Mieses Wetter, starke Beschwerden

Was hilft gegen Gelenkschmerzen an kalten Tagen?

Verbraucher | Volle Kanne - Mieses Wetter, starke Beschwerden

Wenn die Temperaturen sinken, es kalt und regnerisch ist, kommen sie: Gelenkschmerzen. Doch welche Zusammenhänge gibt es zwischen dem Wetter und den Beschwerden?

Beitragslänge:
4 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 30.12.2016, 14:00

Regen, Wind und Temperaturen um den Gefrierpunkt – die Zeit von November bis in den April hinein ist immer hart für alle Menschen, die wetterfühlig sind. Das Wetter schlägt zudem nicht nur auf das Gemüt. Auch einige Körperteile mögen den Winter gar nicht: die Gelenke zum Beispiel.

Nasskalte Tage spüren viele Menschen in den Gelenken, besonders im Winter. Dafür verantwortlich sind in vielen Fällen Virusinfekte, Arthrosen oder entzündliche Gelenkerkrankungen wie Rheuma oder Gicht. Experten bestätigen zwar Zusammenhänge zwischen der Schmerzintensität und plötzlichen Wetteränderungen, die mit abnehmender Temperatur, hoher Luftfeuchtigkeit und sinkendem Luftdruck einhergehen. Warum aber Kälte und Nässe den Gelenken zusetzen, ist wissenschaftlich noch nicht belegt.

Gutes und Schlechtes für die Gelenke

Gut für die Gelenke ist in erster Linie Bewegung. Regelmäßig und moderat sollte sie sein. Besonders geeignet sind Sportarten mit rhythmischen Bewegungen wie Nordic Walking, Rad fahren, Schwimmen und Spazierengehen. So werden die Gelenke gut „geölt“ und die Gelenkschmiere kann ihre Schutzfunktionen voll entfalten. Außerdem zählt das Körpergewicht: Gelenke, die nicht zu schwer tragen müssen, bleiben länger fit.

Winterspaziergang
Ein regelmäßiger Spaziergang ist gut für die Gelenke. Quelle: reuters

Abstand nehmen sollte man von Sportarten mit ruckartigen Bewegungen (Fußball, Handball, Boxen). Schlecht für die Gelenke sind zudem ständige Überbelastung, einseitige und gleichförmige, schwere körperliche Arbeiten, extremer Leistungssport, Übergewicht oder Fettleibigkeit. Auch das Thema Rauchen muss angesprochen werden. Auf der langen Liste der Gründe, warum Rauchen gesundheitsschädlich ist, finden sich auch die Gelenke. So fördert das Rauchen zum Beispiel Erkrankungen wie die Psoriasis-Arthritis, also die Gelenkentzündung im Rahmen der Schuppenflechte.

Ursachen von Gelenkschmerzen – und Hilfe

Arthrose durch Verschleiß, Gicht durch zu viel Harnsäure im Körper, Infektionen durch Krankheitserreger, die Schmerzkrankheit Fibromyalgie-Syndrom und Rheuma – das sind die zentralen Ursachen von Gelenkschmerzen. Bei Rheuma geht es vor allem um das zentrale Krankheitsbild der rheumatoiden Arthritis, also Gelenkrheuma, eine Autoimmunkrankheit. Andere rheumatische Krankheiten kommen deutlich seltener vor, Gelenkschmerzen gehören aber fast immer zu den Symptomen.

Hilfreich bei akuten Gelenkschmerzen sind entweder wärmende oder kühlende Anwendungen. Wenn eine Entzündung vorliegt, dann tut Kälte gut. Sehr angenehm fühlen sich bei entzündeten Gelenken kalte Linsen an. Schmerzen die Hände oder Füße, so kann man sie in einem Gefäß mit den Linsen direkt kühlen. Auf andere Körperteile kann man die Linsen in einen Plastikbeutel füllen und auf die schmerzende Stelle legen. Bei Verschleißerscheinungen hilft trockene Wärme: Kirschkerne in einem Leinensack in der Mikrowelle erwärmen und auf die schmerzenden Körperteile legen, Hände oder Füße darin bewegen.

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