Dehnungsstreifen - optischer Makel nicht nur für Schwangere

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Risse, Streifen – Kraterlandschaften auf der Haut: Schwangere haben sie, Heranwachsende, Menschen, die an Gewicht zulegen. Kurz: Unser größtes Organ, die Haut, kann reißen und dann entstehen Dehnungsstreifen, im Volksmund auch Schwangerschaftsstreifen …

Beitragslänge:
5 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 29.11.2017, 09:05

Schwaches Bindegewebe fördert Dehnungsstreifen: Der medizinische Begriff für Dehnungsstreifen ist „Striae cutis distensae“ – überdehnte Hautstreifen. Hauptsächlich zeigen sich die unschönen Risse, fälschlicherweise generell Schwangerschaftsstreifen genannt, dort, wo viel Bindegewebe vorhanden ist: also am Bauch, an den Beinen, am Po sowie an den Oberarmen und bei Frauen auch an den Brüsten. Dehnungsstreifen entstehen durch starke Dehnung der Unterhaut. Ist das Bindegewebe schwach, reißt es leichter. Jugendliche bekommen die Streifen bei Wachstumsschüben, Frauen während der Schwangerschaft und jeder, der schnell an Gewicht zulegt, riskiert auch, dass die Haut reißt, weil sie sich nicht genug ausdehnen kann.

Besser vorbeugen

Ein guter Schutz vor Dehnungsstreifen ist Sport von Kindesbeinen an. Er festigt zum einen das Gewebe, erhöht zum anderen die Elastizität der Haut und baut Muskeln auf. Frauen mit großer Oberweite sollten beim Training immer einen Sport-BH tragen, um zu verhindern, dass das Gewebe durch die Bewegung reißt. Auch zu intensives Krafttraining mit zu schnellem Muskelaufbau kann Dehnungsstreifen hervorrufen. Deswegen empfiehlt es sich, mit einem moderaten Trainingsplan zu trainieren.

Vorbeugend wirkt auch die richtige Pflege, gerade während der Schwangerschaft. Tägliche Massagen mit einem Sisalhandschuh fördern die Durchblutung und den Stoffwechsel. Auch regelmäßiges Eincremen der Haut hält diese feuchter und geschmeidiger, wodurch sie nicht so leicht reißen kann.

Ästhetische Behandlungen helfen nur begrenzt

Die ästhetische Medizin bietet zur Behandlung von Dehnungsstreifen die Dermabrasion an. Dabei werden die Narben quasi abgeschliffen. Alternativen sind die Lasertherapie, mit der die Dehnungsstreifen nachpigmentiert werden können, und das sogenannte Micro-Needeling. Hierbei werden die Dehnungsstreifen mit einem Dermaroller behandelt. Dieser spezielle Haut-Roller ist mit sehr feinen, kurzen Nadeln besetzt. Bei der Behandlung wird dieser über die betroffene Haut gerollt. Die winzigen Nadeln dringen bis zu drei Millimeter tief in die Haut ein. Beim Einstechen der Epidermis, der obersten Hautschicht, entstehen kleine Löcher in der Haut. Wie nach einer Verletzung versucht die Haut sich so schnell wie möglich zu regenerieren und schüttet daher Kollagen aus, das essenziell für das Bindegewebe ist. Die neue Kollagenproduktion soll die Dehnungsstreifen minimieren.

Für alle Behandlungen gilt: Zu 100 Prozent verschwinden Dehnungsstreifen nie, denn die gerissene Haut kann nicht wieder aufgebaut werden. Die Methoden versprechen lediglich ästhetische Veränderungen des Hautbilds, doch ist auch hier die Studienlage häufig nicht eindeutig. In der Regel sind die Anwendungen recht kostspielig und werden nicht von den Krankenkassen getragen.

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