Sie sind hier:

Gutscheine als Geschenk

Tipps von Rechtsanwalt Michael Terhaag

Geschenkgutscheine

Verbraucher | Volle Kanne - Gutscheine als Geschenk

Gutscheine sind als Geschenke zu Weihnachten sehr beliebt. Rechtsanwalt Michael Terhaag erklärt, worauf man beim Kauf und beim Einlösen achten sollte.

Datum:
Verfügbarkeit:
Leider kein Video verfügbar

Gutscheine sind drei Jahre lang gültig – egal, was darauf steht. Eine eigenmächtige Verkürzung dieser Frist durch den Aussteller sei unzulässig, so Rechtsanwalt Michael Terhaag. Außerdem gelte: „Es wird nicht ab dem Ausstellungsdatum, sondern erst ab dem Ende des Jahres gerechnet, in dem der Gutschein ausgestellt wurde.“ Auf eine Verlängerung über diese drei Jahre hinaus habe der Inhaber hingegen keinen Anspruch, auch wenn einige Händler aus Kulanz dazu bereit seien.

Allerdings gebe es Gutscheine, bei denen die Dreijahresfrist naturgemäß nicht gelten könne: „Wenn Sie einen Gutschein für eine bestimmte Theateraufführung, ein Musical oder eine sonstige termingebundene Veranstaltung geschenkt bekommen haben, gilt der nur für diese Aufführung beziehungsweise diese Veranstaltung während der Spielzeit.“ Kinogutscheine wiederum seien von dieser Regelung ausgenommen: „Sie gelten in der Regel nicht für einen bestimmten Film, sondern für den Kinobesuch an sich.“

Gutscheine sind sogenannte Inhaberpapiere

Zur namentlichen Nennung des Beschenkten auf dem Gutschein sagt Terhaag: „Das bezweckt eigentlich nur, dem Gutschein eine persönliche Anmutung zu geben. Nach dem Gesetz gilt ein Gutschein als sogenanntes Inhaberpapier – jeder der ihn vorlegt, darf ihn also einlösen, unabhängig vom eingetragenen Namen. Es ist nicht notwendig, sich auszuweisen.“

Zulässig sei es, wenn der Aussteller dem Einlöser des Gutscheins die Auszahlung von Geld verweigere: „Hieran ist nichts zu beanstanden, schließlich war der Geschenkgutschein zur Einlösung gegen Ware bestimmt. Sollten Sie dennoch Geld ausgehändigt bekommen, ist dies eine reine Kulanzhandlung des Geschäfts – auch bei nicht genutzten Restbeträgen.“ Einen Anspruch auf Auszahlung von Geld bestehe nur dann, wenn der Gutschein für ein bestimmtes Produkt ausgestellt worden sei, das nicht mehr lieferbar ist. Problematisch werde die Einlösung des Gutscheins, wenn das ausstellende Unternehmen insolvent geht. Zwar habe der Inhaber nominell weiterhin ein Recht darauf, aber „faktisch ist ein Gutschein im Fall der Insolvenz des Ausstellers wertlos“.

Weitere Themen

Stepper in einem Fitness-Studio

Verbraucher | Volle Kanne - Muskelkater-Mythen

"Er geht nur wieder weg, wenn man gleich mit dem Sport weitermacht" - wie hilfreich sind solche Tipps …

Datum:
Nesselsucht durch Kälte

Verbraucher | Volle Kanne - Nesselsucht durch Kälte

Chronische Kälteurtikaria stellt eine psychische Belastung für Betroffene dar.

Videolänge:
5 min
Datum:
Blattkaktus

Verbraucher | Volle Kanne - Mit Hängepflanzen gestalten

Pflanzenexperte Elmar Mai stellt die schönsten Exemplare vor.

Videolänge:
7 min
Datum:
Gemerkt auf Mein ZDF! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Abonniert auf Mein ZDF! Abo beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert.
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen des ZDF.

Die Website verwendet Cookies, um Ihnen ein bestmögliches Angebot zu präsentieren. Nähere Informationen und die Möglichkeit, die Verwendung von Cookies einzuschränken finden Sie hier.

Sie wechseln in den Kinderbereich und bewegen sich mit Ihrem Kinderprofil weiter.