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Die richtige Pflege für Rosen

Verbraucher | Volle Kanne - Die richtige Pflege für Rosen

Rosen gelten als Königinnen unter den Blumen und sind die beliebtesten Gartenpflanzen. Das nicht ohne Grund: Zahlreiche Sorten blühen den ganzen Sommer hindurch und verströmen dazu noch einen herrlichen Duft.

Beitragslänge:
7 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 30.05.2019, 09:05

Auf der anderen Seite gilt gerade die Rose im Garten auch als heikel. Viele Gartenbesitzer beklagen sich über Blattkrankheiten und andere Probleme bei ihren Rosen.

Qualitätskriterien beim Rosenkauf

Es gibt verschiedene Kriterien, die eine Rose wertvoller machen:  Frosthärte, Blütenwirkung und Blühfreude, Duft und Widerstandsfähigkeit gegenüber Blattkrankheiten. Die Allgemeine Deutsche Rosenneuheitenprüfung (ADR) ist ein Arbeitskreis, der jede neue Rose auf dem Markt auf diese Eigenschaften hin überprüft.  Diese Qualitätsbezeichnung ist ein nützlicher Wegweiser für den Rosenkauf in der großen Rosensortenvielfalt, die im Handel angeboten werden. Über 150 Sorten wurden bislang ausgezeichnet. Jedes Jahr werden bis zu 50 neue Sorten aus Europa getestet.

Rosen, die die Anforderungen nicht mehr erfüllen, kann das Prädikat auch wieder entzogen werden. Dies ist vor 16 Jahren der weltweit bekannten Sorte „Schneewittchen“ widerfahren: Ihr wurde das Prädikat nach 44 Jahren aberkannt.

Bester Standort für Rosen

Eine erfolgreiche Rosenpflanzung beginnt mit dem richtigen Standort. Rosen sind sonnenhungrig und fühlen sich an einem warmen, sonnigen, luftigen Platz am wohlsten. Die meisten Sorten bevorzugen einen vollsonnigen Standort, es gibt aber auch Sorten, die im Halbschatten (mit mindestens  fünf Stunden  Sonnendauer) gedeihen. Auch wenn Rosen Wärme lieben – überdachte  Terrassen, wo sich die Hitze staut, können zu Problemen führen. Durch die Reflexion der Sonnenstrahlen entsteht sehr heiße trockene Luft, die das Auftreten von Echtem Mehltau und Spinnmilben begünstigt.

Auch im Beet braucht eine Rose ausreichend Platz. Wird sie von anderen Pflanzen bedrängt kann die Luft nicht ausreichend zirkulieren und es erhöht sich die Gefahr eines Befalls mit Pilzkrankheiten.

Rosen auf dem Balkon

Auch auf Balkon und Terrasse muss man auf Rosen nicht verzichten. Man kann sie tatsächlich auch im Topf halten, wenn man bestimmte Punkte berücksichtigt:

Rosen auf Balkon
Rosen können auch auf dem Balkon wachsen. Quelle: Imago/ blickwinkel
  • Der Kübel muss mindestens 30 Zentimeter Durchmesser haben und tief genug sein (circa  40 Zentimeter)
  • Das Abflussloch des Kübels mit einer Tonscherbe bedecken
  • Darauf eine Drainageschicht aus Blähton geben (circa drei bis fünf Zentimeter)
  • Rosenerde einfüllen
  • Rose mit der Veredlungsstelle fünf Zentimeter  tief in die Erde einpflanzen
  • Kübel auf „Füße“ stellen, damit das Wasser gut ablaufen kann

Rosen rechtzeitig kaufen

Wer neue Rosen pflanzen möchte, der sollte im Sommer zur Blütezeit die entsprechenden Sorten auswählen, aber mit dem Kauf bis zum Herbst noch warten. Denn dann wird die sogenannte „wurzelnackte Ware“ angeboten, also Rosen ohne Erde an den Wurzeln. Diese sind ein Drittel preiswerter als Rosen im Container (Topf).

Nach etwa zwei  Jahren wird die Rose wahrscheinlich so gewachsen sein, dass sie entweder in einen entsprechend größeren Kübel gepflanzt oder zurückgeschnitten werden muss. Hierfür nimmt man die Rose aus dem Topf und verkleinert sowohl den Wurzelballen als auch die oberirdischen Triebe auf die passende Größe. Danach pflanzt man sie mit frischer Rosenerde in den Kübel wieder ein.

Rosen brauchen Platz zum Wachsen

Rosen in Kübel
Rosen brauchen große Töpfe. Quelle: Imago/ Manfred Ruckszio

Rosen haben lange Wurzeln, die tief in den Boden vordringen. Demensprechend sollte der Boden tiefgründig, gut durchlüftet und aufgelockert sein. Optimal ist ein mittelschwerer Boden aus einem Gemisch von Lehm, Humus und Sand. Hier werden Nährstoffe und Wasser gut gehalten und gleichzeitig ist er durchlässig, locker und lufthaltig.

Zu schwere oder tonhaltige Böden kann man mit Sandeinmischungen verbessern.
Zu sandige Böden können mit speziellen Bodenverbesserern, Lehm oder Kompost aufgewertet werden.

Nicht mit Dünger sparen

Rosen sind Starkzehrer. Das heißt, sie brauchen sehr viele Nährstoffe und brauchen deshalb eine angemessene Düngung. Im Sommer ist es vor allem bei den mehrfach blühenden Sorten sinnvoll, nach der ersten Blüte eine leichte Nachdüngung vorzunehmen.

Nach Mitte Juli bitte keinen Volldünger mehr geben, sondern besser einen kaliumbetonten Dünger, damit das Gehölz vor dem Winter ausreichend ausreifen kann und somit die sortenspezifische optimale Winterhärte erhält.

Der richtige Sommerschnitt

Auch wenn der Hauptschnitt der Rosen im Frühjahr zur Forsythienblüte stattfindet, so ganz ohne Pflege kommen die Rosen auch im Sommer nicht aus. Bei den mehrfach blühenden Sorten muss das Verblühte entfernt werden, um die Rose zur Ausbildung neuer Blütenknospen anzuregen. Einmal blühende Rosen bitte nicht schneiden, sonst würde man im Herbst die attraktiven Hagebutten verlieren. Bei dem Sommerschnitt kann man zugleich die Wuchsform korrigieren, je nachdem wie tief man zurück schneidet.

Es gibt einige mehrfach blühende Rosensorten, die sich quasi von alleine ausputzen. Bei ihnen genügt ein Windstoß und die Blütenblätter ausgeblühter Sorten fallen von alleine ab. Gerade bei hoch wachsenden Rosen wie z.B. der weißen Kletterrose „Schneeflocke Plus“ ist das ausgesprochen praktisch.

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