Geld abheben und bezahlen im Ausland

Verbraucher | Volle Kanne - Geld abheben und bezahlen im Ausland

Wer in den Urlaub fährt, sollte sich frühzeitig Gedanken um das Zahlungsmittel auf Reisen machen. Es ist empfehlenswert, im Urlaubsland direkt Bargeld in der entsprechenden Landeswährung am Geldautomaten abzuheben. Doch da gibt es einiges zu beachten.

Beitragslänge:
8 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 22.06.2018, 09:05

Es ist generell ratsam, sich vor der Reise mit der eigenen Bank in Verbindung zu setzen. Erkundigen Sie sich über die Konditionen Ihrer jeweiligen Karten und lassen Sie sich von Ihrer Bank die PIN Ihrer Kreditkarte mitteilen. Wollen Sie mit ihr Geld abheben, benötigen Sie die Geheimnummer. Melden Sie Ihrer Bank, dass – und vor allem wohin – Sie verreisen. Bei unerwarteten Abhebungen im Ausland könnte das Frühwarnsystem Ihrer Kreditkarte anschlagen und die Karte automatisch sperren. Darauffolgende Telefonate mit dem Kartenbetreiber können horrende Kosten verursachen.

Girokarte mit Maestro- oder VPay-Zeichen

Bei einer fremden Bank im Ausland mit der Giro-Karte (ehemals EC-Karte genannt) Geld abzuheben, ist grundsätzlich kostenpflichtig, wobei die Gebühren im EU-Ausland nicht höher sein dürfen als im Inland. Erfragen Sie bei Ihrer Hausbank, mit welchen Partnerbanken sie im Reiseland kooperiert. Dort werden Sie die niedrigsten Gebühren zahlen müssen. Die sogenannten Preis- und Leistungsverzeichnisse Ihres kartenausgebenden Kreditinstituts geben Auskunft über aktuelle Preise und Gebühren. Im außereuropäischen Ausland ist das Geldabheben mit der Giro-Karte nicht immer möglich.

Mit der Giro-Karte mit Maestro- oder VPay-Zeichen können Urlauber zumindest im Euro-Raum in vielen Geschäften und Restaurants auch bargeldlos zahlen, ohne dass dafür Kosten anfallen. Auch das Geldabheben am Automaten ist im europäischen Ausland normalerweise möglich – und oft günstiger als das Abheben mit der Kreditkarte. Allerdings kann die VPay-Karte bei veralteten Geräten für Probleme sorgen: Sie hat zwar einen Magnetstreifen, aber der ist ohne Zahlungsfunktion. Nur der integrierte Chip, der vom Gerät ausgelesen werden muss, besitzt eine Zahlungsfunktion.

Vorsicht am Geldautomaten

Wenn man in einem Land mit Fremdwährung eine seiner Karten in den Automaten steckt, wird die Herkunft erkannt. Man tippt seine PIN und den Betrag ein, den man abheben möchte. Doch kurz bevor das Bargeld ausgezahlt wird, erscheint auf dem Display die Frage: „Betrag in Euro oder in Landeswährung abrechnen?“. Oftmals verspricht die Anzeige zudem einen „garantierten Wechselkurs“ oder „0 Prozent Kommission“. Doch die sofortige Umrechnung kann teuer werden.

Diese zusätzliche Dienstleistung am Automaten nennt sich Dynamic Currency Conversion. Wählen Sie stets die Abrechnung in der Landeswährung und überlassen Sie die Umrechnung Ihrer Hausbank. Sie wird Ihnen den Betrag in der Regel zu einem fairen Kurs berechnen. Falls am Geldautomaten im Reiseland keine Sprache eingestellt werden kann, die Sie verstehen, suchen Sie lieber einen anderen Automaten.

Belege prüfen

Die Euroumrechnung ist übrigens auch bei der bargeldlosen Bezahlung mit Giro- oder Kreditkarten möglich. Seien Sie vorsichtig, wenn Sie Ihre Karte in Restaurants, Hotels oder Geschäften in ein Terminal stecken. Checken Sie stets den Beleg, den man Ihnen zum Unterschreiben vorlegt und unterschreiben Sie keine Euro-Beträge, wenn Sie sich in einem Land befinden, das nicht zur Europäischen Währungsunion gehört.

Informationen zu den verschiedenen Zahlungsmitteln für den Urlaub finden Sie auch auf der Homepage der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen.

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