Haftpflichtversicherung für Haustiere

Haften Halter für ihre Hunde?

Verbraucher | Volle Kanne - Haftpflichtversicherung für Haustiere

Nach einem Hundesbiss kann Martina Röhreke ihre Hand nicht mehr normal bewegen. Rund 100.000 Unfälle mit Hunden passieren im Jahr. Für den Halter ist eine Tierhaftpflichtversicherung sinnvoll.

Beitragslänge:
6 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 29.08.2017, 14:00

Wenn Hunde oder Pferde einen Menschen verletzen oder etwas zerstören, kann das böse Folgen haben – nicht nur medizinisch, sondern auch finanziell. Eine Tierhalterhaftpflichtversicherung ist auf jeden Fall sinnvoll, in einigen Bundesländern sogar Pflicht.

Grundsätzlich gilt: Ein privater Haftpflichtschutz ist für jeden Menschen – und insbesondere Tierhalter – sinnvoll. „Viele Tiere sind hier in der normalen Haftpflichtversicherung automatisch mitversichert – zum Beispiel die Katze, der Papagei oder das Kaninchen“, so Philipp Opfermann von der Verbraucherzentrale NRW. Schlangen und Spinnen können ebenfalls mit eingeschlossen sein, was aber extra vereinbart werden muss. Ein Blick in die Versicherungsbedingungen hilft da weiter. Hunde und Pferde sind in der normalen Haftpflichtversicherung hingegen nicht eingeschlossen. Wer sich gegen durch sie verursachte Schäden absichern will, muss auf jeden Fall eine spezielle Tierhalterhaftpflichtversicherung abschließen. Je nach Bundesland und Rasse ist sie sogar verpflichtend.

Was zahlt die Tierhalterhaftpflichtversicherung?

Die Tierhalterhaftpflichtversicherung kommt für Personen- und Sachschäden auf, zumeist auch für daraus resultierende Vermögensschäden wie Verdienstausfälle. „Aber keine Angst: Die Behandlung nach dem Hundebiss zahlt zunächst ganz normal die Krankenversicherung des Geschädigten, da muss man sich also nicht vorher mit der Versicherung des Hundebesitzers rumschlagen“, weiß Versicherungsexperte Philipp Opfermann.

Auch wenn dem Tier etwas zustößt, kann die Versicherung hilfreich sein: Wenn vorher vereinbart, kommt sie unter anderem für Rettungskosten auf – zum Beispiel wenn der Hund im Dachsbau feststeckt.

Wer ist mitversichert?

Wer den Hund seiner Nachbarn ausführt, ist in guten Tierhalter-Haftpflichtversicherungen mitversichert – sowohl wenn der Hund unter dessen Aufsicht einen Dritten schädigt als auch wenn der Hundesitter selbst gebissen wird. Wenn aber der Hundebesitzer keine Versicherung hat, können Schäden Dritter auch beim „Gassi gehen“ mit Nachbars Hund in der privaten Haftpflichtversicherung des Sitters mitversichert sein. „Auch bei Pferden sollte nicht nur der Versicherungsnehmer, sondern auch andere Reiter versichert sein – primär über die Tierhalter-Haftpflicht“, so Opfermann. Wenn diese nicht vorhanden ist, seien Schäden Dritter über die eigene Privat-Haftpflichtversicherung versichert.

Um unser Web-Angebot optimal zu präsentieren und zu verbessern, verwendet das ZDF Cookies. Durch die weitere Nutzung des Web-Angebots stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Näheres dazu erfahren Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Gemerkt! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Abonniert! Abo beendet