Viel Flüssigkeit und leichte Kost

Wie Sie heiße Tage besser überstehen

Der Sommer ist zurück: Temperaturen um die 30 Grad sorgen bei vielen für gute Laune, doch der Körper hat mit der Hitze zu kämpfen. Viel trinken und leichte Kost können helfen. Aber nicht alles, was Erfrischung verspricht, ist auch gut für den Körper.

Das Hauptproblem an heißen Tagen ist Salzmangel, der Salz- und Elektrolythaushalt stimmt nicht. Daher sollte man viel trinken. Besonders gut sind Mineralwasser und verdünnte Fruchtsäfte. Das Wasser sollte Natrium enthalten. Leitungswasser ist kochsalzarm und daher an heißen Tagen weniger geeignet.

Ältere Menschen leiden besonders unter der Hitze, weil sie an heißen Tagen viel zu wenig trinken. Ihnen fehlt das Durstgefühl. Das kann dazu führen, dass sie verwirrt sind. Grundsätzlich sollten sie sich lieber nur im Schatten aufhalten.

Kühl, aber nicht eiskalt

Auf eiskalte Getränke sollte man an heißen Tagen ganz verzichten. Die löschen nur vorübergehend den Durst und führen dazu, dass man noch mehr schwitzt. Wenn Sie Kaffee trinken möchten, dann wie in mediterranen Gefilden üblich mit einem Glas Mineralwasser dazu. Besser ist etwas Salzhaltiges wie eine Tasse Gemüsebrühe. Alkohol weitet die Gefäße, das kann der Kreislauf jetzt gar nicht gebrauchen.

Gut an heißen Tagen sind leicht verdauliche Mahlzeiten, beispielsweise eine Suppe mit Brot. Außerdem sollte man wasserreiches Obst und Gemüse essen wie Melonen, Gurken und Paprika. Sie enthalten neben viel Flüssigkeit auch viele Vitamine, Mineral- und Ballaststoffe. Tierische Fette sollten an heißen Tagen gemieden werden. Denn die belasten die Durchblutung im Darm. Das kann dazu führen, dass der Blutdruck zu niedrig ist. Eine kleine Erholungspause nach dem Mittagessen - ähnlich einer "Siesta" - ist eine Wohltat. Der Alltag lässt das leider nur selten zu. Falls die Möglichkeit besteht: Ein kurzes Nickerchen im Schatten steigert sicher auch die Leistungsfähigkeit am Nachmittag.

Gesundheitsgefahr Ozon

Bei länger anhaltenden Schönwetter-Perioden steigen die Ozonwerte. Etwa jeder zehnte Deutsche reagiert empfindlich darauf. Ozon wirkt an der Oberfläche des Atemtraktes und dringt durch seine geringe Wasserlöslichkeit bis an die Zellen des Lungengewebes vor, wo es die Zellmembran schädigen kann. Je höher das Atemvolumen, desto eher kommt es zu Beschwerden wie Husten, Kopfschmerzen, Augenreizung oder Asthma. Deshalb sollte man bei hoher Ozonbelastung nicht lange Sport im Freien treiben.

Bei einer Konzentration von 180 Mikrogramm Ozon pro Kubikmeter Luft kann die Gesundheit gefährdet werden. Die gesundheitsschädigende Wirkung hängt aber nicht nur von der Konzentration, sondern auch von der Dauer der Einwirkung und der eingeatmeten Menge ab. Vor allem Kleinkinder und Säuglinge sind in Gefahr, weil ihr Atemvolumen im Verhältnis zur Körpergröße relativ groß ist. Auch ältere Menschen und Herzkranke haben ein erhöhtes Risiko.

Sport und Sonne meiden

Da der Körper mit der Hitze genug zu kämpfen hat, sollte er nicht zusätzlich belastet werden. Wer sich bewegen will, kann spazieren oder schwimmen gehen, sollte aber keinen anstrengenden Sport wie Joggen betreiben, weil das den Energieumsatz erhöht und den Körper zusätzlich aufheizt. Wer aufs Laufen nicht ganz verzichten will, sollte es auf die frühen Morgenstunden oder den Abend verlegen.

Am besten setzt man sich an extrem warmen Tagen der Sonne gar nicht aus. Die UVB-Belastung sorgt für Stress und der Körper ist schnell überfordert. Die Klimaanlage nicht zu kalt einstellen, denn der rasche Wechsel von Temperaturen strengt an.

Bei Hitzestau: Beine kühlen

Für schnelle Abkühlung sorgt kaltes Wasser auf der Innenseite der Handgelenke. Sackt tatsächlich der Kreislauf zusammen, heißt es: hinlegen und im Liegen viel trinken. Einen Hitzestau erkennt man am roten Kopf. In dem Fall Beine und Kopf mit einem nassen Handtuch kühlen oder die Füße in ein kaltes Fußbad stellen.

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