Umschalten auf Hochauflösung

DVB-T2 HD neuer TV-Standard bei Antennenempfang

Verbraucher | Volle Kanne - Umschalten auf Hochauflösung

Technikexperte Marko Bagic informiert über die Umstellung auf den neuen TV-Standard DVB-T2 HD.

Beitragslänge:
6 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 12.07.2017, 14:00

Schärferes Bild und mehr Kanäle: Wenn im nächsten Jahr DVB-T2 HD bundesweit startet, soll für Fernsehzuschauer vieles besser werden. Was der Nachfolger des Antennenfernsehens DVB-T kann und was man für den Empfang benötigt, erklärt Experte Marko Bagic.

Als Kombination aus DVB-T2 und HEVC bietet DVB-T2 HD eine bessere Bildqualität (überwiegend wird in HD gesendet) und mehr Programme (in den Ballungsräumen werden rund 40 Programme empfangbar sein).

Im Rahmen einer ersten Stufe sind seit dem 31. Mai 2016 sechs Programme in ausgewählten Ballungsräumen über DVB-T2 HD empfangbar (ARD, ZDF, RTL, VOX, PRO7, SAT1). Der komplette Umstieg aller Programme auf den DVB-T2 HD-Standard erfolgt ab dem 29. März 2017, zunächst aber nur in den Ballungsräumen. Bis Mitte 2019 soll der Umstieg dann bundesweit vollzogen sein. Im Gegenzug wird ein Großteil des alten DVB-T-Angebots eingestellt. Für all diejenigen, die ihr Fernsehprogramm über Kabel oder Satellit empfangen, ändert sich durch die Umstellung nichts.

Öffentlich-Rechtliche unverschlüsselt

Für den Empfang von DVB-T2 HD benötigt man geeignete Empfangsgeräte, noch lohne sich der Kauf aber nicht, sagt Experte Marko Bagic: „Man muss jetzt nicht direkt in den Handel rennen und sich einen neuen Receiver kaufen.“ Er rät dazu, mit dem Kauf abzuwarten, bis das „alte“ DVB-T-Signal abgeschaltet wird und die neuen Receiver günstiger werden. Momentan zahle man für einen Receiver, der nur unverschlüsselte Programme empfangen kann, etwa 40 Euro. Receiver, die auch für verschlüsselte Programme geeignet sind, kosten etwa 70 Euro.

Insgesamt 40 Sender werden über DVB-T2 HD empfangbar sein. Das werden neben den klassischen öffentlich-rechtlichen und privaten Hauptprogrammen auch Regionalprogramme sein, ausländische Programme sind nicht eingeplant. Die privaten Sender werden nur in HD-Qualität empfangbar und damit auch kostenpflichtig sein. Allerdings wird es bis April 2017 eine Übergangszeit geben, in der man sie noch kostenlos anschauen kann. Danach muss man für zwölf Monate Privat-TV 69 Euro bezahlen.

Neuer Receiver erforderlich

Fernsehgeräte, die mit einem herkömmlichen DVB-T-Receiver ausgestattet sind, können ab der flächendeckenden Einführung kein Signal mehr darüber empfangen. „In diesem Fall muss man sich einen DVB-T2 HD-Receiver oder einen Fernseher mit eingebautem DVB-T2 HD-Empfangsteil kaufen“, so Marko Bagic.

Wer ein älteres Fernseher-Modell hat, etwa einen Röhrenfernseher, muss genauer nachschauen. Das Problem: Sie verfügen meist nur über einen Scart-Eingang. „Viele neue Receiver haben aber nur einen HDMI-Ausgang und können nur an einen Fernseher mit einem solchen Eingang angeschlossen werden“, sagt Experte Bagic. Es gebe zwar Receiver, die einen Scart-Anschluss haben oder über einen Adapter angeschlossen werden können, aber leider seien dies nur einige wenige Modelle. „Ein Fachbetrieb ist der richtige Ansprechpartner bei der Auswahl des passenden Receivers“, empfiehlt Bagic.

Um unser Web-Angebot optimal zu präsentieren und zu verbessern, verwendet das ZDF Cookies. Durch die weitere Nutzung des Web-Angebots stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Näheres dazu erfahren Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Gemerkt! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Abonniert! Abo beendet