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Gräser für Garten und Balkon

Tipps von Elmar Mai

Pampasgras

Sie sind eine Zierde für jeden Balkon oder Garten - und außerdem sehr pflegeleicht. Elmar Mai zeigt, wie Sie Gräser wirkungsvoll einsetzen.

02.08.2017
02.08.2017
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Wenn die ersten Sommerblumen verblühen, muss es auf dem Balkon und im Garten nicht trist aussehen. Gerade jetzt sind Gräser mit ihrer Vielseitigkeit optimal geeignet: Sie schließen Lücken, bringen optische Ruhe und bieten anderen Pflanzen eine passende Kulisse.

Hochwachsende Gräser eignen sich besonders gut für den Rasen des Vorgartens oder als überragendes Element zwischen niedrigen Stauden. Das Pampasgras zeichnen weiße Blütenbüschel und aufrechte Blüten aus, die aus den üppigen Blatthorsten herausragen. Mit Blüten wird das Pampasgras bis zu sechs Meter hoch. Das sogenannte Solitärgras wird in nährstoffreichem Boden mit voller Sonne gepflanzt.

Das Chinaschilf kann eine Höhe von bis zu zwei Metern erreichen. Seine Besonderheit sind die „sprudelnden Blüten“, die zuerst in Rot oder Silber, später dann in Beige erblühen. Ideal geeignet ist es als Beethintergrund, am Wasser oder als Sichtschutz an der Terrasse. Es sollte am besten in sonnigen bis halbschattigen Bereichen verwendet werden.

Für Staudenbeete und Steingärten

Blauschwingel
Blauschwingel
Quelle: imago/blickwinkel

Mittelhohe Gräser eignen sich ebenfalls für ein Staudenbeet. Die Rutenhirse hat besonders graziles Gras und fiedrige Blütenstände, die Tau- und Regentropfen einfangen – und dadurch eindrucksvoll funkeln. Sie erreicht mit Blüten eine Höhe von 150 Zentimetern und wird meistens für sonnige Beete verwendet. Lang blühende schweifartige Silberähren und horstige Blattbüschel (ohne Ausläufer) zeichnen das Silberährengras aus. Mit Blüten wird es bis zu 90 Zentimeter hoch. Es fühlt sich in voller Sonne auf warmen Böschungen besonders wohl, wird aber auch gerne einzeln im Beetvordergrund verwendet. Das Liebesgras fasziniert mit purpurfarbenen Blüten, die im Herbst zu Cremefarben wechseln. Das Liebesgras wird am besten an voll sonnigen Standorten gepflanzt. Trotz seiner dünnen und haarfeinen Gestalt erreicht es eine Höhe von 80 Zentimetern.

Der Blauschwingel wächst in polsterförmigen Horsten und erreicht mit Blüte eine Höhe von 25 Zentimetern. Dieses Gras wird in voller Sonne auf einem trockenen und mageren Standort verwendet. Der Blauschwingel ist somit ideal für Steingärten und Felssteppen. Seine blaue Farbe behält er das ganze Jahr über. Eine Teilung alle zwei bis drei Jahre hält die Pflanze ansehnlich. Das Bärenfellgras bildet dichtgeschlossene, fellartige Flächen und ist dadurch als Strukturelement in großzügigen Staudenbeeten geeignet. Das Federgras oder Engelshaar bringt eine luftige Eleganz in die Beete und sieht selbst im Winter noch schön aus.

Im Frühjahr zurückschneiden

Gräser sind in Form und Farbe sehr abwechslungsreich (es gibt etwas 5000 verschiedene Gräser) – und die meisten von ihnen sind pflegeleicht und haben eine hohe Vitalität. Beim Kauf von Gräsern sollte man darauf achten, dass sie winterhart und horstbildend sind: Das heißt, sie sollten keine Ausläufer machen, sondern sich aus der Mitte heraus entwickeln. Im Frühjahr schneidet man die Gräser zurück, zum Herbst hin sollte man sie allerdings sprießen lassen. Denn gerade zur fortgeschrittenen Jahreszeit, in der andere Pflanzen ihren Höhepunkt schon überschritten haben, bieten Gräser besondere Akzente. Sowohl für den Blumenkasten als auch im Garten kann man für Ziergräser normale Erde verwenden.

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