Hautpflege im Winter

So schützen Sie Ihre Haut in der kalten Jahreszeit!

Verbraucher | Volle Kanne - Hautpflege im Winter

Trockene Heizungsluft, kalte Außentemperaturen und häufiges Händewaschen – das sind nur drei von vielen Gründen, warum unsere Haut im Winter besonders belastet ist.

Beitragslänge:
4 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 05.12.2017, 10:30

Unsere Haut ist mit bis zu zwei Quadratmetern das größte Sinnesorgan des Menschen. Sie ist zwischen zwei und sechs Millimeter dick und kann bis zu vier Kilogramm schwer sein.

Neben der Aufnahme von Sinneseindrücken, dient die Haut vor allem zum Schutz vor äußeren Einflüssen. Das geschieht durch eine natürliche Schutzfunktion, die dadurch entsteht, dass Talg- und Schweißdrüsen ein leicht säurehaltiges Wasser-Fett-Gemisch, den sogenannten Hydrolipidfilm, bilden.

Besondere Belastung im Winter

Damit unsere Haut gesund und ihre Schutzfunktion erhalten bleibt, müssen wir sie täglich richtig pflegen. Im Winter wird sie besonders strapaziert, denn der Temperaturwechsel zwischen geschlossenen, aufgeheizten Räumen und klirrender Kälte trocknet die Haut aus.

Sinken die Temperaturen im Winter auf unter acht Grad, produzieren die Talgdrüsen nicht mehr genug Fett. Außerdem schwitzen wir im Winter weniger, das heißt weniger Wasser, in Form von Schweiß, gelangt an die Hautoberfläche. Dadurch gerät das leicht saure Wasser-Fett-Gemisch auf unserer Hautoberfläche aus dem Gleichgewicht. Dadurch wird die Haut angreifbarer, zum Beispiel durch Wind, Nässe oder Kälte. Die Folge: trockene Hautstellen, Juckreiz und Spannungsgefühle.

Reinigung

Bevor richtig gepflegt werden kann, muss die Haut gereinigt werden. Am besten sollte das einmal am Tag gründlich passieren. Wenn das Make-Up und der Alltagsschmutz abgewaschen sind, ist die Haut auf die Pflege vorbereitet, die Poren sind frei und die reichhaltigen Inhaltsstoffe können besser aufgenommen werden. Egal, ob bei der Gesichtsreinigung oder beim Duschen, im Winter sollte das Wasser nicht zu heiß sein, denn sonst wird der natürliche Fettfilm abgewaschen und die Haut trocknet zusätzlich aus.

Am besten eignen sich zur Gesichtspflege milde Reinigungslotionen, Gesichtswasser ohne Alkohol und pH-neutrale Pflegelinien. Denn diese Produkte reizen die Haut nicht. Auch beim Duschen sollte man eher auf reichhaltige und pflegende Waschlotionen an Stelle von Duschgels zurückgreifen.

Pflege nach Hauttyp

Nach der gründlichen Reinigung sollte die Haut im Winter mindestens einmal täglich gepflegt werden. Im Idealfall cremt man, egal ob im Gesicht, am Körper oder an den Händen, sogar ein- bis zwei Mal nach. Idealerweise greift man auch hier zu reichhaltigen und feuchtigkeitshaltigen Produkten mit pflanzlichen Inhaltsstoffen, wie Argan-, Mandel-, oder Olivenöl.

Wer fettige Haut hat, sollte auch im Winter eher eine Pflege mit leichterer Struktur, zum Beispiel ein Feuchtigkeitsgel, verwenden. Menschen mit trockener Haut sollten trotz hohem Pflegebedürfnis keine allzu fettige Creme auftragen. Denn diese kann die Poren verstopfen und den Hydrolipidfilm ebenfalls aus dem Gleichgewicht bringen. Bei trockener Haut besser zwei bis drei Mal am Tag mit einer feuchtigkeitsspendenden Gesichtspflege eincremen. Ein bis zwei Mal pro Woche darf es auch mal eine reichhaltige und entspannende Gesichtsmaske, zum Beispiel mit Avocado, sein.

Nicht vergessen!

Besonders im Winter sollte man auch den Körper regelmäßig eincremen. Schien- und Wadenbeine sowie die Knie, Ellenbogen und Lippen können besonders trocken sein, weil an diesen Körperstellen nur sehr wenige rückfettende Talgdrüsen sitzen.

Übrigens: Auch im Winter sollte der Sonnenschutz nicht vergessen gehen. Wer einen längeren Winterspaziergang macht oder im Skiurlaub ist, sollte deshalb immer auch einen Lichtschutzfaktor (15 bis 20) auftragen.

Hände und Füße

Auch Hände und Füße werden im Winter beansprucht. Die Füße stecken in schweren, dicken, meist luftundurchlässigen Schuhen. Durch dicke Wollsocken, die an den Füßen reiben, kann sich vermehrt trockene Hornhaut bilden. Denn auch an den Füßen sitzen nur sehr wenige Talkdrüsen. Einmal die Woche sollte man den Füßen deshalb ein entspannendes Fußbad gönnen. Die Haut wird weich gemacht und so auf die bevorstehende Pflegebehandlung vorbereitet. Nach dem Fußbad lassen sich die verhornten Stellen besser entfernen. Danach brauchen die Füße eine große Portion Pflege, zum Beispiel in Form von speziellen Fußcremes, die sehr rückfettend wirken.

Auch unsere Hände werden im Winter täglich strapaziert. Gerade weil wir uns im Winter aufgrund der Krankheitsgefahr häufiger die Hände waschen, trocknen wir die Haut schneller aus. Deswegen gilt: Nach dem Händewaschen die Finger gut abtrocknen und danach eine Handcreme einmassieren.

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