Haushaltshilfe statt Pflegeheim

Eine Hilfskraft zu Hause beschäftigen

Verbraucher | Volle Kanne - Haushaltshilfe statt Pflegeheim

Haushaltshilfen können Menschen unterstützen, die wegen Alter oder Krankheit im Alltag nicht mehr alleine zurechtkommen.

Beitragslänge:
6 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 29.01.2017, 14:00

Wer krankheitsbedingt oder im Alter den eigenen Haushalt nicht mehr eigenständig führen kann, ist auf Unterstützung angewiesen. Eine Haushaltshilfe kann eine Lösung sein: Sie kümmert sich nicht nur um den Haushalt, sondern hilft zum Beispiel auch beim Anziehen, Frisieren oder Ankleiden. Catharina Hansen von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen erklärt, worauf es bei der Beschäftigung einer Hilfskraft im Haushalt ankommt.

Beim Aufstehen assistieren, bei der Körperpflege zur Hand gehen, Mahlzeiten zubereiten: Eine Haushaltshilfe unterstützt bei allen Dingen, die ein kranker oder alter Mensch nicht mehr alleine erledigen kann. So kann oftmals die Aufnahme in ein Alten- oder Pflegeheim vermieden werden. Tätigkeiten der Behandlungspflege gehören allerdings nicht zu den Aufgaben einer Haushaltshilfe. „Wunden versorgen, Medikamente spritzen, Verbände oder Katheter wechseln – all das fällt in den Zuständigkeitsbereich eines ambulanten Pflegedienstes“, erklärt Catharina Hansen von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen.

Einfühlungsvermögen und Sprachkenntnisse

Als wichtigste Voraussetzung sollte eine Haushaltshilfe die Freude am Umgang mit älteren Menschen mitbringen und sich in der Haushaltsführung auskennen, sagt Hansen. „Bestenfalls sollte sie im Heimatland eine Ausbildung im sozialen Bereich oder in der Hauswirtschaft genossen haben.“ In Haushalten, in denen Demenzkranke wohnen, sollten die Kräfte zudem über besonderes Einfühlungsvermögen verfügen.

Oftmals kommen die Haushaltshilfen aus Osteuropa, Sprachkenntnisse sind da von Vorteil. „In der EU gibt es die sogenannte Arbeitnehmerfreizügigkeit. Das heißt, Arbeitnehmer aus dem EU-Ausland dürfen zu den hierzulande geltenden Bedingungen ohne Arbeitsgenehmigung arbeiten“, erklärt Hansen.

Haushaltshilfen können nach drei unterschiedlichen Modellen angestellt werden:

Vorsicht vor falschen Erwartungen

Wer eine Haushaltshilfe engagieren möchte, sollte ihr ein eigenes Zimmer zur Verfügung stellen, das abschließbar ist. In der Regel werde die Hilfskraft im Haushalt mitversorgt, sagt Hansen. „Sie sollte die Möglichkeit haben, das Internet zu nutzen und zu telefonieren“, ergänzt sie. Zudem sei eine Verkehrsanbindung wichtig, oder die Möglichkeit, ein Auto zu nutzen.

Zur finanziellen Unterstützung könne man das Pflegegeld hinzuziehen, sagt Hansen. Generell warnt sie vor falschen Erwartungen: „Eine Person kann nicht 24 Stunden lang für jemand anderen da sein. Außerdem kann die Sprache zu einem großen Problem werden.“

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