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Fahrsicherheitstraining für E-Bike & Pedelec

Elektrofahrräder und Pedelecs sind voll im Trend. Sie sind umweltfreundlicher als Autos und gleichzeitig eine gute Alternative zum Sport. Doch werden Geschwindigkeit und Gefahren richtig eingeschätzt? Ein Fahrsicherheitstraining kann helfen.

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5 min
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10.07.2020
Video verfügbar bis 10.07.2021

Deutschland erlebt gerade einen großen Fahrrad-Boom. Insbesondere die Verkaufszahlen von E-Bikes und Pedelecs explodieren. Fast fünf Millionen Fahrräder mit akkubetriebenen Motoren sind jetzt schon unterwegs. Vorteile: Räder mit elektrischem Antrieb sind gerade für untrainierte und ältere Menschen eine Möglichkeit, sich öfter aktiv zu bewegen. Mit einem Elektrofahrrad lassen sich längere Touren planen. Die Reichweite ist um ein Vielfaches erhöht. So lassen sich auch Strecken, die bislang als zu lang oder anstrengend erschienen, mit dem Elektrofahrrad einfach bewältigen. Elektrofahrräder sind mittlerweile auch zu einer ernsthaften Alternative zum Auto geworden. In Studien konnte beobachtet werden, dass gerade Herz-Kreislauf-Patienten und chronisch Kranke von dieser Form der Fortbewegung profitieren. Aber: Statistiken zeigen, dass das Unfallrisiko im Vergleich zum „normalen“ Fahrrad um ein Vielfaches erhöht ist. Es scheint, dass viele Nutzer mit dem schwereren Gefährt und mit der Geschwindigkeit überfordert sind und schnell die Kontrolle über ihr E-Bike beziehungsweise Pedelec verlieren. Ein Fahrsicherheitstraining kann helfen, das Pedelec in jeder Verkehrssituation besser zu beherrschen.

Fahrsicherheitstraining:

Bundesweit werden für Nutzer von E-Bikes und Pedelecs Fahrsicherheitstrainingslehrgänge angeboten. In diesen Kursen werden den Teilnehmern der richtige Umgang und die Handhabung mit dem elektrobetriebenen Zweirad vermittelt. Ein bis zu 28 Kilogramm schweres Pedelec ist im Vergleich zum normalen Fahrrad über 10 Kilogramm schwerer. Das hat Auswirkungen auf die Fahreigenschaften und das Bremsverhalten.

Radfahrer im Straßenverkehr am 02.04.2019 in Karlsruhe (Baden Würtemberg )
Radfahrer im Straßenverkehr
Quelle: dpa

Probleme gibt es vor allem beim Anfahren- und plötzlichen Anhalten im dichten Straßenverkehr. Um das E-Bike oder Pedelec besser in den Griff zu bekommen, stehen im Kurs verschiedene Übungen wie Bremsen, Fahren auf verschiedenen Belägen und Slalomfahren in einem engen Parcours auf dem Programm. Ziel ist es, die Fahrer für die im Vergleich zu einem normalen Fahrrad fahrphysiologische Unterschiede sowie die Besonderheiten im Verkehr zu sensibilisieren.

Drei Typen von Elektro-Fahrrädern:

Bei Elektrofahrrädern gibt es drei Klassen, die für den Straßenverkehr zugelassen sind:

Unter Pedelecs (Pedal Electric Cycle) werden Fahrräder mit elektrischer Tretkraftunterstützung bis 25 Stundenkilometer verstanden. Sie sind mit einem Elektromotor mit 250 Watt ausgestattet. Der Unterstützungsgrad kann in verschiedenen Stufen eingestellt werden. Die Stufe ist abhängig von der Pedalkraft oder der Trittfrequenz des Fahrers. Rechtlich sind Pedelecs dem Fahrrad gleichgestellt. Zur Nutzung eines Pedelecs wird deswegen weder ein Versicherungskennzeichen noch eine Zulassung oder einen Führerschein benötigt. Pedelecs müssen jedoch über zwei unabhängig voneinander bedienbare Bremsen verfügen, die auf das Vorderrad und das Hinterrad wirken. Neben einer Klingel muss ein Pedelec vorne und hinten eine Beleuchtung haben. Außerdem sollte das Pedelec über einen Rück- und einen Vorderstrahler verfügen, die unabhängig von einer Lichtquelle funktionieren sowie über Reflektionsstreifen, die am Rad aufgeklebt sind.

Bei S-Pedelecs (Schnelle Pedelecs) dreht es sich um Kleinkrafträder, für die im Gegensatz zum normalen Pedelec in Deutschland eine Helm- und eine Führerscheinpflicht bestehen. Außerdem benötigt man eine spezielle Haftpflichtversicherung und ein zugehöriges Fahrzeugkennzeichen Die Fahrer von S-Pedelcs müssen mindestens 16 Jahre alt sein. Bei S-Pedelecs schaltet sich die Motorunterstützung ab einer Geschwindigkeit von 45 Stundenkilometer automatisch ab. Die Motoren von S-Pedelecs leisten bis zu 500 Watt.

E-Bikes mit einer Höchstgeschwindigkeit von 20 Stundenkilometer sind vergleichbar mit Leichtmofas. Der Elektroantrieb lässt sich bei E-Bikes manuell zuschalten. Es besteht bei E-Bikes in Deutschland keine Helmpflicht.

Ausrüstung:

Getreu dem Grundsatz „Sicherheit durch Sichtbarkeit“ werden Pedelec- und E-Bike-Lenkern empfohlen, helle reflektierende Kleidung beziehungsweise leuchtende Warnwesten zu tragen. Zudem sollte bei jeder Fahrt ein Helm aufgesetzt werden, auch wenn in Deutschland keine Helmpflicht besteht. Ein Helm bewahrt den Kopf im Falle eines Sturzes vor schweren Verletzungen und kann lebensrettend sein. Auch eine Schutzbrille ist sinnvoll. Sie verhindert, dass Wind, Staub oder Insekten ins Auge gelangen. Passionierte Pedelec-Fahrer sind zudem gut beraten, Handschuhe zu tragen. Sie schützen die Hände vor Verletzungen und Wundscheuern. Außerdem verhindern Handschuhe, dass die Hände bei Nässe vom Lenker abrutschen.

Weitere Informationen unter:

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