Eingewachsene Fußnägel

Verbraucher | Volle Kanne - Eingewachsene Fußnägel

Es schmerzt bei jedem Schritt, enge Schuhe werden zur Qual – und Besserung scheint nicht in Sicht: Wer unter einem eingewachsenen Fußnagel leidet, sollte schnell zum Podologen!

Beitragslänge:
4 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 30.03.2018, 09:05

Bei eingewachsenen Fußnägeln handelt es sich zunächst um eine hässliche, später dann, im fortgeschrittenen Stadium, um eine äußerst schmerzhafte Erkrankung. Betroffen ist vor allem der große Zehennagel, der auf das umliegende Gewebe drückt und so Entzündungen hervorrufen kann. Als Folge dieser Entzündungen kann sich „wildes Fleisch“ bilden, das im weiteren Vorlauf zu wuchern beginnt.

Da hierdurch äußerst unangenehme Schmerzen auftreten, versuchen Betroffene durch weiteres Kürzen der Nägel diese zu beseitigen. Doch im weiteren Verlauf drückt der nachwachsende Nagel oft immer tiefer ins Gewebe. Schon die leichteste Berührung des Zehen sorgt dann für so starke Schmerzen, dass die Betroffenen kaum noch gehen können.

Viele mögliche Ursachen

In den meisten Fällen treten eingewachsene Fußnägel als Folge einer falschen Nagelpflege auf, denn anders als die Fingernägel dürfen Fußnägel nicht abgerundet geschnitten werden, sondern gerade. Denn wenn sie abgerundet und zu tief geschnitten werden, kann der Nagel ungehindert ins umliegende Gewebe einwachsen.

Auch Sport- und Arbeitsunfälle, bei denen der Nagel oder das Nagelbett verletzt werden, können als Ursache für eingewachsene Nägel infrage kommen. Vor allem Fußballer, deren Fußnägel großen Belastungen ausgesetzt sind, tragen ein hohes Risiko. Außerdem können zu enge Schuhe das Einwachsen von Nägeln begünstigen. Eine weitere Ursache ist eine genetische Veranlagung, die beispielsweise für ein zu schmales Nagelbett sorgt.

Schonendes Vorgehen

Im Anfangsstadium können eingewachsene Fußnägel in aller Regel noch konservativ behandelt werden. Hierfür stehen zwei verschiedene Verfahren zur Verfügung: Das sogenannte „Tapen“ und das Setzen einer Nagelkorrekturspange. Beim „Tapen“ wird ein schmaler Tampon aus Watte zwischen den Nagel und das umliegende Gewebe geschoben. Anschließend wird das Pflaster so um den Zeh gezogen, dass mehr Luft zwischen der Haut und Nagel liegt.

Bei der Nagelkorrekturspange bringt der Podologe eine spezielle Spange seitlich am Fußnagel an und fixiert diese in der Mitte des Nagels. Durch eine Drehbewegung wird der Nagel nun vorsichtig nach oben gehoben. Hierdurch kann er in einer neuen Position nachwachsen. Die Spange wird alle vier Wochen neu fixiert, sodass sie entsprechend des Nagelwachstums angepasst werden kann. Insgesamt umfasst die Behandlung mit einer Nagelkorrekturspange etwa sechs bis zwölf Monate.

Der Griff zum Skalpell

Wenn eingewachsene Fußnägel weder durch Tamponaden noch durch eine Nagelkorrekturspange zu behandeln sind, kommt nur noch eine Operation infrage. Hierbei werden unter lokaler Betäubung die Ecken der eingewachsenen Nägel sowie das wilde Fleisch chirurgisch entfernt. Wenn es wiederholt zu einem eingewachsenen Nagel kommt, kann auch das Nagelbett verkleinert werden. Bei dieser sogenannten Emmert-Plastik oder Nagelkeilexzision werden zudem der eingewachsene Teil des Nagels sowie der anliegende Nagelwall keilförmig entfernt.

Bevor eine Operation durchgeführt wird, sollte in jedem Fall die Möglichkeit einer podologischen Behandlung überprüft werden, da es bei einer chirurgischen Nagelbehandlung zu einer nicht wieder herstellbaren optischen Veränderung des behandelten Fußnagels kommt. Gegebenenfalls sollten ein Podologe und ein Mediziner den Patienten gemeinsam betreuen, indem der Mediziner das entzündete „wilde Fleisch“ entfernt und der Podologe anschließend eine Nagelkorrekturspange setzt.

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