kommt, hängt von der Art des Krebses ab und davon, wie weit er fortgeschritten ist. Nur in Einzelfällen muss sofort mit einer Therapie begonnen werden.

Vor 15 Jahren entstand in Deutschland das erste zertifizierte Brustzentrum. Diese Zentren, die es mittlerweile fast flächendeckend gibt, unterliegen strengen Qualitätskriterien. Ärzte aus verschiedenen Fachrichtungen arbeiten dort zusammen. Für Patientinnen bedeutet das kurze Wege und einen hohen Therapiestandard.

Die Zukunft bringt mehr Sicherheit im Umgang mit Krebs

Die Wissenschaft wird den Krebs wohl nie besiegen können. Aber – und das ist erklärtes Ziel – man möchte irgendwann dahin kommen, Krebs wie eine chronische Krankheit behandeln zu können. Eine Krankheit, die zwar einer lebenslangen Therapie bedarf, mit der man aber eben auch leben kann.

Jutta Hübner, Vorsitzende der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG), beantwortet wichtige Fragen zur Krebstherapie:

Was auch immer die Krebsforschung in Zukunft erreichen mag -jeder Betroffene muss letztlich mit der Diagnose leben. Wie Patienten den Krebs verarbeiten können, damit beschäftigt sich die psychosoziale Onkologie, kurz "Psychoonkologie".

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