Günstig und sauber waschen

Pulver besser als Flüssigwaschmittel

Verbraucher | Volle Kanne - Günstig und sauber waschen

Kompakt, XXL oder flüssig – allein von einer Waschmittelmarke gibt es die verschiedensten Produkte. Doch mit welchen wird die Wäsche sauber, ohne dass man zu viel zahlt und die Umwelt unnötig belastet?

Beitragslänge:
7 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 31.10.2017, 14:00

Kompaktwaschmittel oder XXL-Packungen?

Jumbopackungen waren lange Zeit vom Markt verschwunden, in den letzten Jahren erleben sie ein Revival. Ein negativer Trend, findet Armin Valet von der Verbraucherzentrale Hamburg: „Die Riesenpackungen enthalten viel Füllstoff wie Natriumsulfat. Das hat keine Funktion und belastet noch die Umwelt.“ Vom Preis-Leistungs-Aspekt her lohne es sich nicht, die großen Packungen zu kaufen, „da sie schlechter sauber waschen“.

Auf die Waschladung gerechnet spart man bei der XXL-Packung zwar ein paar Cent, dafür hat man Einbußen bei der Waschleistung. „Wer sparen möchte, sollte auf Sonderangebote bei Kompaktwaschmitteln achten. Auch No-Name-Produkte schneiden in Tests gut ab“, so Valet.

Schlechter für Geldbeutel und Umwelt

„Flüssigwaschmittel schneiden im Vergleich zu Pulver bei Stiftung Warentest schlechter ab – sowohl bei der Waschleistung als auch beim Umweltaspekt“, resümiert der Verbraucherschützer.

Relativ neu im Handel sind so genannte Pods oder Liquid Caps: Flüssigwaschmittel in Folie, die sich im Wasser auflöst. Armin Valet weist auf deren Nachteile hin: „Wenn die Folie feucht wird, kleben die Portionen aneinander.“ Ein weiteres Problem sei die zusätzliche Umweltbelastung aufgrund der Folie. Hinzu kommt: „Bei „Liquid Caps“ besteht die Gefahr, dass Kleinkinder diese als „Süßigkeiten“ in den Mund nehmen und zerbeißen. Es wurden vor allem bei der Neueinführung dieser Flüssigwaschmittel etliche Vergiftungsunfälle gemeldet“, so Valet.

Preise vergleichen

Mit geänderten Verpackungsgrößen und Angaben werden Verbraucher schnell aufs Glatteis geführt. Das gleiche Flüssigwaschmittel eines Herstellers soll plötzlich für zehn Prozent mehr Wäsche reichen – bei gleichem Inhalt. Dafür werden oft einfach die Dosierangaben reduziert, was der Verbraucher vermutlich gar nicht bemerkt, weil er die alte Verpackung längst entsorgt hat oder ohnehin nicht erneut auf die Dosierangaben schaut.

Genau das sollte man aber tun, um pro Waschladung nicht unnötig viel Waschmittel zu verbrauchen. Deutlich einfacher wäre es für die Verbraucher, wenn die jeweiligen Verschlusskappen zur Dosiermenge passen. „Wir fordern das schon länger von den Herstellern, sie tun das aber nicht“, so der Verbraucherschützer. Sein Tipp für einen preisbewussten Einkauf: „No-Name-Produkte schneiden nicht schlechter ab als Markenprodukte. Kompaktpreise reichen von 12 Cent für Handelsmarken bis 30 Cent für Markenprodukte.“

An die Umwelt denken

Umwelttechnisch ist Pulver besser abbaubar als Flüssigwaschmittel. Valet: „Kompaktwaschmittel machen weniger Müll, da Jumbo-Packungen nur halbvoll sind. Dazu kommen die Plastikschlaufe und Nieten, mit denen die Trageschlaufe befestigt ist. Insgesamt ein Produkt, das schwer zu recyceln ist.“

„Auf Weichspüler und Wäscheparfum sollte man ohnehin verzichten, da sie für die Waschleistung nicht notwendig, stattdessen eine Umweltbelastung sind“, mahnt der Verbraucherschützer.

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