Es schmerzt, es drückt, es pocht

Erste Hilfe bei Zahnschmerzen

Verbraucher | Volle Kanne - Es schmerzt, es drückt, es pocht

Zahnschmerzen sind gefürchtet. Bei leichten Schmerzen muss man nicht direkt zur Schmerztablette greifen. Es gibt auch natürliche Hausmittelchen, die Linderung bringen.

Beitragslänge:
5 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 05.02.2017, 14:00

Zahnschmerzen gehören zu den unangenehmsten Schmerzen überhaupt. Es gibt jedoch Hausmittel, die man als Erste-Hilfe-Maßnahme schon zu Hause einsetzen kann. So lässt sich die Zeit bis zum Zahnarzt überbrücken - und das ganz ohne Tabletten.

Wer unter akuten Zahnschmerzen leidet, muss nicht zwingend sofort Schmerztabletten einwerfen. Denn die Natur hält viele Möglichkeiten bereit, den Schmerz vorübergehend zu kontrollieren. Nelken sind beispielsweise ein bewährtes Hausmittel bei Zahnschmerzen. Eine ganze Nelke wird in den Mund genommen und die Backentasche, in die Nähe des schmerzenden Zahnes gelegt. Durch den Kontakt mit dem Speichel tritt das Nelkenöl, das Eugenol, aus. Dieses wirkt desinfizierend und kann Viren und Bakterien im Mundbereich abtöten.

Alternativ zur Gewürznelke kann man auch direkt Nelkenöl nehmen und auf die betroffene Stelle geben. Dieses wirkt außerdem schmerzlindernd. Früher war das Nelkenöl auch in zahnärztlichen Produkten enthalten. Doch einen großen Nachteil hat die Behandlung mit Nelken und Nelkenöl – man kann es schlecht dosieren. Wird die Nelke zu lange im Mund gelassen, können schmerzhafte Zahnfleischschäden entstehen.

Eiswürfel und Teebaumöl

Zahnbürste mit Zahnpasta
Gründliches Putzen der Zähne kann auch gegen die Schmerzen helfen. Quelle: imago/ teutopress

Kältekompressen helfen gerade bei Entzündungen den Schmerz zu unterdrücken. Gerade wenn im Inneren des Zahns Bakterien wüten, entstehen Gase. Durch die Ausweitung der Gase im Zahn entsteht wiederum der Schmerz. Kälte wirkt dieser Ausdehnung entgegen. Eine Kältekompresse oder auch das Lutschen von Eiswürfeln hilft vielen Patienten den Zahnschmerz zu lindern. Kurzes Kühlen hilft hier jedoch nicht, denn sobald die Kühlung nachlässt, tritt der Schmerz auch wieder auf.

Teebaumöl ist ein weiteres beliebtes Hausmittel bei Zahnschmerzen und Zahnfleischentzündungen, kann aber Allergien auslösen. Das Teebaumöl auf ein Wattestäbchen geben und direkt auf den Zahn auftragen oder mit Wasser verdünnt als Mundspüllösung verwenden. Teebaumöl wirkt antibakteriell und antiviral. Mundspülungen, auch mit Salbei und Kamille, sind allgemein ratsam bei Zahnweh.

Nicht zu empfehlen

Weitere bekannte Hausmittel bei Zahnschmerzen sind Zwiebeln, Salz und Cognac. Der Zwiebel und dem Salz schreibt Zahnarzt Dr. Marco Georgi allerdings eine geringe Wirkung zu. Gerade die Zwiebeldämpfe erreichen nicht die tiefer liegenden schmerzenden Stellen des Zahnes. Von Alkohol rät der Arzt ab, Schnaps desinfiziert zwar, reizt dazu aber auch das Zahnfleisch.

Ein ausgeschlagener Zahn ist die schlimmste Zahnverletzung. Grundsätzlich können ausgeschlagene Zähne aber wieder zurück gepflanzt werden und ganz normal einwachsen. Dazu dürfen jedoch die empfindlichen Wurzelzellen nicht absterben.

Grundsätzlich: schnell zum Zahnarzt!

Zahnschmerzen haben die vielfältigsten Ursachen. Hausmittel dienen dazu, diese etwas zu lindern. Den Besuch beim Zahnarzt können sie aber nicht ersetzen. Deshalb bei Zahnschmerzen schnell zum Zahnarzt!

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