Wenn die Erkältung kommt

Symptome gezielt bekämpfen

Verbraucher | Volle Kanne - Wenn die Erkältung kommt

Fast jeden erwischt es im Winter! Der Hals kratzt, die Nase läuft und dann bekommt man auch noch einen Husten: Dagegen gibt es Allround-Erkältungsmittel. Aber helfen die auch?

Beitragslänge:
8 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 23.11.2017, 09:05

Eine Erkältung trifft einen Erwachsen im Schnitt zwei bis viermal im Jahr. Kinder sind noch häufiger betroffen, da ihr Immunsystem noch nicht so stark wie das eines Erwachsenen ist. Was hilft am besten? Und wie wird man die Erkältung schnell wieder los?

Apotheken und Drogerien bieten unzählige Mittel gegen Erkältungsbeschwerden an. Es gibt über 200 verschiedene Viren, die eine Erkältung auslösen können. Deswegen ist es für die Pharmazie kaum möglich, eine „Wunderwaffe“ gegen Erkältung auf den Markt zu bringen. Zumal ein grippaler Infekt nach einiger Zeit auch wieder abklingt – in der Regel nach ein bis zwei Wochen. Viele Allround-Erkältungsmittel versprechen schnellere Linderung. Doch gerade diese Medikamente enthalten direkt mehrere Wirkstoffe, die den Körper zusätzlich belasten können. Wer erkältet ist, sollte daher statt zu Kombipräparaten gezielt zu Mitteln greifen, die einzelne Symptome bekämpfen.

Rezeptfreie Mittel

Stiftung Warentest empfiehlt im aktuellen Heft „Spezial Medikamente“ die 50 günstigsten Medikamente unter den besten rezeptfreien Mitteln gegen Erkältungsleiden. So könne gegen Husten „Ambroxol 30 Tab 1A Pharma“, „Hustenstiller ratiopharm Destromethorphan Kapseln“ oder „Nac 200 akut 1A Pharma“ verwendet werden. Bei Schnupfen helfe ein lokal gesprühtes Nasenspray eine verstopfte Nase gezielt zu befreien, wie das „Nasenspray ratiopharm Kinder“, „Abtei Meersalz Nasenspray standard“ oder „Imidin sanft Nasenpflege Spray“. Kombimittel hingegen werden geschluckt und wirken im ganzen Körper statt gezielt in der Nase zu helfen.

Kein Medikament vertreibt schlagartig Erkältungssymptome, sie können nur die Schmerzen ein wenig lindern. Bei Fieber helfen zwei Wirkstoffe laut Stiftung Warentest: Paracetamol und Ibuprofen. Fieber schwächt die Betroffenen, hilft dem Immunsystem aber auch Viren abzutöten. Hält das Fieber trotz Medikamenten länger als drei Tage an, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Wer unter Halsschmerzen leidet, greift den Testern zufolge am besten zu „Emser Pastillen“, „Trachilid Halsschmerztabletten“ und „Mucoangin Minze“. Das Verbrauchermagazin empfiehlt zur Vorbeugung: regelmäßiges Händewaschen, Abhärtung durch Wechselduschen und Saunagänge sowie regelmäßiges Lüften.

Hilfe aus Großmutters Hausapotheke

Natürliche Mittel können Heilungsprozesse ebenfalls beschleunigen. Das erste, was man bei Anzeichen einer Erkältung tun sollte: Ab ins Bett und schwitzen, so der Rat von Dr. med. Hans-A. Eberwein. Denn direkt zu Beginn eines Infekts kann man das Immunsystem des Körpers gut unterstützen - am besten mit Schlaf und Wärme, so der Allgemeinmediziner und Naturheilkundler. Wärme beeinträchtigt das Wachstum der Viren. Darum sollte man auch leichtes Fieber zwischen 37,9 und 38,4 Grad nicht gleich bekämpfen. Bei einer höheren Temperatur und wenn der Patient unter dem Fieber leidet, können Wadenwickel helfen - vorausgesetzt Hände und Füße sind warm. Dafür feuchtet man Tücher mit handwarmem Wasser an und wickelt sie um die Waden. Die Verdunstungskälte kühlt den Körper.

Wärme hilft hingegen bei einem festsitzenden Husten. Sie unterstützt den Körper, festsitzendes Sekret zu lösen. Ein Hausmittel dafür: Kartoffelwickel. Dafür steckt man gekochte Kartoffeln in einen Strumpf und legt diesen auf die Brust des Betroffenen. Alternativ kann man die Kartoffel auch leicht andrücken, in ein Küchentuch legen, anschließend in ein Baumwolltuch einschlagen. Der Vorteil der Kartoffel: Sie speichert die Wärme besonders lange. Generell gilt bei einer Erkältung: Bettruhe, viel Schlaf und genügend trinken. Sollte der Infekt nach ein paar Tagen nicht abklingen, dann unbedingt einen Arzt aufsuchen.

Schwarzer Winter-Rettich

Verbraucher | Volle Kanne - Hustensirup aus Schwarzem Winter-Rettich

Es muss nicht immer die Chemiekeule sein: Testen Sie bei Ihrer nächsten Erkältung einmal den Hustensirup aus Schwarzem Rettich. Er schmeckt und hilft.

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