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Erste Hilfe: Verbrennungen bei Kindern

Jährlich werden in Deutschland mehr als sieben tausend Kinder unter 15 Jahren wegen Verbrennungs- oder Verbrühungsunfällen stationär behandelt. Die meisten solcher Unfälle passieren im Haushalt.

Videolänge:
5 min
Datum:
07.12.2021
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 07.12.2023

Verbrennungen und Verbrühungen zählen zu den häufigsten Unfällen im Kindesalter. Im Vergleich zu Erwachsenen sind Kinder unter fünf Jahren aus mehreren Gründen besonders gefährdet: Sie wollen alles entdecken, können Gefahren kaum einschätzen, und ihre Haut ist viel dünner und empfindlicher als die von Erwachsenen. Schon eine Sekunde Kontakt mit 60 Grad heißen Gegenständen oder Flüssigkeiten kann bei einem Baby zu sehr schweren Verletzungen führen.

Gefahrenquellen

Die meisten Unfälle mit thermischen Verletzungen passieren im Haushalt. Viele gehen von typischen Gefahrenquellen aus. Die beste Prävention ist deshalb, das Zuhause kindersicher zu machen und Kinder von bestimmten Objekten fernzuhalten. Zu den wichtigsten Maßnahmen zählen:

Heißgetränke und Wasserkocher (inklusive Kabel) nie auf den Boden oder zu nah an den Rand von Tisch- oder Arbeitsplatten stellen. Auf herabhängende Tischdecken verzichten.

Nichts Heißes essen oder trinken, während ein Kind auf dem Schoß sitzt oder getragen wird.

Töpfe und Pfannen auf die hinteren Herdplatten stellen und auf diesen kochen, ggf. Herdschutzgitter anbringen.

Wärmflaschen und Wärmkissen nur leicht anwärmen.

Nur geprüfte, standfeste Inhaliergeräte unter Aufsicht von Erwachsenen verwenden. Oder ganz aufs Inhalieren verzichten.

Kinder sollen zwei bis drei Meter Sicherheitsabstand zu heißen Grills, Öfen und Kaminen einhalten. Keine Brandbeschleuniger wie Spiritus verwenden.

Für Wasserhähne im Badezimmer möglichst Thermostate verwenden und Höchsttemperatur auf maximal 50 Grad begrenzen.

Vor dem Baden in der Wanne die Wassertemperatur prüfen (optimal sind 35 – 37 Grad).

Streichhölzer, Feuerzeuge, Feuerwerkskörper, Wunderkerzen gehören nicht in Kinderhände. Sicher verschließen.

Heizkörper und Heizungsrohre sichern.

Schwere von Verletzungen einschätzen

Wie schwer die Haut verletzt wird, ist abhängig von der Temperatur, der Dauer des Kontakts und der Dicke der Haut. Als Faustregel gilt:

Erste Maßnahmen

Neben dem Notruf ist es wichtig, falls möglich, den Kontakt zur Hitze möglichst schnell zu unterbinden. Zum Beispiel durch das Ausziehen nasser, heißer Kleidung. Eingebrannte Kleidung allerdings nicht entfernen! Man sollte versuchen, das Kind zu beruhigen.

Ist die Verletzung klein, kann die betroffene Stelle für wenige Minuten mit ca. 15-20 Grad handwarmen Leitungswasser gekühlt werden. Bei schwerverletzten Säuglingen oder Kleinkindern sowie Verletzungen am Rumpf sollte darauf allerdings verzichten werden, weil insbesondere Säuglinge und Kleinkinder schnell unterkühlen können.

Therapie

Nach der (not-)ärztlichen Erstversorgung kann es in vielen Fällen sinnvoll sein, möglichst schnell ein Zentrum für schwerbrandverletzte Kinder oder eine spezialisierte Klinik für brandverletzte Kinder aufzusuchen. In Deutschland gibt es mehr als 20 solcher Einrichtungen.

Das Ziel der Therapie ist, die Narbenbildung positiv zu beeinflussen, damit die Narben möglichst klein und weich werden. Dadurch soll spätere funktionelle Einschränkungen (insbesondere der Motorik) vermieden werden.  Zugleich soll das optische, kosmetische Ergebnis verbessert werden. Spezialisten haben dazu und natürlich auch zur Behandlung der geschädigten Hautstelle erweiterte Therapiemöglichkeiten, wie zum Beispiel das Durchführen einer Spalthauttransplantation oder das Einsetzten einer künstlichen Haut. Ergänzende Therapiemaßnahmen nach operativen Eingriffen sind zum Beispiel Kompressionstherapie, Physiotherapie oder Ergotherapie. Die Wunden müssen oft jahrelang eingecremt und gepflegt werden. In einigen Fällen sind lebenslange Kontrollen, Therapien oder Operationen notwendig.  Zur Traumabewältigung kann auch kinderpsychologische oder -psychiatrische Hilfe sinnvoll sein sowie eine Selbsthilfegruppe zum Austausch mit anderen betroffenen Familien.

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