Die häufigsten Schulterprobleme

Verbraucher | Volle Kanne - Die häufigsten Schulterprobleme

Das Schultergelenk ist eines der am häufigsten von Verletzungen und Erkrankungen betroffenen Gelenke des menschlichen Körpers. Liegt hier ein Problem vor, spürt man das sofort.

Beitragslänge:
5 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 24.07.2018, 09:05

Verschleißerkrankungen

Bei der Schulter gibt es die Besonderheit, dass es zwei verschiedene Arten von Gelenkverschleiß gibt. Zum einen den klassischen Gelenkverschleiß, wie man ihn auch beim Hüft- oder Kniegelenk kennt, bei dem in erster Linie der Knorpel des Gelenkes aufgebraucht ist. Bei der Schulter gibt es auch noch einen Verschleiß der Sehnen. Wenn diese Sehnen im Alter verschleißen, nicht mehr funktionieren, dann kommt es zu Arthrose ähnlichen Beschwerden - also zu Bewegungseinschränkungen und Schmerzen.

Jeder Schultergelenksverschleiß und jede Arthrose sollten zu Beginn konservativ behandelt werden. Es geht dabei in erster Linie um Krankengymnastik, um eigene Übungen zum Aufrechterhalten des Aktivitätsstatus und Bewegen des Gelenkes, gerade wegen der Arthrose. So können die Beschwerden häufig relativ lange Zeit im Rahmen gehalten werden. Wenn doch operiert werden muss, dann wird das verschlissene Gelenk gegen ein künstliches Gelenk getauscht. Diese Art von Operation ist mittlerweile Routine und liefert gute und langfristige Ergebnisse.

Auskugeln des Schultergelenks

Beim Auskugeln des Schultergelenks, der sogenannten Schulterluxation, springt der runde Oberarmkopf aus der flachen Schultergelenkspfanne, meist nach vorne heraus. Das ist dadurch bedingt, dass das Gelenk eine ganz flache Pfanne hat und einen runden Kopf und weil keine knöcherne Führung in diesem Gelenk vorliegt, sondern nur eine Muskel- und Sehnenführung. Dadurch kann es relativ schnell zum Auskugeln, der Luxation, kommen.

Beim Auskugeln des Gelenkes gibt es Situationen, in denen man operieren sollte. So kommt es entscheidend darauf an, welche Begleitverletzungen auftreten und wie alt der Patient ist. Meist geht es darum, eine bleibende Instabilität des Gelenks zu vermeiden und Ärzte wissen, dass junge Patienten nach einer unfallbedingten Luxation des Gelenkes viel häufiger instabil werden als ältere Patienten. Das bedeutet: Bei jungen Patienten unter 20 Jahren ist man mit einer operativen Versorgung viel großzügiger, um die Instabilität zu vermeiden. Bei älteren Patienten kann in aller Regel ein konservatives, nicht-operatives, Verfahren angewendet werden. Bei der Frage OP oder nicht geht es auch darum, ob beim Auskugeln des Oberarmkopfes die Gelenkpfanne gebrochen ist. Solche knöchernen Defekte müssen häufig operativ versorgt werden. Außerdem kann es bei dieser Verletzung dazu kommen, dass Sehnen reißen. Auch diese müssen gegebenenfalls operativ versorgt werden. In der Regel erfolgt eine arthroskopische Befestigung (Schlüsselloch-OP) der, durch das Auskugeln abgerissenen Gelenklippe, mit Knochenankern und Fäden. Auch die meisten Begleitverletzungen, wie Sehnenrisse oder kleinere knöcherne Absprengungen, können in diesem Zuge arthroskopisch „mitrepariert“ werden.

Schulterengpass-Syndrom

Das Schulterengpass-Syndrom ist in erster Linie ein Symptom und kann durch viele verschiedene Ursachen entstehen. Die meisten dieser Ursachen können operativ nicht gut behandelt werden und entsprechend sollte das Schulterengpass-Syndrom in aller Regel zunächst immer konservativ therapiert werden.

Es ist entscheidend, dass man sehr konsequent konservativ behandelt und viel Geduld mitbringt. Wichtig zu wissen ist, dass durch die Komplexität des Gelenkes die Schmerzen selten nach sechs bis acht Wochen wieder verschwinden, insbesondere wenn sie schon eine Weile da sind. Wer regelmäßig Krankengymnastik und tägliche Übungen macht, wird am Ende belohnt.

Sehnenverletzungen und Knochenbrüche

Ein weiteres Problem an der Schulter sind Sehnendeffekte, also Risse in der Sehnenplatte. Das kommt häufig vor bei Sportverletzungen oder Unfällen. Diese Verletzungen sollten gerade bei jungen Patienten frühzeitig operativ versorgt werden, weil man sie im späteren Verlauf nicht mehr reparieren kann.

Auch Knochenbrüche am Oberarmkopf sind nicht selten. Je nachdem wie stark die Knochen verschoben sind, muss unter Umständen operiert werden. Ganz häufig aber heilt ein Bruch auch ohne Operation aus.

Um unser Web-Angebot optimal zu präsentieren und zu verbessern, verwendet das ZDF Cookies. Durch die weitere Nutzung des Web-Angebots stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Näheres dazu erfahren Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Gemerkt auf Mein ZDF! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Abonniert auf Mein ZDF! Abo beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert

Sie wechseln in den Kinderbereich und bewegen sich mit Ihrem Kinderprofil weiter.