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Die richtige Pflege für Rosen

Verbraucher | Volle Kanne - Die richtige Pflege für Rosen

Rosen gelten als Königinnen unter den Blumen und sind die beliebtesten Gartenpflanzen. Das nicht ohne Grund: Zahlreiche Sorten blühen den ganzen Sommer hindurch und verströmen dazu noch einen herrlichen Duft.

Beitragslänge:
7 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 23.05.2020, 09:05

Auf der anderen Seite gilt gerade die Rose im Garten auch als heikel. Viele Gartenbesitzer beklagen sich über Blattkrankheiten und andere Probleme bei ihren Rosen. Um das zu vermeiden, muss man die besten Sorten kennen und sich auch in der Rosenpflege ein wenig auskennen - vom Schnitt bis hin zum Pflanzenschutz. Mit den richtigen Tricks kann man sogar die tief wurzelnden Rosen erfolgreich im Topf halten.

Jedes Jahr werden 50 Sorten getestet

Rosen auf Balkon
Quelle: Imago/ blickwinkel

Für den perfekten Rosengarten muss zunächst eine Frage beantwortet werden: Welche Rosensorte ist die beste? Um bei der ungeheuren Sortenvielfalt den Durchblick zu behalten, testet die Allgemeine Deutsche Rosenneuheitenprüfung (ADR) die Rosen unter anderem auf Frosthärte, Blütenwirkung und Blühfreude, Duft und Widerstandsfähigkeit gegenüber Blattkrankheiten. Über 150 Sorten wurden bislang ausgezeichnet. Jedes Jahr werden bis zu 50 neue Sorten aus Europa getestet. Die aktuelle Liste ist im Internet zu finden: http://www.adr-rose.de/

Eine erfolgreiche Rosenpflanzung beginnt mit dem richtigen Standort. Rosen sind sonnenhungrig und fühlen sich an einem warmen, luftigen Platz am wohlsten. Die meisten Sorten bevorzugen einen vollsonnigen Standort, es gibt aber auch Sorten, die im Halbschatten (mit mindestens fünf Stunden Sonnendauer) gedeihen. Obwohl Rosen Wärme lieben, können überdachte Terrassen oder auch Südwände zu Problemen führen. Durch die Reflexion der Sonnenstrahlen entsteht sehr heiße, trockene Luft, die das Auftreten von echtem Mehltau und Spinnmilben begünstigt.

Wahl des Standorts und der Bodenbeschaffenheit entscheidend

Der Boden, auf dem die Rosen gepflanzt werden, sollte tiefgründig, gut durchlüftet und aufgelockert sein. Denn: Rosen haben lange Wurzeln, die tief in den Boden vordringen. Optimal ist ein mittelschwerer Boden aus einem Gemisch von Lehm, Humus und Sand. Hier werden Nährstoffe und Wasser gut gehalten und gleichzeitig ist er durchlässig, locker und lufthaltig.
Zu schwerer oder tonhaltiger Boden kann mit Sandeinmischungen verbessert werden.
Bei sandigem Boden hilft eine Aufwertung durch spezielle Bodenverbesserer, Lehm oder Kompost. Außerdem braucht eine Rose ausreichend Platz im Beet. Wird sie von anderen Pflanzen bedrängt, kann die Luft nicht ausreichend zirkulieren und es erhöht sich die Gefahr eines Pilzbefalls.

Rosen in Kübel
Quelle: Imago/ Manfred Ruckszio

Rosen sind Starkzehrer und benötigen somit eine angemessene Düngung.
Jetzt im Sommer ist es vor allem bei den mehrfach blühenden Sorten sinnvoll, nach der ersten Blüte eine leichte Nachdüngung vorzunehmen. Ab Mitte Juli lässt man Volldünger besser weg. Stattdessen kann besser kaliumbetonter Dünger hinzugegeben werden, damit das Gehölz vor dem Winter ausreichend ausreifen kann und somit die sortenspezifische optimale Winterhärte erhält.

Rosen auf dem Balkon

Auch auf Balkon und Terrasse muss man auf Rosen nicht verzichten. Man kann sie tatsächlich auch im Topf halten, wenn man bestimmte Punkte berücksichtigt:

  • Kübel muss mindestens 30 Zentimeter Durchmesser haben und tief genug sein (circa 40 Zentimeter)
  • Abflussloch des Kübels muss mit einer Tonscherbe bedeckt sein
  • Darauf eine Drainageschicht aus Blähton geben (circa drei bis fünf Zentimeter)
  • Rosenerde einfüllen
  • Rose mit der Veredlungsstelle fünf Zentimeter tief in die Erde einpflanzen
  • Kübel auf „Füße“ stellen, damit das Wasser gut ablaufen kann

Nach circa zwei Jahren wird die Rose wahrscheinlich so gewachsen sein, dass sie entweder in einen entsprechend größeren Kübel gepflanzt oder zurückgeschnitten werden muss: hierfür nimmt man die Rose aus dem Topf und verkleinert sowohl den Wurzelballen als auch die oberirdischen Triebe auf die passende Größe. Danach pflanzt man sie mit frischer Rosenerde in den Kübel wieder ein.

Rosen können mit Begleitstauden kombiniert werden

Blühender Bärlauch
Bärlauch ist ein guter Begleiter für Rosen
Quelle: imago images / Peter Widmann

Um das Gartenglück perfekt zu machen, kann man Rosen geschickt mit Begleitstauden kombinieren. Dabei sollten die Standortansprüche der Rose mit denen der Staude übereinstimmen. Zu vermeiden sind stark wuchernde Pflanzen, die die Rosen bedrängen oder ihnen zu wenig Luftzufuhr ermöglichen.

Optisch gelungen sind Blütenformen, die im Kontrast zur Rosenform stehen. Beispiele dafür sind Rispenblüten, Schleierblüten, aufrechte Blütenkerzen oder auch Frauenmantel und Bärlauch sind gute Partner. Auch die höherwachsenden Stauden wie Duftnesseln, Mannstreu und Storchschnabel sind geeignete Rosenbegleiter. Ebenso können manche Gräser eine sehr schöne Ergänzung sein.

Paarung von Lavendel und Rose funktioniert nicht

Bei Strauch- und Kletterrosen sind Clematis eine schöne Ergänzung. Hier hat man verschiedene Möglichkeiten. Entweder man wählt eine Clematis mit dem gleichen Blühzeitpunkt wie die Rose, um sich genau an dem Zusammenspiel beider Farben und Formen zu erfreuen. Oder man entscheidet sich bewusst für eine Clematis mit einem anderen Blühzeitpunkt, um den Blühzeitraum an dieser Stelle im Garten zu verlängern.

Die Paarung von Rose und Lavendel ist ebenfalls sehr beliebt, wirft in der Praxis aber einige Probleme auf. Der Lavendel hat ganz andere Nährstoffansprüche als die Rose. Er mag es trocken und karg, während die Rose jedoch mit ausreichend Nähstoffen und Feuchtigkeit versorgt werden möchte. Auf Dauer wird sich eine der beiden Pflanzen nicht gut entwickeln können oder im schlimmsten Fall verkommen.

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