Pilz-Infektion behandeln

Hefepilze können starke Beschwerden verursachen

Verbraucher | Volle Kanne - Pilz-Infektion behandeln

Candida albicans ist ein Hefepilz, der bei etwa 75 Prozent aller gesunden Menschen nachgewiesen werden kann. Eine Candida-Infektion kann sehr unangenehme und gefährliche körperliche Beschwerden verursachen.

Beitragslänge:
5 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 24.11.2017, 14:00

Gefährdet sind besonders Menschen, deren Immunsystem oder Darmflora geschwächt sind, zum Beispiel nach längerer Einnahme von Antibiotika oder Kortison. Weitere Risikogruppen sind unter anderem Babys, werdende Mütter, Übergewichtige oder Menschen, die übermäßig viel Fastfood und Zucker konsumieren. Auch zu viel Hygiene, die den Säureschutzmantel der Haut zerstört, kann schädlich sein. Menschen, die an einer Autoimmunerkrankung leiden, sind von Pilzerkrankungen häufiger betroffen.

Symptome einer Pilz-Infektion

Eine Candida-Infektion geht in der Regel mit einem Jucken und Brennen der betroffenen Hautstellen einher. Zudem kann sie weitere Symptome auslösen – je nachdem, an welcher Körperstelle sie auftritt. Der Pilz hat vor allem dort, wo die Haut feucht und warm ist, ideale Wachstumsbedingungen. Dazu zählen Achselhöhlen, Hautfalten und Finger- und Zehenzwischenräume. Die befallene Haut schuppt sich, ist gerötet, juckt und schmerzt.

Bei Frauen geht eine Pilzinfektion im Genitalbereich mit Jucken, Brennen und einer Rötung daher. Die Schleimhaut schwillt an und ist teilweise mit einem weißlichen Belag überzogen. Manchmal kommt es zu einem krümelig-weißen Ausfluss. Bei Männern können sich Eichel und Vorhaut entzünden. Manchmal bilden sich auch Pusteln und Bläschen.
Bei einer Pilzinfektion im Mund sind die befallenen Stellen gerötet und von einem weißlichen Belag überzogen.

Wenn Organe betroffen sind

Candida albicans kann nicht nur äußerlich, sondern auch innerlich auftreten. Sämtliche Organe können befallen und geschädigt werden. Die Symptome richten sich nach den betroffenen Organen und sind unspezifisch – wie zum Beispiel Magen-Darm-Beschwerden, Müdigkeit, Fieber und Kopfschmerzen. Es kann daher lange dauern, bis die richtige Diagnose gestellt wird.

Vorbeugen und heilen

Ein gesunder Darm mit einer intakten Darmflora ist die Grundlage für ein gesundes Immunsystem. Bei einer Candida Infektion sollte man Zucker, Stärke und Weißmehl meiden. Außerdem sollte man die Darmflora mit gesunden Probiotika wieder herstellen. Beides bewirkt, dass das Immunsystem gestärkt wird, was bei der Bekämpfung von Candida entscheidend ist. Je nachdem, wo er auftritt, kann man ihn mit Cremes und Zäpfchen behandeln, oder mit Tabletten, Säften oder Infusionen, die pilzabtötende oder wachstumshemmende Wirkstoffe beinhalten.

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