Volle Straßen, lange Wartezeiten

Dichter Reiseverkehr am Osterwochenende erwartet

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Am Osterwochenende wird es voll auf Deutschlands Straßen. Constantin Hack vom ACE erklärt, welche Strecken besonders betroffen sind und wie man selbst nicht in einen Stau gerät.

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5 min
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Video verfügbar bis 23.03.2017, 14:00

Rund um das Osterwochenende wird es voll auf Deutschlands Straßen. Der Auto Club Europa (ACE) erwartet Staus rund um die Ballungsräume und auf den Transitrouten Richtung Norden und Süden. Auch an der Grenze zwischen Österreich und Deutschland ist mit erhöhtem Verkehrsaufkommen und längeren Wartezeiten zu rechnen.

Die allgemeine Verkehrslage rund um Ostern ist dieses Jahr offenbar nicht ganz so angespannt wie in den Jahren zuvor. Grund dafür ist, dass die Osterferien gestaffelt beginnen, teilweise – wie in Hamburg – sogar schon wieder vorbei sind.

Laut Einschätzung des Auto Club Europa (ACE) markierte das zurückliegende Wochenende vom 18. bis zum 20. März bereits den Auftakt der großen Oster-Reisewelle mit erhöhtem Verkehrsaufkommen. Wenn am bevorstehenden Osterwochenende noch die Kurzurlauber hinzukommen, seien großflächige Verkehrsbehinderungen zu erwarten, so die Einschätzung.

Rückreisewelle am Ostermontag

So sei am Gründonnerstag, 24. März, ab etwa 12 Uhr mit starkem Pendler- und Reiseverkehr zu rechnen, der sich erst gegen 19 Uhr wieder entspannt. Für eine Entlastung auf den Autobahnen dürfte am Karfreitag, 25. März, das LKW-Fahrverbot sorgen. Dennoch prognostiziert der ACE ab etwa 7.30 Uhr ein hohes Verkehrsaufkommen. Am Karsamstag, 26. März, müssen Urlaubsreisende in Richtung Alpen und Küsten sowie Heimkehrer ab den Mittagsstunden (zwischen 11 und 15 Uhr) mit Zeitverlust rechnen. Zusätzlich zum Reiseverkehr sei am Samstag ein erhöhtes Verkehrsaufkommen in den Innenstädten zu erwarten, da die Geschäfte vielerorts nur am Samstag geöffnet sind.

Laut ACE-Prognose ist der Ostersonntag, 27. März, der Tag mit den wenigsten Staus, während der Ostermontag, 28. März, bereits wieder vom Rückreiseverkehr geprägt sein wird. Dann sei an den Grenzübergängen und auf den Transitrouten mit einem erhöhten Verkehrsaufkommen und Staus zu rechnen – vor allem in nördlicher Richtung und auf den Routen aus den Urlaubsgebieten und Mittelgebirgen. Der ACE rät Autofahrern, die am Ostermontag zwischen 11 und 18 Uhr auf den Autobahnen in Süddeutschland in nördlicher und westlicher Richtung unterwegs sind, mehr Zeit einzuplanen.

Verstärkte Grenzkontrollen

Vor allem heimreisende Urlauber aus Österreich, Italien, Slowenien und Kroatien müssen wegen des ausgesetzten Schengen-Abkommens und den damit verbundenen Kontrollen bei der Einreise nach Deutschland und Österreich mit erheblichen Wartezeiten an den Grenzen rechnen. Die Brennerroute ist zwar nach wie vor befahrbar, dennoch rät der ACE Autofahrern auf dieser Strecke viel Zeit einzuplanen. Vor allem am Ostermontag müsse mit einem erheblichen Verkehrsaufkommen und Wartezeiten von mehr als zwei Stunden gerechnet werden. Dies gelte insbesondere für den Grenzübergang Walserberg, ebenso betroffen seien die Grenzübergänge Kiefersfelden und Suben.

Die Polizei lege bei ihren stichpunktartigen Kontrollen ein besonderes Augenmerk auf Fahrzeuge, in denen sich „blinde Passagiere“ verstecken könnten, wie Kleintransporter, Vans, Wohnmobile, Wohnwagen oder Fahrzeuge mit Anhänger, so der ACE. Entsprechend müssten insbesondere Camping-Urlauber mit verstärkten Kontrollen rechnen. Um die Grenzpassage zu beschleunigen, empfiehlt es sich, die gültigen Ausweispapiere für jeden Insassen griffbereit im Auto mitzuführen.

Dem Stau entkommen?

Wer nicht im Stau stecken möchte, sollte antizyklisch fahren – also entweder deutlich vor den meisten anderen Verkehrsteilnehmern starten oder abwarten, bis der Höhepunkt erreicht ist. Zwar liefern viele Navigationsgeräte Stauwarnungen und Alternativrouten in Echtzeit. Allerdings greifen viele Navis auf die gleichen Informationen zurück und schicken die Autofahrer somit auf die gleichen Ausweichstrecken. Dort drohen dann ebenfalls Staus. Eine Stauumfahrung lohne sich meist nur bei einer Vollsperrung, so der ACE. Wichtig ist es, im Stau die Ruhe zu bewahren. Untersuchungen hätten gezeigt, dass derjenige, der alle Umfahrungstipps des Navis beherzige, am Ende nicht schneller ans Ziel komme, als derjenige, der stoisch auf der Autobahn bleibe, so der Automobilclub.

In Deutschland gilt grundsätzlich das Rechtsfahrgebot. Der äußere linke Fahrstreifen ist nur zum Überholen bestimmt. Wer links fahre, obwohl rechts alles frei ist, halbiere die Kapazität der Autobahn und fördere so die Gefahr der Staubildung, so der ACE. Außerdem provozierten chronische Linksfahrer andere dazu, verkehrswidrig rechts zu überholen. Dies sei nur bei zähfließendem Kolonnenverkehr auf allen Spuren zulässig: Dann dürften die linksfahrenden Fahrzeuge mit geringfügig höherer Geschwindigkeit und mit äußerster Vorsicht rechts überholt werden. Besonders bei dichtem Verkehr komme es außerdem darauf an, ausgleichend und vorausschauend zu fahren. Schnelles Vorfahren und abruptes Bremsen sei Gift für einen gleichmäßigen Verkehrsfluss, betont der ACE.

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